Industrienachrichten

Michelin Challenge Bibendum: Eco Driving Challenge bildet den Abschluss

Dass umweltschonende Mobilität nicht im Widerspruch zu kultiviertem Fahrspaß stehen muss, belegte die Michelin Eco Driving Challenge 2011 eindrücklich: Bei der 300 Kilometer langen Ökorallye rund um Berlin zeigten 20 Teams, dass sich besonnene Fahrweise auszahlt und mit niedrigem Kraftstoffverbrauch belohnt wird. Am Steuer von zehn Audi A8 3.0 TDI und zehn Citroën DS3 HDi stellten die Fahrer ihr Talent beim vorausschauenden Umgang mit dem Gaspedal unter Beweis.

Die Kandidaten hatten sich bei der bundesweiten Ausschreibung des ADAC im April unter 1.200 Bewerbern für die Teilnahme an der Rallye qualifiziert. Als Gäste von Michelin besuchten sie auf dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof die globale Plattform für nachhaltige Mobilität im Straßenverkehr, die Michelin Challenge Bibendum. Die Spritsparrallye bildete den Abschluss des Events, zu dem insgesamt rund 21.000 Besucher kamen.

Der ehemalige Flugplatz Tempelhof diente als Spritspar-Parcours.
Der ehemalige Flugplatz Tempelhof diente als Spritspar-Parcours.

Leitmesse für alternative Antriebe

Mit der elften Michelin Challenge Bibendum fand in Berlin eine einzigartige Leistungsshow der Automotive-Branche statt, an der sich auch die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) beteiligte. Rund 270 umweltschonende Serienmodelle und Fahrzeugstudien mit alternativem Antrieb zeigten fünf Tage lang auf dem ehemaligen Flughafengelände im Herzen Berlins, wie der nachhaltige Straßenverkehr von morgen aussehen könnte. In zahlreichen Workshops und Vorträgen diskutierten die Fachbesucher wichtige Fragen zur sauberen, sicheren und vernetzten Mobilität. Die BG RCI war unter anderem mit dem „Risiko-raus!“-Mobil zum Thema sicher transportieren vertreten.

Zu den Highlights zählte neben den erstmals angebotenen Publikumstagen auch die Fahrzeugparade zum Brandenburger Tor, bei der Berliner und Touristen die einzigartige Gelegenheit hatten, die Autos der Zukunft im öffentlichen Straßenverkehr zu erleben.

Zusätzlich fand die öffentliche Ausstellung großes Interesse. Die Gäste testeten in mehreren Tausend Testfahrten viele der gezeigten Modelle selbst.

Der Überschlagsimulator fand großes Interesse am Stand der BG RCI.
Der Überschlagsimulator fand großes Interesse am Stand der BG RCI.

Zuspruch bekam das Großevent in der deutschen Metropole auch von den Automotive-Fachleuten: „Bei der Michelin Challenge Bibendum trifft man eine Reihe hochkarätiger Fachleute, die man sonst nicht ohne Weiteres zusammenbekommt“, so Peter Brunner, Experte für Transport bei der Europäischen Kommission. „Ich habe es nicht eine Minute bereut, nach Berlin gekommen zu sein“, betonte Brunner. Die Ergebnisse der Workshops und Seminare werden im kommenden Herbst vorgestellt.

Auch aus den Ausstellerkreisen erhielt die Michelin Challenge Bibendum positives Echo: „Wir haben bei den Publikumstagen viele Leute getroffen, die sich sehr für unser Thema Car Sharing interessieren“, so Martina Schnabel, Product Manager Marketing bei Arval BNP Parisbas Group, die vernetzte Fahrzeugpoolsysteme für ihre Kunden umsetzt.

Das Fazit von Dieter Freitag, Direktor Michelin Deutschland, Österreich und Schweiz zur elften Michelin Challenge Bibendum ist eindeutig: „Die große Resonanz zeigt eindrucksvoll, dass das Thema ‚Wie bewegen wir uns in Zukunft fort?‘ mehr denn je im Fokus steht. Ich freue mich deshalb bereits heute auf den nächsten Austausch der Experten und die Beteiligung der Besucher bei unserer zwölften Plattform für nachhaltige Mobilität.“

 
Weitere Informationen


Nutzfahrzeuge unter Strom

Hybrid-Lkw empfohlen

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussionsrunden in Berlin war die Entlastung der Straßennetze im Stadtverkehr. Als beste Lösung definierten die Fachgremien im Rahmen der Michelin Challenge Bibendum den konzentrierten Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Die Experten sehen dafür die schnellste und kostengünstigste Lösung im Einsatz von Bussen. Der Wirkungsgrad der Busse lässt sich darüber hinaus durch Hybridtechnik und Elektroantrieb weiter verbessern.

Im Bereich Lkw-Logistik für den Regional- und Fernverkehr empfahlen die internationalen Verkehrsspezialisten moderne und effiziente Lkw mit hohem Wirkungsgrad. Für den städtischen und den Fernverkehr sehen die Experten Hybrid-Lkw als die sauberste Lösung für die Zukunft.

Im Bereich Verkehrssicherheit erbrachten die Workshops ebenfalls wichtige Ergebnisse: So veranschlagten die Diskussionsteilnehmer eine Rendite von 15 Euro für jeden investierten Euro in die Sicherheit des Straßennetzes.

Lkw mit Hybridantrieb
Lkw mit Hybridantrieb müssen nach Meinung der Experten verstärkt eingesetzt werden.

Elektromobilität

VDA-Präsident Matthias Wissman unterstrich in seiner Rede zur Eröffnung der Challenge, dass die Entwicklung alternativer Antriebe – zu denen selbstverständlich die Elektromobilität gehöre – nicht nur eine Imagefrage sei, sondern eine klare Notwendigkeit. „Weltweit wächst jede Woche die Zahl der Menschen, die in Megacitys leben, um rund eine Million. Diese Menschen werden weiterhin den Wunsch nach individueller Mobilität haben“, sagte Wissman weiter und betonte, dass die Automobilindustrie es sich zur Aufgabe gemacht habe, entsprechende Lösungen zu entwickeln.           

Stelldichein der Sparfahrzeuge.
Stelldichein der Sparfahrzeuge.