Transportbeton-Produktion sinkt auf Niveau von 1970

Nach Berechnungen des Bundesverbandes der Deutschen Transportbetonindustrie (BTB) ging die Produktion von Transportbeton im Jahr 2009 um acht Prozent auf nur noch 37,7 Millionen Kubikmeter zurück. (2008: 41,1 Millionen) Ein solcher Wert wurde zuletzt 1970 erreicht – nur bezogen auf die alten Bundesländer. Doch während die Zahl von 37,7 Millionen Kubikmetern im Jahr 1970 einen Zuwachs von 30 Prozent während eines beispiellosen Baubooms bedeutete, ist das Ergebnis von 2009 Tiefpunkt einer mehr als zehnjährigen Talfahrt der Branche. Die rückläufige Produktion ist sowohl Resultat eines schweren Zusammenbruchs des Wirtschaftsbaus aufgrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise als auch Ergebnis eines nur schwach steigenden Wohnungs- und Tiefbaus. Hinzu kommt, dass sich die baurelevanten Maßnahmen des Konjunkturpakets im vergangenen Jahr zu spät in Bautätigkeit umsetzten, um noch wesentliche Impulse nach oben geben zu können.

Auch für das laufende Jahr sieht der Präsident des BTB, Dr. Erwin Kern, noch keine Erholung. Die derzeit schwache Auslastung der Industrie mache selbst beim Anziehen der Konjunktur keine Kapazitätserweiterungen im Wirtschaftsbau erforderlich und würde das Bauvolumen vorerst nicht erhöhen. Chancen sieht Dr. Kern dagegen bei der Verwendung von Transportbeton im Straßenbau. So sei jüngst eine Bundesstraße in Hessen mit Transportbeton gebaut worden.

Auch der Einsatz von Beton als Wandbaustoff sei im Zuge der verschärften Anforderungen an die bauphysikalischen Qualitäten im Kommen. Tragfähige schlanke Betonkonstruktionen erfüllen auch bei größeren Dämmstoffdicken die Anforderungen der Energieeinsparungsverordnung und bieten zudem die Möglichkeit für die gleichzeitige energetische und tragwerksaktive Nutzung – zum Beispiel als saisonale Wärmespeicher oder zur Betonkernaktivierung.

www.transportbeton.org