Technik

Instandsetzungsprogramm Cat Rebuild

Hundert neue Maschinenleben

Baumaschinen zum zweiten Leben erwecken – das Rebuild-Programm ist fester Bestandteil des Servicegeschäfts von Zeppelin. Seit 2004 zum ersten Mal ein Cat Radlader 980F in seine einzelnen Bestandteile zerlegt, diese aufbereitet und wieder zusammengebaut wurden, sind diesem Beispiel inzwischen 99 Geräte gefolgt.

Ein Cat Muldenkipper 773B des Südbayerischen Portland Zementwerks der Rohrdorfer-Unternehmensgruppe war die hundertste Baumaschine, die von Zeppelin instandgesetzt wurde. Das Jubiläum wurde in der Werkstatt der Zeppelin Niederlassung München mit rund hundert Kunden gefeiert, die aus ganz Deutschland angereist waren. Dabei wurde der überholte Muldenkipper feierlich enthüllt und dem Südbayerischen Portland Zementwerk, vertreten durch Heinz Hintner, Leiter Steinbrüche, Dirk Lüngen, Spartenleiter Sand und Kies, und Alfons Schuster, Leiter Einkauf, übergeben. Dass so eine Instandsetzung einer Maschine selbst nach 15.800 Betriebsstunden noch möglich sei, liege an der Qualität, Leistung und Langlebigkeit der Caterpillar-Produkte, verdeutlichte Markus Gebauer, Caterpillar-Gebietsverantwortlicher für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Damit dies gewährleistet werde, gebe Caterpillar zwei Milliarden US-Dollar jedes Jahr für Forschung und Entwicklung aus. Runtergebrochen auf fünf Minuten seiner Redezeit, seien dies 74.000 Euro, die in Produktentwicklungen investiert werden – der Basis für das Konzept der Generalüberholung. „Diese verbindet Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit auf ideale Weise, weil der robuste Kern der Maschine mehrere Leben hat und durch die zertifizierte Überholung beziehungsweise den Austausch von Motor und Kraftstrang sowie weiterer Komponenten in einen neuwertigen Zustand versetzt wird“, erklärte Gebauer.

Stolze Bilanz

Die Bilanz der Maschinen, die bislang von Zeppelin überholt wurden: 50 Muldenkipper, 25 große Radlader und etliche Sonderlösungen wie Raddozer, Scraper oder Rohrverleger, wie sie etwa im Tagebau in NRW im Einsatz sind. „In der Regel bietet sich ein Rebuild für große Geräte an. Alle unsere 35 Niederlassungen sind in der Lage, einen Rebuild zu übernehmen, bei dem Kunden genau wissen, was auf sie an Kosten zukommt“, so der Geschäftsführer. Es gibt drei Arten der Instandsetzung, die Zeppelin anbietet: Die eine umfasst die komplette Maschine, die andere nur den Antriebsstrang. Und schließlich ist der Antriebsstrang plus Hydraulik möglich. Diese Variante hatte das Südbayerische Portland Zementwerk gewählt. „Wir freuen uns über das gelungene Stück, das in der sprichwörtlich gesagten Zeppelin Baggerklinik so schön herausgeputzt worden ist. Damit wurde wieder ein Meilenstein in unserer gemeinsamen Geschäftsbeziehung erreicht“, äußerte sich Heinz Hintner, Leiter Steinbrüche bei der Rohrdorfer Unternehmensgruppe. Der Standort Ebensee in Oberösterreich wird den Cat 773B für Materialtransporte nutzen.

Thomas Weber (Mitte), Jürgen Karremann (rechts), Markus Gebauer (links)
Thomas Weber (Mitte), Zeppelin Geschäftsführer für den Service, und Jürgen Karremann (rechts), Zeppelin Vertriebsdirektor, erhielten von Markus Gebauer (links), Caterpillar Gebietsverantwortlicher für Deutschland, Österreich und die Schweiz, für den hundertsten Rebuild eine Auszeichnung.
 
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