Arbeitssicherheit

INRS Frankreich entwickelt interaktive Praxishilfe für Fahrzeuge

Gefährdungsbeurteilung bei Vibrationsbelastung

Fahrer von Bau- und Erdbaumaschinen, Staplern und anderen Fahrzeugen sind bei ihrer Arbeit häufig Vibrationen ausgesetzt, die zu Rückenbeschwerden führen können. Das französische Forschungsinstitut INRS (Institut national de recherche et de sécurité pour la prévention des accidents du travail et des maladies professionnelles) hat ein interaktives Instrument entwickelt, das Unternehmen bei der Prävention solcher Beschwerden unterstützt. Unter der Bezeichnung OSEV (outil simplifié d'évaluation des expositions aux vibrations) unterstützt das Werkzeug Verantwortliche bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung und zeigt Beispiele guter Praxis.

Zielgruppe der Praxishilfe sind vor allem kleine Unternehmen. Die Bedienung erfordert keine Expositionsdaten oder besondere Fachkenntnisse. Der OSEV- Rechner greift auf eine Datenbank zu, die Ergebnisse aus tausenden in situ-Messungen beinhaltet und ermittelt die tägliche Belastung bezogen auf Fahrzeugtyp und Nutzung. Die Ergebnisse werden mit den Grenzwerten aus der Europäischen Richtlinie 2002/44/EC abgeglichen. Der Anwender erhält zudem Hinweise zu geeigneten Präventionsmaßnahmen.

Die INRS verfolgt das Ziel, das Programm für Hand/Arm-Schwingungen bei der Benutzung von Werkzeugen zu adaptieren. Hierzu wird zur Zeit eine Datenbank entwickelt. Die INRS hat die schweizerische SUVA und das deutsche Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IPA) kontaktiert, um die jeweils vorliegenden Erkenntnisse in einer gemeinsamen Datenbank zu verknüpfen.   

Radlader
Beim Fahren und Transportieren können Vibrationen auf den Bediener einwirken.
 
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