Förderpreis "Gesundheitsschutz"

Polymerbeton – schädliche Emissionen erfolgreich reduzieren

Preisträger: Karsten Volkmann, Barbara Leydolph, Ulrich Palzer, Simone Palzer, Steffen Schicke, Thorsten Hagedorn, Alrik Badstübner, , Thomas Meyer, Martin Prigge, Edelgard Becker, Patrick Welzel, Dr. Uwe Wienhold

Meyer Rohr + Schacht GmbH, Institut für Fertigteiltechnik und Fertigbau Weimar, Wienhold Consult

Förderpreislogo

Da herkömmliche Betonrohre gegen aggressive Abwässer nicht resistent genug sind, werden in Deutschland Abwasserrohre häufig aus Polymerbeton hergestellt. Dieser besteht aus den Füllstoffen Sand, Kies und verschiedenen Reaktionsharzen als Bindemittel. Der Polymerbeton ist sehr chemikalienbeständig und hat eine glatte und abriebfeste Oberfläche. Die zur Herstellung von Polymerbeton verwendeten ungesättigten Polyesterharze sind lösemittelhaltig und damit gesundheitsgefährdend und umweltbelastend.

Auf Initiative der Meyer Rohr+Schacht GmbH, Stendal, begann die Firma Wienhold Consult, Magdeburg, mit Unterstützung des Instituts für Fertigteiltechnik und Fertigbau Weimar e. V. (IFF) einen auf Bioölbasis bestehenden Polymerbeton zu entwickeln. Im Ergebnis wurde ein Produkt entwickelt, welches die gleichen mechanischen und chemischen Eigenschaften wie herkömmlicher Polymerbeton hat, aber bei der Produktion frei von gesundheitsschädlichen Auswirkungen ist.

Die Jury verleiht den Förderpreis 2010 in der Kategorie „Gesundheitsschutz“ an Karsten Volkmann, Thomas Meyer, Martin Prigge, Edelgard Becker und Patrick Welzel von der Meyer Rohr+ Schacht GmbH, Stendal, an Dr.-Ing. Barbara Leydolph, Dr.-Ing. Ulrich Palzer, Dr.-Ing. Simone Palzer, Steffen Schicke, Thorsten Hagedorn und Alrik Badstübner vom Institut für Fertigteiltechnik und Fertigbau Weimar e. V. (IFF) und an Dr. Uwe Wienhold von Wienhold Consult für die Entwicklung eines auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen hergestellten Polymerbetons. Dieser weist ein vergleichbares Eigenschaftsniveau auf wie der petrochemische Polymerbeton, entwickelt jedoch bei der Verarbeitung kein gesundheitsgefährdendes Potential. Die Jury hebt hervor, dass durch die Arbeit der Preisträger nachgewiesen werden konnte, dass die bisher als Bindemittelmatrix verwendeten ungesättigten Polyesterharze nunmehr durch umwelt- und gesundheitsfreundliche epoxidierte Pflanzenöle ohne Qualitätseinbußen bei der Herstellung von Polymerbeton ersetzt werden können.

Dipl.-Ing. Karsten Volkmann und Dr. Uwe Wienhold bei der Modifikation der Werkstoffrezeptur des Polymerbetons
Dipl.-Ing. Karsten Volkmann und Dr. Uwe Wienhold bei der Modifikation der Werkstoffrezeptur des Polymerbetons
Alles ohne gesundheitsgefährdende Lösungsmittel: Das imposante Lager mit den fertigen Rohren bei der Firma Meyer Rohr+Schacht GmbH
Alles ohne gesundheitsgefährdende Lösungsmittel: Das imposante Lager mit den fertigen Rohren bei der Firma Meyer Rohr+Schacht GmbH
Dipl.-Ing. Karsten Volkmann (Firma Meyer Rohr+Schacht), Dipl.-Ing. Steffen Schicke, Dipl.-Ing. Alrik Badstübner, Dipl.- Ing. Thorsten Hagedorn, Dr.-Ing. Barbara Leydolph, Dr.-Ing. Simone Palzer und Dr.-Ing. Ulrich Palzer (von links), Mitarbeiter des Instituts für Fertigteiltechnik und Fertigbau
Dipl.-Ing. Karsten Volkmann (Firma Meyer Rohr+Schacht), Dipl.-Ing. Steffen Schicke, Dipl.-Ing. Alrik Badstübner, Dipl.- Ing. Thorsten Hagedorn, Dr.-Ing. Barbara Leydolph, Dr.-Ing. Simone Palzer und Dr.-Ing. Ulrich Palzer (von links), Mitarbeiter des Instituts für Fertigteiltechnik und Fertigbau
Das Projektteam Meyer Rohr+Schacht GmbH mit Dipl.-Ing. Karsten Volkmann, Thomas Meyer, Edelgard Becker, Dr. Uwe Wienhold (von links)
Das Projektteam Meyer Rohr+Schacht GmbH mit Dipl.-Ing. Karsten Volkmann, Thomas Meyer, Edelgard Becker, Dr. Uwe Wienhold (von links)