Arbeitssicherheit

Knauf Deutsche Gipswerke Rottleberode erhalten erneut Gütesiegel

Mehr Sicherheit als Teamleistung

Die Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode haben zum zweiten Mal das Gütesiegel „Sicher mit System“ der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) verliehen bekommen. Mit dieser erneuten Verleihung, dem ersten Re-Audit nach 2012, wird dem Unternehmen an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen bestätigt, „dass in den Betriebsstätten die grundlegenden rechtlichen und organisatorischen Anforderungen für die systematische Einbindung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in die Unternehmensstruktur erfüllt sind“, heißt es in der Begründung der Berufsgenossenschaft.

Für Knauf-Werkleiter André Materlik ist der Arbeits- und Gesundheitsschutz nicht nur eine Momentaufnahme, sondern ein Teil der täglich im Werk und im Tagebau gelebten Unternehmenskultur. „Wir wollen - und zwar alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam - dass wir gesund zur Arbeit kommen und nach acht Stunden wieder gesund nach Hause gehen.“ Nach der ersten Verleihung des Gütesiegels im Jahr 2012 ist man in Rottleberode nicht stehengeblieben, hat sich nicht ausgeruht, sondern immer weiter an der Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes gearbeitet. Niemand ist im tagtäglichen Produktions- und Arbeitsprozess unfehlbar, aber in Rottleberode hat man aus Fehlern gelernt. Es immer besser zu machen, ist das Ziel, das bei Knauf gemeinsam verfolgt wird. Gemeinsam - das bedeutet, die Verantwortung für den Schutz der Arbeitskraft auf alle Ebenen zu transformieren. Begleitend dabei ist in erster Linie die Sicherheitsfachkraft des Unternehmens, aber auch der Betriebsrat. Jürgen Pester von der Bezirksdirektion Gera der BG RCI lobte bei der erneuten Verleihung das Unternehmen und stellte ebenfalls heraus, dass sich im Rahmen der notwendigen Audits gezeigt habe, dass Arbeits- und Gesundheitsschutz keine Einzelleistung sei, sondern dass die gesamte Mannschaft danach handelt. Der Verleihung vorausgegangen waren die Beantragung des Re-Audits und ein sogenannter Selbstcheck des Unternehmens. Das alles benötigte rund ein Jahr Arbeit. Zeit, in der wieder Schwachstellen aufgezeigt und beseitigt werden konnten. Im Rahmen des erneuten Audits waren auch Gewerbeaufsicht sowie das zuständige Bergamt in Gera mit eingebunden.

Gütesiegel als Motivation

„Die Berufsgenossenschaft will die Vergabe des Siegels auch nutzen, um so auf positive Beispiele aufmerksam zu machen und alle Mitgliedsunternehmen motivieren, dass Arbeits- und Gesundheitsschutz eine wichtige Komponente ist, um die Anforderungen an ein Rohstoff verarbeitendes Unternehmen zu erfüllen. Letztlich zahlt es sich für alle Beteiligten aus. Die Mitarbeiter fühlen sich sicher an ihrem Arbeitsplatz und die Unfallzahlen bewegen sich kontinuierlich nach unten. Produktionsausfälle werden so auf ein Minimum reduziert“, sagte BG-Begutachter Udo Stölzner bei der Übergabe des Siegels. Nun haben die 173 Beschäftigten bei Knauf in Rottleberode wieder drei Jahre Zeit, sich kontinuierlich auf das zweite Re-Audit vorzubereiten. Nicht mehr dabei sein wird Lothar Gödicke. Als langjährige hauptamtliche Sicherheitsfachkraft wurde er Ende Januar in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. „Lothar Gödicke gebührt allerdings ein großer Anteil am ersten Audit und am jetzigen Re-Audit“, sagte Werkleiter André Materlik.

Dipl.-Ing. Wolfgang Bartsch, BG RCI

Mitarbeiter vor dem Gebäude mit einer Urkunde
Zum zweiten Mal erhielt das Unternehmen in Rottleberode das Gütesiegel „Sicher mit System“.
 
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