Industrienachrichten

Asphalt: Dramatischer Rückgang mit Folgen

2010 ging die Produktion von Asphaltmischgut im Vergleich zum Vorjahr um knapp 20 Prozent zurück. Das gab der Präsident des Deutschen Asphaltverbandes (DAV), Bernd Lange, bekannt. Wurden 2009 noch 55 Mio. Tonnen Asphalt produziert, stürzte der Wert im zurückliegenden Jahr auf 45 Mio. ab und erreichte damit den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung.

Als Hauptgrund für den Einbruch nannte Lange die ausbleibenden Investitionen der Städte und Gemeinden. Anfang 2010 war man noch von einem viel moderateren Rückgang ausgegangen. Denn der schlechte Straßenzustand vor allem im kommunalen Bereich infolge des harten Winters ließ die Asphaltindustrie auf Investitionen hoffen. Die Erhaltungsmaßnahmen, um einen Wertverfall der Straßen zu verhindern, blieben jedoch aus.

Bereits jetzt ist nach Schätzungen des ADAC jede zweite kommunale Straße beschädigt. Werden die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen nicht angegangen, werde sich der Zustand des Straßennetzes weiter verschärfen, so der DAV. „Der Rückgang der kommunalen Investitionen verbunden mit der Schlaglochmisere zeigt deutlich, dass die kommunalen Haushalte mit mehr finanziellen Mitteln für die Straßenerhaltung ausgestattet werden müssen“, appellierte Bernd Lange an die Politik.

 
Weitere Informationen

asphalt-Logo