Technik

Haver & Boecker liefert die Elektrotechnik und Automation

Beeindruckendes Zementterminal in Malmö

Die Haver & Boecker Tochtergesellschaft Ibau Hamburg errichtete als Generalunternehmer im Auftrag der  CementaHeidelbergCement Group ein Zementterminal im Hafen von Malmö, Schweden. Beim Anflug auf den Flughafen von Kopenhagen, Dänemark, ist bei Nacht die Skyline des Mehrkammersilos deutlich zu erkennen. Das Mehrkammersilo, das über eine mechanisch-pneumatische Schiffsentladung beschickt wird, ist 100 Meter hoch, hat einen Durchmesser von 26 Metern und fasst 30.000 Tonnen Zement. Über drei Beladestraßen erfolgt die automatische Beladung der Tanklastwagen und Waggons - und das 365 Tage im Jahr.

Für dieses Zementterminal lieferte Haver & Boecker die komplette Elektrotechnik und Automation, die im Wesentlichen aus den folgenden Gewerken bestand:

In der Planungsphase, die durch eine enge Zusammenarbeit mit Heidelberger Technology Center Brüssel und Ibau geprägt war, wurde festgelegt, dass der Schaltraum in das Mehrkammersilo auf  die erste Ebene verlagert werden sollte. Dieses hatte den Vorteil, dass die Kabelwege deutlich verkürzt sowie die Kabeldurchbrüche durch die Silowand reduziert werden konnten. Da der Platz für die Schalt- und Steuerschränke sowie die Energieverteilung und Trafo hier begrenzt war, entschied man sich für den Einsatz einer wartungsfreien, gasisolierten Mittelspannungsschaltanlage.

Hohe Anforderungen stellte die Elektroinstallation an das Montagepersonal. Die Montage der Kabelwege und das Verlegen der Kabel im Becherwerksturm – von Ebene 0 Meter auf 100 Meter – erforderte den Einsatz von Spezialkränen.

Eine Herausforderung, für die von Haver & Boecker gelieferte Automation lag darin, das Prozessleitsystem PCS7 dem Siloprozessen so anzupassen, dass klare und übersichtliche Verfahrensgruppen entstanden, die eine einfache Bedienung und schnelle Fehlererkennung ermöglichen.

Durch den Datenaustausch zwischen Prozessleitsystem und dem Versandsystem, das von Cementa AB beigestellt wurde, werden die  Tanklastwagen und Waggons entsprechend der Versandaufträge automatisch beladen. In Zusammenarbeit mit Heidelberger Technology Center Brüssel wurden die Prozesse so weit optimiert, dass dieses Terminal ohne Bedienpersonal betrieben werden kann.

Nach erfolgreicher Inbetriebnahme wurde das Terminal nach knapp zweijähriger Planungs- und Bauzeit im März 2012 an Cementa AB übergeben.

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Skylinie des Mehrkammersilos bei Nacht mit Schiffsentladestation und Becherwerksturm. // Foto:H&B
 
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