VDMA Bau- und Baustoffmaschinen: Tiefer Fall 2009 – 2010 Erholung erkennbar

Der Umsatz der deutschen Bau- und Baustoffmaschinenindustrie fiel 2009 nominal um 43 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. „Das war für unsere Branche das schwierigste Jahr, das es je gab“, stellte Dr. Christof Kemmann, Vorsitzender des VDMA- Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen, fest.

Vor allem die Umsätze der Baumaschinenhersteller stürzten 2009 ab; im Vergleich zum Vorjahr um 51 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Kompaktmaschinen waren dabei etwas weniger betroffen als Großgeräte. Bei Baustoffmaschinen fiel das Umsatz-Minus mit 18 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro moderater aus. In beiden Teilbranchen gingen gegenüber 2008 auch die Bestellungen deutlich zurück, bei Baumaschinen um 46 Prozent, bei Baustoffmaschinen um 58 Prozent. Die exportabhängige Bau- und Baustoffmaschinenindustrie hat vor allem mit dem Wegbrechen ihrer Auslandsmärkte zu kämpfen. Russland und Osteuropa, der bis 2008 noch boomende Nahe und Mittlere Osten sowie die USA und europäische Volumenmärkte wie Spanien fielen 2009 weitgehend aus. Sie versprechen auch für das laufende Jahr keine grundlegende Erholung. Die Exportquote der Bau- und Baustoffmaschinenindustrie ist damit erstmals seit Jahren wieder gesunken und beträgt bei Baumaschinen nun 66 Prozent und bei Baustoffmaschinen 79 Prozent.

2010 soll besser werden. Nach dem tiefen Fall im Vorjahr erwarten die Hersteller von Baumaschinen ein leichtes Umsatzplus von fünf Prozent. Die Unternehmen der Baustoffmaschinenindustrie gehen davon aus, dass ihre Umsätze nochmals um zehn Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr, allerdings mit einer starken Spreizung innerhalb der Teilbranchen. „Selbst ein leichtes Wachstum ändert nichts daran, dass die Branche sich auch 2010 weit unter dem Niveau der Vorjahre bewegt“, sagte Kemmann. Man müsse sich heute mit den Jahren vor dem Boom vergleichen.

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