Technik

Scanner von ContiTech macht Fördergurtschäden sichtbar

Service für einfache Planung und mehr Sicherheit

Fördergurte sind das Herzstück vieler Transportsysteme. Ihre Bedeutung wird besonders im Falle eines Schadens deutlich: Kommt es zu einem längeren Stillstand der Anlage, bricht oft die gesamte Produktionskette zusammen. Für die Betreiber entstehen hohe Umsatzverluste. Damit Fördergurtanlagen auch bei einer hohen Auslastung langfristig störungsfrei laufen und wirtschaftlich arbeiten, setzen die Betreiber verstärkt auf Prävention: Innovative elektronische Fördergurtüberwachungssysteme ermöglichen es, jederzeit den genauen Zustand der Transportsysteme festzustellen.

„Mit den Conti-Inspect-Systemen zur Wartung und den Conti-Protect-Systemen zur Überwachung im laufenden Betrieb liefert ContiTech die passenden Lösungen für diese Aufgaben“, sagt Andreas Bakenhus, Leiter Mining Europe, Africa, Asia und Australia der ContiTech Conveyor Belt Group. Alle Systeme entsprechen hohen Qualitätsstandards und garantieren dadurch ein hohes Maß an Sicherheit. Zu den typischen Defekten gehören Schäden an der Fördergurtoberfläche. Sie entstehen häufig bei Anlagen, an denen das aufprallende Material die Oberfläche besonders beansprucht. Um die Anzahl, das Ausmaß und die Position solcher Schäden zu ermitteln, sind intensive Wartungen nötig. Bislang mussten Techniker den Zustand der Fördergurte individuell bei verringerter Betriebsgeschwindigkeit beurteilen und dokumentieren. Dieser Prozess bedeutete einen hohen Zeit- und Personalaufwand.

Um Kunden bei der Wartung zu unterstützen, hat ContiTech das mobile Inspektionssystem Conti SurfaceInspect entwickelt. Mithilfe modernster Linienlasertechnik scannt es die gesamte Fördergurtoberfläche. Auf Basis des erfassten Höhenprofils erstellt es eine digitale Gurtkarte, auf der alle Deckplattenschäden verzeichnet sind und so näher untersucht werden können. In einem automatisch generierten Report stellt ContiTech alle relevanten Informationen über das Schadensbild zur Verfügung.

„Mit diesen Analysemöglichkeiten ergibt sich ein detailliertes Bild von der Beschaffenheit der Fördergurtoberfläche. Es bietet eine ideale Basis, um Oberflächenschäden systematisch zu erfassen, Deckplattenreparaturen vorzubereiten und Vorhersagen über die Lebensdauer des Fördergurtes zu treffen“, erklärt Anwendungstechniker Patrick Raffler.

Conti Inspect: Verlässliche Prognosen erhöhen Laufzeiten

Die mobilen Inspektionssysteme, zu denen der Oberflächenscanner gehört, ermöglichen Fördergurtwartungen im laufenden Betrieb und helfen dabei, Schäden durch das Fördergut oder Verschleiß frühzeitig zu erkennen. Die Systeme liefern die relevanten Daten, um Wartungsarbeiten an Fördergurtanlagen effektiver planen zu können. So tragen die Conti-Inspect-Systeme dazu bei, die Ausfallzeiten von Förderanlagen zu reduzieren. Ergänzt wird das Angebot durch zwei weitere Conti-Inspect-Systeme: Mithilfe von Triangulationssensoren misst Conti WearInspect die Deckplattendicke über die gesamte Gurtlänge hinweg. Es erfasst die Position der Gurtoberfläche auf Lauf- und Tragseite und ermittelt die tatsächliche Dicke des Fördergurtes über eine Vielzahl von Messpunkten. Auch systematische Abnutzungen werden erkannt. So kann die Lebensdauer des Fördergurtes eingeschätzt und gegebenenfalls ein Gurtwechsel empfohlen werden. Treten Schäden innerhalb der Karkasse von Stahlseilgurten auf, können diese mit dem Conti CordInspect detektiert werden. Mittels magnetinduktivem Verfahren erkennt es kleinste Beschädigungen an den Stahlseilzugträgern. Alle Schäden werden erfasst, klassifiziert und mit Informationen über Größe, Schwere und Position in einem Bericht dokumentiert.

Skizze: mobiles Inspektionssystem
Das mobile Inspektionssystem Conti SurfaceInspect scannt mithilfe modernster Linienlasertechnik die gesamte Fördergurtoberfläche.

Conti Protect: Schutz vor Totalausfällen

Größere Schäden wie Längsschlitze und Verbindungsfehler am Fördergurt können gravierende Folgen für den Anlagenbetrieb haben und schlimmstenfalls zu Totalausfällen führen. Conti-Protect-Überwachungssysteme helfen, solche Schäden im laufenden Betrieb frühzeitig zu erkennen, und stoppen die Anlage gegebenenfalls automatisch. Conti SpliceProtect überwacht die Länge und Dehnung der Fördergurtverbindungen bei Anlagen, die aufgrund langer Achsabstände oder großer Höhenunterschiede starken Zugkräften ausgesetzt sind.

Das System nutzt in den Fördergurt einvulkanisierte Magnetstreifen für präzise Messungen im laufenden Betrieb. Sobald eine Verbindung eine kritische Länge erreicht hat, wird die Gefahr durch einen Verbindungsausfall zu groß und das System stoppt die Förderanlage, bevor die Verbindung reißt.

Conti RipProtect schützt vor Längsschlitzen, die lange Ausfälle und hohe Kosten verursachen. Durch im Fördergurt einvulkanisierte Leiterschleifen erfasst es die gefährlichen Längsschlitze frühzeitig. Die Metallschleifen übertragen ein hochfrequentes Signal zwischen einem Sender und einem Empfänger. Wird eine Schleife beschädigt, fällt das Signal auf der Empfängerseite aus. Die Anlagensteuerung stoppt den Gurtförderer automatisch. Conti CordProtect ermöglicht den Kunden Einblicke in die Karkasse von Stahlseilfördergurten. Das System magnetisiert die Zugträger und detektiert Magnetfelder, die an den Enden der Seile oder im Fall von Defekten entstehen. Somit können einerseits geringste Seilschädigungen im ungestörten Gurtbereich und andererseits der Zustand der Verbindungen erfasst und überwacht werden.

Conti MultiProtect erweitert die Funktionalitäten von Conti CordProtect: In den Fördergurt eingebettete Rip Inserts werden mittels ihrer charakteristischen Magnetfelder auf Längsschlitze überprüft. Durch eine spezielle Sensorapplikation ist die Rip-Insert-Funktionalität auch in der Lage, die Rotation von Schlauchgurtförderern zu überwachen.

Conti TotalProtect ermöglicht mittels Röntgentechnik eine umfassende Untersuchung von Stahlseilgurten. Das System detektiert und überwacht alle Arten von Defekten – von geringsten Oberflächenschäden, über jegliche Auswirkungen durch Fremdkörper, bis hin zu Seil- und Verbindungsschädigungen.

digitale Karte, Markierungen in unterschiedlichen Farben
Auf Basis der erhobenen Daten erstellt Conti SurfaceInspect eine digitale Karte, auf der alle Deckplattenschäden erkennbar sind. // (Fotos: Conti)
 
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