Arbeitssicherheit

Cemex Beton-Bauteile mit lupenreiner Bilanz

Betonfertigteilwerk Lahntal 2000 Tage unfallfrei

Der Betrieb Lahntal der Cemex Beton-Bauteile GmbH zeigt eine vorbildliche Arbeitssicherheitsbilanz – das bestätigt auch die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI).

Die Beschäftigten des Werks im hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf hatten am 28. Februar 2012 ein erfreuliches Jubiläum: Seit genau 2000 Tagen, länger als fünfeinhalb Jahre, hatten sie an diesem Datum ohne Unfälle mit Ausfallzeit gearbeitet. Eine solche Bilanz ist alles andere als selbstverständlich in der Branche. Das Betonfertigteilwerk an der Michelbacher Straße in Lahntal produziert in der Hauptsache massive Wand- und Deckenelemente aus Normal- und Leichtbeton für den Wohnungs- und Industriebau.

Vorbild bei Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Zur offiziellen Jubiläumsfeier – Motto „2.000 Tage unfallfreies Arbeiten am Stück“ – begrüßten Geschäftsführer Michael Saphörster und Gesamtbetriebsleiter Volker Weidemann auch Wolfgang Pichl, Leiter der Branchenprävention Baustoffe – Steine – Erden der BG RCI. Wolfgang Pichl bezeichnete das Jubiläum als sehr erfreulich, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Cemex Beton-Bauteile GmbH einem sehr unfallträchtigen Industriezweig angehöre. Dem Unternehmen komme bei Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in der Fertigteilindustrie die Vorreiterrolle zu. Leider gebe es in dieser Branche noch zu viele Unfälle, so dass die Berufsgenossenschaft hier ein Programm zur Prävention von Unfällen aufgelegt habe.

Auch die Cemex Beton-Bauteile GmbH begegnet Risiken am Arbeitsplatz mit einem effektiven Arbeitsschutzprogramm, und Sicherheit fängt bei der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) an. Jörg Schmidt, Produktionsleiter der Werke Bremke und Lahntal: „Unser Unternehmen legt großen Wert darauf, dass die Angestellten beim Betreten des Werksgeländes die komplette Persönliche Schutzausrüstung anlegen. Dazu gehören eine Warnweste, Sicherheitsschuhe, ein Schutzhelm und seit kurzem auch eine Schutzbrille.“ Gesamtbetriebsleiter Volker Weidemann ergänzt: „Das Tragen der Schutzausrüstung allein ist für uns natürlich noch lange keine Sicherheitsgarantie. Wir arbeiten mit tonnenschweren Fertigteilen, mit Staplern und Lkw – da könnte man fragen, was nutzt hier die PSA? Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz beginnen im Kopf, und zwar vor der Aufnahme der Tätigkeit. Der Profi überlegt sich, was alles passieren kann. Das disziplinierte Tragen der PSA ist das sichtbare Zeichen der gelebten Sicherheitskultur der Menschen, die hier arbeiten.“

Für Nachwuchs attraktiv

Geschäftsführer Michael Saphörster kommt regelmäßig zu Sicherheitsbegehungen in alle fünf Werke der Cemex Beton-Bauteile GmbH. „Das ist kein Kontrollbesuch, sondern ein Gesprächsangebot an die Produktionsmitarbeiter“, betont er. „Sie sollen verinnerlichen, wie wichtig Risikobewusstsein bei der täglichen Arbeit ist. Während der Sicherheitsbegehungen in der jüngsten Vergangenheit hatte ich den Eindruck, dass der Sicherheitsgedanke von den Mitarbeitern nicht mehr nur erlebt, sondern auch gelebt wird.“ Den Beschäftigten versprach er, auch in Zukunft die große Bedeutung ihrer Gesundheit immer im Auge zu behalten. „Ein weiterer wichtiger Punkt: Indem wir die Arbeit in unseren Werken sicherer gestalten, werden wir auch als Arbeitgeber für Berufseinsteiger attraktiver.“

Zum Arbeitsschutzprogramm gehören Weiterbildungen für alle Mitarbeiter in der Produktion, beispielsweise zum Thema Gefahren im Winter. Die Cemex Beton-Bauteile GmbH nutzt Angebote der Berufsgenossenschaft, wie Poster zu ver-

schiedenen Sicherheitsthemen, die überall auf den Werksgeländen aushängen. Führungskräfte und Vorarbeiter besuchen gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen von der Cemex Deutschland AG unternehmensinterne „Legacy“-Workshops. Sie beschäftigten sich mit ihrer Einstellung zur Arbeitssicherheit und ihrer persönlichen Vorbildfunktion: Der Sicherheitsgedanke soll auch weitergegeben, „vererbt“ werden (engl. legacy: Vermächtnis, Erbschaft). „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Beschäftigten sind für uns der wichtigste Erfolgsindikator“, unterstreicht Geschäftsführer Michael Saphörster. „An jedem unserer Produktionsstandorte wollen wir eine Unfallrate von null erreichen. Alle Vorgesetzten vom Geschäftsführer bis zum Vorarbeiter müssen den Sicherheitsgedanken vorleben.“

Wolfgang Pichl (erste Reihe, links), Leiter der Branchenprävention Baustoffe – Steine – Erden der BG RCI, Michael Saphörster (Mitte), Geschäftsführer der Cemex Beton-Bauteile GmbH, und Jörg Schmidt (rechts), Produktionsleiter der Werke Bremke und Lahntal.
Gratulation zu einer erstklassigen Sicherheitsleistung: Wolfgang Pichl (erste Reihe, links), Leiter der Branchenprävention Baustoffe – Steine – Erden der BG RCI, Michael Saphörster (Mitte), Geschäftsführer der Cemex Beton-Bauteile GmbH, und Jörg Schmidt (rechts), Produktionsleiter der Werke Bremke und Lahntal.
 
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