Förderpreis "Hersteller"

Trainieren – bevor es eng wird!

Katharina Nadolny, Werner Ochse

Dräger Safety AG & Co. KG aA

Reparaturen, Inspektionen, Wartungs- und Reinigungsarbeiten in Behältern, Silos, Schächten und engen Räumen gehören zu den risikoreichsten Tätigkeiten in der Baustoffindustrie. Immer wieder ereignen sich dabei schwere und auch tödliche Unfälle. Fundiertes Wissen über mögliche Gefahren und deren Vermeidung oder Bewältigung sind unerlässlich. Doch häufig beschränkt sich dieses auf theoretische Schulungen, denn nicht überall sind Voraussetzungen für notwendiges praktisches Training optimal gegeben.

Von Katharina Nadolny und Werner Ochse im Unternehmen Dräger Safety AG & Co. KG aA wurde eine auf einem PKW-Anhänger installierte mobile Trainingsanlage entwickelt. Das in der Theorie vermittelte Wissen kann damit in der Praxis unmittelbar geübt werden. Dazu gehören unter anderem das Einsteigen in Silos, Tanks oder Schächte oder das Retten von Personen. Auch können verschiedenste Einsatzbedingungen wie Hitze, Nebel, Teilbeflutung, verschiedene Einstiege und Rohrsysteme simuliert werden. Mit einem Flächenbedarf von 10 mal 10 Metern kann die mobile Anlage praktisch überall eingesetzt werden.

Die Jury hat Katharina Nadolny und Werner Ochse von der Dräger Safety AG & Co. KG aA den Förderpreis 2010 in der Kategorie „Hersteller“ zuerkannt, weil mit der von ihnen entwickelten mobilen Trainingseinheit „CSE“ vielen Unternehmen die Möglichkeit gegeben wird, Schulungsmaßnahmen in einem sicherheitstechnisch und organisatorisch kritischen Arbeitsbereich für die Mitarbeiter so durchzuführen, dass die vermittelten Kenntnisse direkt und systematisch in die Praxis umgesetzt und trainiert werden können.

Durch den regelmäßigen Einsatz dieses Übungsgerätes wird ein einheitlicher Wissens- und Trainingsstand der Mitarbeiter gewährleistet, so dass Reparatur- und Wartungsarbeiten sowie eventuelle Rettungsmaßnahmen auch unter erschwerten Bedingungen jederzeit sicher und effektiv ausgeführt werden können. Dieses innovative Trainingskonzept leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes in der Baustoff-Industrie.

Platz ist auf dem kleinsten Werksgelände: 100 Quadratmeter benötigt die mobile Trainingseinheit von Dräger. Trainer Michael Bergold (links) weist die Teilnehmer ein.
Platz ist auf dem kleinsten Werksgelände: 100 Quadratmeter benötigt die mobile Trainingseinheit von Dräger. Trainer Michael Bergold (links) weist die Teilnehmer ein.
mobile Anlage
Drei für die Prävention wichtige Themen können mit der mobilen Anlage geübt werden: Das Freimessen, der Test, ob genügend Sauerstoff im Behälter ist, der gefährliche Einstieg und zum Schluss die richtige Rettung von Verunglückten
Katharina Nadolny, Portfoliomanagerin bei Dräger, und ihr Kollege Werner Ochse (Geschäftsbereich Bergbau und Versorger) hatten die Idee zur mobilen Trainingseinheit
Katharina Nadolny, Portfoliomanagerin bei Dräger, und ihr Kollege Werner Ochse (Geschäftsbereich Bergbau und Versorger) hatten die Idee zur mobilen Trainingseinheit
Für Wartungs- und Reinigungsarbeiten in Behältern und Silos müssen die Beschäftigten durch enge Einstiege. Mit der mobilen Trainingseinheit von Dräger lässt sich auch das Retten an diesen Stellen prima trainieren
Für Wartungs- und Reinigungsarbeiten in Behältern und Silos müssen die Beschäftigten durch enge Einstiege. Mit der mobilen Trainingseinheit von Dräger lässt sich auch das Retten an diesen Stellen prima trainieren