Unternehmensführung

Laserscantechnologie: Faro 3D Documentation User Meeting in Andechs

Immer einen Schritt voraus

Geht nicht – gibt’s nicht: Jedes Jahr überraschen die Anwender von 3D-Laserscannern aufs Neue mit spannenden Einsatzbeispielen aus Architektur, Forensik, Tunnelbau, Landwirtschaft und Medien. Die Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen internationalen Experten ist das Faro 3D Documentation User Meeting, das am 3. und 4. April im Kloster Andechs stattfand.

Über 200 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich beim vierten User Meeting über aktuelle Trends zu informieren und zu diskutieren. Die beiden Veranstaltungstage zeigten einen breiten Querschnitt dessen, was mit Laserscanning heute möglich ist und wohin die Reise geht. Die Möglichkeiten des Laserscannings sind noch lange nicht ausgeschöpft. Regelmäßig erschließen sich neue Anwendungen und Märkte, nicht zuletzt weil die Laserscanner so einfach zu bedienen sind und die Softwarelösungen immer mehr verfeinert werden. Manchmal werden auch die Anwender von den Entwicklungen überrascht: Beim letzten User Meeting begeisterte ein Scan-Copter, mit dem der Faro Laser Scanner Focus3D in die Luft ging. Inzwischen ist die Serie „Scan-Copter 2.0“ des Unternehmens „von-oben e.U.“ am Start. Die Nachfrage reicht bis in den Nahen Osten. Matthias Langner von „photo4d“ ging mit Hinweis auf die einfache Bedienbarkeit der Laserscanner so weit, von einer „Demokratisierung der Technologie“ zu reden. Er stellte auf dem User Meeting die großen Möglichkeiten vor, die Laserscanning für CGI-Technologien (Computer Generated Images) bietet. Gerade die Film- und Spielebranche ist in diesem Feld sehr experimentierfreudig.

Digitalisierung für das kulturelle Erbe

Die Digitalisierung durchdringt heute alle Lebensbereiche – auch längst vergangene Epochen. Dies unterstrich der Vortrag von Didier Happe, Art Graphique et Patrimoine. Mit seinem Team hat er der Klosterruine Jumièges neues Leben eingehaucht. Die Rekonstruktion der im 7. Jahrhundert gegründeten Abtei wird mit Hilfe von 3D-Laserscans sichtbar – und das für jeden Besitzer eines Smartphones. Die App „Jumièges 3D“ überzeugte auch die UNESCO und erhielt bereits ein Prädikat als weltbeste App für Kulturerbe. Ein Beitrag in der Sektion „Augmented Reality“, der neue Wege für die Museumspädagogik und Denkmalpflege zeigt. Die Breite der Einsatzmöglichkeiten zeigte sich in den Workshops, die sich Schwerpunkten wie Architektur, Denkmalpflege oder Anlagenbau widmeten. Die Technik erleichtert die Arbeit enorm, unterstützt Planungsprozesse und trägt zu einer höheren Qualität bei. Nachgezeichnet wurde dies anhand von Building Information Modeling (BIM).

Laserscanning liefert exakte Daten zum Gebäude und optimiert damit die Bewirtschaftung über den kompletten Lebenszyklus. Praxisbeispiel: Ein Einzelhandelsunternehmen ließ seine 1.300 Filialen einscannen. Die Daten dienen unter anderem als Basis für künftige Aus- und Umbaumaßnahmen.

Rekonstruktion der Klosterruine Jumièges mithilfe von Laserscantechnik.
Rekonstruktion der Klosterruine Jumièges mithilfe von Laserscantechnik.
 
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