Technik

Dolomit-Steinbruch in Bayern neu erschlossen

Renaissance eines harten Brockens

Wer in der Nähe des Limes im Landkreis Eichstätt/Bayern gräbt, wird etwas finden. So ging es Sebastian Englert, der 1896 genau hier Hügelgräber aus der Bronzezeit entdeckte, und ebenso dem Traco-Geschäftsführer Ulrich Klösser, der 2015 einen längst vergessenen Stein dort wieder aufstöberte. Dieses Ereignis gab den Ausschlag, einen neuen Steinbruch für Dolomit zu erschließen. Seither baut das Natursteinunternehmen mit Sitz in Bad Langensalza den Limes-Dolomit in Bayern ab.

Das vor 140 Millionen Jahren entstandene Carbonatgestein wird nun im Anlautertal gebrochen. Der wiederentdeckte Dolomit entsprach mit seinen robusten Eigenschaften den höchsten Anforderungen. Acht Monate lang dauerte die Erschließung des Steinbruchs. Die Bruchmannschaft von Traco setzte dabei große Radlager, Bagger sowie Seil- und Schrämmsägen ein. In einem geologischen Gutachten bescheinigt der Sachverständige Rainer Weber dem Limes-Dolomit exzellente technische Werte. Dank sehr hoher Magnesium- und erhöhter Kalzium-Anteile ist dieser absolut tausalz- sowie wetterbeständig. Dazu zeigt sich der Limes-Dolomit resistent gegen Verwitterung. Weiter besitzt er eine gute Abriebfestigkeit und eine geringe Kratzempfindlichkeit. Dadurch ist der Reinigungsaufwand minimal. Daher eignet sich der Limes-Dolomit – als ideale Alternative zum klassischen Granitbelag – besonders gut für den Bau von Wegen, Treppen und Parkanlagen genauso wie für Fassaden und Massivarbeiten.

Ideal für moderne Architektur

Schon Traco-Gründer Karl Teich, Urgroßvater von Ulrich Klösser und Entdecker des Dolomits zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bemerkte dessen sprichwörtliche Stabilität sowie perfekte Eignung für die moderne Architektur. Da der grau-gelbe bis erdbraune Kalkstein kein Verfärbungsrisiko besitzt, macht er sich gut für Fassaden, Bodenbeläge, Mauern oder Treppen. Aufgrund seiner Robustheit gibt es laut Gutachter keine Einschränkungen für die Verwendung des Gesteins.

Steinbruch
Beim Abbau des Limes-Dolomit im Landkreis Eichstätt schneiden Schrämmsägen ganze Blöcke des Kalksteins heraus, der aufgrund seiner Festigkeit nur mit erheblichem Aufwand gebrochen werden kann. Den Hauptteil der Arbeit im 2015 neu erschlossenen Steinbruch erledigen Maschinen, begleitet von bis zu fünf Traco-Mitarbeitern.
 
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