Wussten Sie schon …

Wolfgang Pichl

dass in einer ganzen Reihe von Mitgliedsunternehmen der Anteil überwiegend im Straßenverkehr eingetretener (Dienst-) Wegeunfälle höher ist als der Anteil „klassischer“ Arbeitsunfälle? Dies ist einerseits der Tatsache geschuldet, dass in den Unternehmen eine sehr gute innerbetriebliche Sicherheitsarbeit stattfindet, andererseits der öffentliche Straßenverkehr aber hohe Unfallrisiken birgt. Die täglichen Pressemeldungen sowie die jüngst vom Statistischen Bundesamt für das Jahr 2015 veröffentlichten Unfallzahlen machen das deutlich: So starben auf den Straßen Deutschlands 3.475 Menschen – das waren 98 mehr als im Vorjahr. Gegenüber 2014 beträgt der Anstieg 2,9 Prozent. Der Anteil der von den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern zu entschädigenden tödlichen Wegeunfälle liegt hier bei knapp zehn Prozent.

Einige für das Jahr 2014 vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) veröffentlichte Zahlen sprechen für sich:

Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. Dazu gehören nicht angepasste Geschwindigkeit, fehlende Gurtnutzung, Alkoholeinfluss, Ablenkung durchs Smartphone während der Fahrt.

Es sind aber alles keine Gründe, diese bedenkliche Entwicklung als schicksalhaft hinzunehmen. Vielmehr sind wir alle als Verkehrsteilnehmer aufgefordert, unser Verhalten kritisch zu prüfen und in der Konsequenz gegebenenfalls zu ändern. Für die betriebliche Verkehrssicherheitsarbeit bedeutet dies, sich noch intensiver mit diesem Thema zu beschäftigen. Bei der von der BG RCI im letzten Jahr gestarteten Präventionsstrategie „VISION ZERO“ ist auch das Thema Verkehrssicherheit – und, wie wir oben gesehen haben, nicht ohne Grund – ein wichtiger Bestandteil. Die Möglichkeiten für die Unternehmen sind vielfältig. Unterweisen Sie auch zum Thema Verkehrssicherheit. Unser Sicherheitskurzgespräch „Sicher unterwegs – mit dem Auto“ unterstützt Sie dabei. Nutzen Sie den Ideenpool unseres Förderpreises Arbeit – Sicherheit – Gesundheit, in dem Sie auch die Themen Verkehr und Wegeunfälle finden. Neben den bewährten Instrumenten der betrieblichen Verkehrssicherheitsarbeit – finanzielle Beteiligung an entsprechenden Sicherheitstrainings etwa – entwickeln wir zur Zeit weitere Angebote für unsere Mitgliedsunternehmen.

Dies alles dient dem gemeinsamen Ziel – der Slogan des Deutschen Verkehrssicherheitsrates beschreibt es prägnant:

VISION ZERO. Keiner kommt um, alle kommen an.

Herzlichst Ihr
Wolfgang Pichl