Technik

Mobiler Baustoffprüflabor-Container als ständiger Arbeitsplatz

Praktisch und komfortabel

Vielfach benötigen die Bau- und auch die Baustoffindustrie für die Eigen- und Fremdüberwachung von Baustellen oder von internen Produktionsüberwachungen geeignete Laborräumlichkeiten im Werk oder auf den wechselnden Baustellen. Diese Räumlichkeiten müssen in Deutschland auch mit der Arbeitsstättenverordnung (AStV, Stand 2011) harmonieren, da sonst ein ständiges Arbeiten im Sinne eines ständigen Arbeitsplatzes nicht zulässig wäre.

Einfache Baustoffprüflabors, in denen gängige Beton- und Bindemittelprüfungen durchgeführt werden können, haben einen Platzbedarf von etwa 15-40 m². Darin sind der Prüfnorm entsprechende Standardgeräte wie Waage, Siebmaschine, Rütteltisch, Wasserbecken, Ausbreittisch, Schleifmaschine, Luftgehaltsprüfer sowie die entsprechenden Edelstahllaborarbeitstische integriert. Für die vorgeschriebenen zerstörenden Prüfungen gemäß EN 196 für Zement bzw. EN 12390 für Beton werden der Boden und die Seitenwand des Laborcontainers verstärkt. Somit lässt sich eine Zement-/Mörtelprüfmaschine z.B. 250/15 kN oder eine Betonprüfmaschine, üblicherweise 3000 kN, mit dem mobilen Prüflabor für den Transportfall fest verbinden. Die Versorgung mit Klimatechnik, Heizung, Strom/Starkstrom, Wasserver- und -entsorgung, Tageslicht, Wärmedämmung sowie der zum Prüfen benötigten Beleuchtungstechnik ist auch bei mobilen Lösungen selbstverständlich. Die komplexen normierten und nicht normierten Prüfungen für Beton, Zement und Mörtel können somit standortunabhängig erfolgen. Sehr oft werden daher mehr oder weniger intelligent umgebaute Container genutzt, insbesondere wenn es sich um ständig wechselnde Baustellen handelt.

In geschätzt 90 Prozent aller Fälle sind diese Container jedoch keine Arbeitsstätten im Sinne der Arbeitsstättenverordnung. Zumindest darf hier nicht ständig gearbeitet werden, bestenfalls vorübergehend und nur für eine beschränkte tägliche Arbeitszeit.

Baustoffprüflaborcontainer
Basis für den Baustoffprüflaborcontainer ist ein umgebauter High-Cube-Seecontainer.

Arbeitsplatz erfüllt alle Anforderungen

Die Arbeitsstättenverordnung stellt für ständige Arbeitsräume bestimmte Anforderungen. Natürlich gibt es dabei eine Fülle von Ausnahmeregeln, allerdings sind diese immer mit einer eingeschränkten Nutzung verbunden. Um alle Anforderungen unter einen Hut zu bringen, hat Testing in Anlehnung an die Deutsche Arbeitsstättenverordnung (AStV) einen Standard-Laborcontainer als ständigen Arbeitsplatz entwickelt, der individuell nach den (Prüf)-bedürfnissen der Unternehmen eingerichtet werden kann. Umgebaute hochstabile High-Cube-Seecontainer dienen hierbei als Basis. Auch nach Einbau der doppelschaligen Decken-, Boden- und Seitenwandwärmedämmung weist der Container noch eine lichte Mindesthöhe von 2,50 Meter auf. Laborcontainer dürfen als ständige Arbeitsräume nur nach ausreichender Wärmeisolierung genutzt werden (AStV § 31). Die vorschriftsmäßige Wärmedämmung sowie eine Standheizung von 2.000 W für den Winter und eine Klimaanlage für den Sommerbetrieb ermöglichen die Einhaltung der geforderten Laborraumtemperaturen von 18 - 22 °C in Deutschland. Die Vorschriften der natürlichen Belüftung und der mechanischen Be- und Entlüftungen wurden gleichfalls berücksichtigt. PVC-Fenster mit Standardmaß, Isolierverglasung und Stahlrolladen garantieren als Lichteintrittsflächen die Innenausleuchtung am Tag und den Blick nach draußen. Der verstärkte Fußboden besteht aus 2 mm dickem rutschfesten Riffelblech oder wahlweise aus anderen Belägen. Die Innenwände sind mit einer Spezialkunststoffbeschichtung versehen. Alle Energie- und Versorgungsleitungen (380/220 V) mit den entsprechenden Steckdosen in Steckdosenverteilerleisten, Spiegelrasterleuchte unter der Decke sowie Wasseranschlüsse und Schlammfang für Schmutzwasser sind vorinstalliert.

Flexibel auszustatten

Das Containerlabor kann mit der von Testing angebotenen Standardausrüstung aus Edelstahllabortischen mit 2 mm dickem, gebürsteten Edelstahl und den individuell ausgesuchten Prüfgeräten als Baustoffüberwachungslabor für Zement, Mörtel, Beton, Kalk, Gips, und Bitumen eingesetzt werden. Selbst eine Druckprüfmaschine kann installiert werden. Speziell von Testing entwickelte Sonderverstärkungen des Containerbodens und der Seitenwände ermöglichen einen problemlosen Transport des Containers. Aufgrund dieser Konstruktionsmerkmale kann der Container weltweit auf jeder Baustelle oder in jedem Produktionsbetrieb schlüsselfertig per Lkw oder Schiff angeliefert und unverzüglich in Betrieb genommen werden.

Container mit Gerätschaften
Im Container können sämtliche notwendigen Gerätschaften integriert werden.
 
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