Technik

Runderneuerter Flatliner für Betonfertigteile

Der Nutzfahrzeughersteller Langendorf aus Waltrop hat durch seine 35-jährige Erfahrung und seine moderne Fertigung maßgeblich zum Erfolg des Flatliners beigetragen. 2012 löst die neue Generation des Beton-Innenladers mit der Bezeichnung SB4 den Vorläufer ab. „Rückmeldungen unserer Kunden und Änderungen in der Gesetzgebung sind Ansporn für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Fahrzeuge“, sagt Carsten Duwe, Produktverantwortlicher bei Langendorf.

Auffälligster Unterschied ist der Spritzschutz, der nun richtlinienkonform der Kontur des Reifens folgt (Sprühnebelrichtlinie 2010/19/EU). Solche „kleinen“ Änderungen haben mitunter weitreichende Folgen: Denn die Mindestfahrhöhensicherung wurde vom Fahrer beim SB3 noch im Radlauf aktiviert – ein nun unerreichbarer Ort. Die Konsequenz erläutert Carsten Duwe, Verkaufsleiter für den Export: „Da wir uns diesem technischen Detail sowieso widmen mussten, haben wir es ganz neu angepackt. Die neue Notlaufsicherung ist jetzt von der Konstruktion her stark vereinfacht und lässt sich leicht von außen bedienen.“ Der Fahrer kann nun auf einen Blick erkennen, ob die Mindestfahrhöhensicherung aktiviert ist oder nicht.

Eine Planenhaube für Beton-Innenlader steht bei den Wünschen der Kunden in letzter Zeit weit oben auf der Hitliste. Die Befestigung gestaltete sich schwierig, weil eigentlich nicht vorgesehen. In Frankreich ist ein Geländer mittlerweile Pflicht, wenn kein Verdeck vorhanden ist. Langendorfs Lösung: Eine Sicke oben im Außenrahmen, die Platz lässt für serienmäßige Rungentaschen für Geländer, Verdeckungen oder Bordwandlagerungen.

Falttor
Alternativ zum Klappportal ist ein hydraulisch betätigtes Falttor erhältlich.

Langendorf ist stolz auf die Langlebigkeit der Fahrzeuge. Dies hat beim SB4 auch einen Einfluss auf die Konstruktion. Durch das Vorantreiben einer Standardisierung von bestimmten Bauteilen kann das Fahrzeug im Laufe seines Betriebs nun mehrere Nutzungsänderungen haben. Der Vorteil: Bei einer Komplettrevision lassen sich Komponenten besser austauschen oder nachrüsten. Darüber hinaus erhielt das Hydrauliksystem ein umfangreiches Update. Dank etlicher Detailoptimierungen und gesteigerter Fertigungseffizienz ist der Neue sogar leichter als sein Vorgänger. Eine andere Rahmengestaltung ermöglicht zwei Zentimeter mehr Innenbreite oberhalb der Aufnahmeschiene, insgesamt 1,56 Meter. Dadurch kann der Flatliner SB4 jetzt auch Paletten mit besonders breiten Stützböcken aufnehmen.

Optional erhältlich ist ein hydraulisches Falttor. Ursprünglich wurde es für einen Kompakt-Innenlader entwickelt, der in französischen Innenstädten unterwegs ist. Es spart bei beengten Be- und Entladevoraussetzungen einen ganzen Arbeitsschritt: Den Innenlader zunächst an einer Stelle mit zweieinhalb Metern im Radius Platz zum Öffnen des Portals abstellen, absenken, Portal öffnen, Innenlader anheben, an die eigentliche Be-/ Entladestelle fahren. Das Falttor ist einfach zu bedienen und wartungsarm, weil es wenig bewegliche Teile enthält. Auch das Standardtor wurde überarbeitet.

Ladungssicherung

Das Fixiersystem hat einen größeren Schwenkbereich und ist damit noch flexibler einsetzbar. Die spezielle Verspanneinrichtung ist eine Langendorf- Entwicklung, die als Ladungssicherung gemäß VDI 2700 zertifiziert ist. Durch diese Besonderheit, mit der nur die Langendorf-Innenlader aufwarten, entfällt das Niederzurren der Ladung mit Gurten. Entsprechend verkürzt sich die Standzeit des Lastzugs beim Be- und Entladen.

Sämtliche Maßnahmen zur Ladungssicherung werden vom Boden aus ausgeführt. Der Fahrer oder Verlader muss nicht mehr zur Platzierung von Gurten und Verspanneinrichtungen auf den Fahrzeugrahmen steigen. Damit verringert sich die Unfall- und Verletzungsgefahr für das Bedienpersonal bei der Sicherung der Ladung ganz erheblich.

Flatliner
Die Öffnung nach oben erlaubt ein einfachereres Be- und Entladen unter beengten Verhältnissen.
 
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