Holcim: 2009 deutlicher Gegenwind

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gelang es der Holcim Deutschland Gruppe im Jahr 2009, das Geschäftsjahr erneut mit einem insgesamt zufriedenstellenden Ergebnis abzuschließen und die hohe Kundenorientierung zu halten. Die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe sanken im Jahr 2009 leicht auf 364 Millionen EUR (Vorjahr 366 Millionen EUR) ab. Dieses Umsatzniveau konnte nur aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der nordrheinwestfälischen Betonaktivitäten in den Konsolidierungskreis gehalten werden.

„Mit konzentriertem Preis- und Margenmanagement, einer guten Auslastung der Zementwerke, strikter Kostendisziplin, engagiertem Qualitätsmanagement und aktiver Mitarbeiterinformation erzielten wir wichtige Beiträge zur Sicherung unserer Wertschöpfungskette“, erklärt Leo Mittelholzer, Vorstandsvorsitzender der Holcim (Deutschland) AG.

Im Segment Bindemittel verzeichnete das Inlandsgeschäft deutliche Rückgänge. Dem gegenüber sorgte das Projektgeschäft für erfreuliche Lichtblicke: Holcim Deutschland versorgt seit dem Frühjahr 2009 das Großprojekt Nord Stream – den Bau der Ostseepipeline von Russland nach Deutschland – mit Zement. Auch die Exportgeschäfte halfen, bei einem insgesamt schwächeren Inlandsmarkt die Auslastung der Zementwerke zu sichern.

In Niedersachsen wurde die Position im Marktbereich Hannover/Celle/Hildesheim durch den Aufbau der Kieswerke Penzhorn und Ruthe sowie durch die Übernahme des Kieswerkes Uetze zum Januar 2010 erneut deutlich gestärkt. Beim Transportbeton standen zudem die Optimierung der Standorte in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern sowie die weitere Industrialisierung im Fokus. Ferner wurde die Integration der 2008 erworbenen Vetra-Gruppe wie geplant fortgesetzt.

Aufgrund der bestehenden schwierigen Rahmenbedingungen bleiben Prognosen für 2010 weiter schwierig. „Die Holcim Deutschland Gruppe geht somit in schwieriger werdende Jahre 2010 und 2011. Der harte Winter in den ersten zehn Wochen diesen Jahres wirkt zusätzlich belastend auf den Geschäftsverlauf. Ausgehend von der bislang zufriedenstellenden Ertragslage im Jahr 2009, einer ausgewogenen Vermögenslage und einer gesicherten Liquiditätslage mit ausreichenden Finanzierungsreserven stellen wir uns auf herausfordernde Umstände ein: Die zu erwartende Ertragslage in den kommenden zwei Jahren wird sich bei rückläufigen Absatzmengen und Umsatzerlösen auf einem niedrigeren Niveau einpendeln“, erwartet Vorstandschef Leo Mittelholzer.

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Transportbetonwerk
Auch die Bereiche Transportbeton und Betonfertigteile verspürten einen verstärkten Preisdruck