Arbeitssicherheit

Arbeitsschutz-Seminar der Deutschen Asphalt

Lebendiger Arbeitsschutz

Die Deutsche Asphalt, ein Unternehmen der Strabag, betreibt bundesweit mehr als 40 moderne Asphaltmischanlagen und hat sich zu einem der führenden Asphaltproduzenten Deutschlands entwickelt. Das Thema Arbeitsschutz spielt im Unternehmen mit seinen rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine zentrale Rolle.

Pkw-Simulator
Auch beim Einparken lauern Gefahren.

Das Leitbild des Unternehmens spiegelt sich in einem integrierten Managementsystem wider, das unter Einbeziehung von und somit im Einklang mit Qualität, Arbeitssicherheit, Energie- und Umweltschutzmanagement gemäß DIN EN ISO 9001:2008, DIN EN ISO 50001 und DIN EN ISO 14001 formuliert ist. Die Deutsche Asphalt stellt selbst höchste Ansprüche an die eigene Produktion und deren Produkte. Ein hoher qualitativer Standard wird durch die fortlaufende, werkseigene Produktionskontrolle (WPK) gewährleistet.

Mann spricht vor Zuhörern
Unterweisung mit modernen Medien und Dialog.

Neue Wege für mehr Sicherheit

Auf der in der ersten Januarhälfte dieses Jahres durchgeführten Winterschulung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Ost mit rund 60 Teilnehmern aus den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sind erstmalig neue Wege beschritten worden. Zwei Tage waren ganz für den Arbeitsschutz reserviert: Am ersten Tag wurden wichtige Aspekte des Arbeitsschutzes vermittelt, und der zweite Tag stand im Zeichen der Ersthelferschulung für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Rolf Wildbrett, Sicherheitsfachkraft, hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Themen des Arbeitsschutzes praxisnah und erlebbar zu gestalten: „Ich möchte erreichen, dass die Kolleginnen und Kollegen die Inhalte im Gedächtnis behalten und nicht nur die Verpflegung“, sagt er und lächelt. Dazu hat er sich für den ersten Tag einiges ausgedacht. Die Beschäftigten durchliefen jeweils vier Stationen in Gruppen von jeweils zehn bis 15 Personen. Für jede Station stand ein Zeitrahmen von eineinhalb Stunden zur Verfügung. Um auf die Bedürfnisse der Beschäftigten gut eingehen zu können, wurden die Gruppen wie folgt zusammengestellt: Führungskräfte, Sicherheitsbeauftragte, Mischmeister und Radladerfahrer sowie Bürokräfte.

Menschen auf Stühlen
Gesund und munter nach dem Erlebnis mit dem Förderbandmodell.

Station 1: Information und Diskussion

Hier ging es um Informationen und Diskussionen zu relevanten Themen des Arbeitsschutzes im Unternehmen. Auf Anfrage der Deutsche Asphalt hatte Wolfgang Bartsch als zuständige Aufsichtsperson gerne zugesagt, diesen Teil mit praxisnahen Inhalten mitzugestalten.

Station 2: Der Pkw-Fahrsimulator

Mit dem PKW-Fahrsimulator, einem Aktionsmedium der BG RCI, konnten gefahrlos unter verschiedenen Bedingungen Fahrsituationen unter fachkundiger Anleitung trainiert werden.

Station 3: Das Förderbandmodell

Das Förderbandmodell veranschaulichte die wirkenden Kräfte eindrucksvoll und machte die Unmöglichkeit erlebbar, sich dem Einzug mit physischer Kraft zu widersetzen. Hier konnte jeder sprichwörtlich auf die heiße Herdplatte fassen, ohne sich die Finger zu verbrennen. Ganz nach dem Motto: Eigenes Erleben ist durch nichts zu ersetzen.

Station 4: Stolperparcours

Der Stolperparcours bestand aus mehreren Modulen und zeigte unterschiedliche Situationen auf, die im betrieblichen Alltag zu Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen führen können. Auch hier stand das eigene Erleben im Vordergrund, unterstützt durch fachkundige Anleitung.

Die 60 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durchliefen die Stationen und informierten sich über die vorgestellten Themengebiete. „Die Rückmeldungen zu dieser Aktion waren durchweg positiv“, freut sich Rolf Wildbrett. „Ein echter Erfolg und Ansporn, das Format für die nächste Weiterbildung dieser Art erneut vorzusehen.“

Arbeitsschutzinhalte lebendig und interessant zu vermitteln, mit dem Ziel, dass keine Unfälle und arbeitsbedingten Erkrankungen im Betrieb auftreten. Die Deutsche Asphalt hat ein nachahmenswertes Beispiel gegeben, wie das gelingen kann.

Dipl.-Ing. Wolfgang Bartsch, BG RCI Berlin

Rolf Wildbrett, Deutsche Asphalt

Eine Frau geht Stufen herunter
Was ist für die Bürokräfte beim Besuch vor Ort zu beachten?
 
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