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Sand ist „Gestein des Jahres 2016“

Vielgestaltig, vielseitig und vielgefragt

Kleine Gesteinskörner kommen in diesem Jahr groß raus, denn ein Expertengremium unter Leitung des Berufsverbandes Deutscher Geowissenschaftler (BDG) wählte anlässlich der zehnten Auflage dieser Aktion den Sand zum „Gestein des Jahres 2016“.

Gesteine, die aufgrund ihrer geologischen Entstehung und wirtschaftlichen Bedeutung bemerkenswert sind, stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, ist Ziel der jährlichen Wahl wichtiger Fest- und Lockergesteine zum „Gestein des Jahres“. Dem Kuratorium, das über den jeweiligen Spitzenplatz entscheidet, gehört seit 2015 auch der Bundesverband Mineralische Rohstoffe, MIRO, in Kooperation mit seinen Landes- und Regionalverbänden an. Durch die erweiterte Zusammenarbeit von MIRO und BDG in diesem Gremium wird die ausgewogen gleichgewichtige Bewertung zwischen geologischen und wirtschaftlichen Qualitäten der jeweiligen Gesteine nochmals gestärkt. Dass die Fachleute dem Sand diesmal aus unterschiedlichen Perspektiven einhellig den Spitzenplatz zuerkannten, liegt nicht zuletzt an seiner faszinierenden Vielseitigkeit.

Was ist Sand und wie entsteht er?

Sand ist ein Lockergestein unterschiedlichster Zusammensetzung und Gestalt. Definiert wird er über seine Korngröße: Korngemische mit einem Korngrößenspektrum zwischen 0,06 und 2 mm gelten als Sand. Als reines Naturprodukt verdankt er seine Entstehung der Verwitterung und Erosion verschiedenster Gesteine. Jedes Sandkorn „erzählt“ gesteinskundigen Beobachtern wo es herkommt, woraus es besteht und ob es durch Wind, Wasser oder Eis transportiert wurde.

Kompaktes Wissen zur Gesteinstaufe

Zur feierlichen Weihe des Sandes zum „Gestein des Jahres 2016“ am 22. April 2016 ist eine informative Begleitbroschüre erschienen. In verschiedenen Beiträgen werden hier die Aktion an sich, die Geologie des Sandes, der wirtschaftliche Nutzen und die Situation in der Region Berlin-Brandenburg dargestellt. Eine Vorstellung des gastgebenden Unternehmens SKBB rundet die Ausführungen ab.

Spätestens nach der Lektüre dieses Begleitheftes sollte klar sein, warum dem Sand die wohlverdiente Ehrung in diesem Jahr zugesprochen worden ist.

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