Mit „Risiko raus“ Potenziale nutzen!

Helmut Ehnes

Griechenland am Rande des Staatsbankrotts – aber Griechenland ist ja weit weg. Wirklich?

Ich glaube, Griechenland ist näher als uns lieb sein kann. Wer über seine Verhältnisse lebt, wird es irgendwann zu spüren bekommen. Über unsere Verhältnisse leben wir aber in Europa und in der globalen Welt wohl alle. Aber warum? Jeder mittelständische Unternehmer kann nur mit realen Werten wirtschaften – genauso wie jeder Familienvater. Tut er es nicht, sind die Konsequenzen in kürzester Zeit spürbar. Und was tun Politik und Finanzwirtschaft? Offensichtlich hat man dort den Bezug zur Realität verloren. Den sorglosen Aussagen von Politikern in Talkshows kann man entnehmen, dass sie sich über die Anzahl der Nullen ihrer sogenannten Hilfspakete keineswegs im Klaren sind. Und die Finanzjongleure: Sie sind eines der globalen Übel unserer Welt. Sie spielen Monopoly in Zeiten wirtschaftlicher Hochkonjunktur und machen auch in der Krise ihren Reibach.

Was ich damit sagen will: Wir müssen in Deutschland, in Europa, in der Welt, in der Politik und in der Finanzwirtschaft wieder zu den realen Werten zurückkehren. Nur Wissen und Ideen, nur Bildung und Leistungsbereitschaft, nur hieraus geschaffene Produkte und Werte sind es, die uns im globalen Wettbewerb erfolgreich machen – oder eben nicht. Nur auf dieser Basis können wir uns auch die sozialen Errungenschaften leisten, die wir alle schätzen.

Lassen Sie mich diesen Rahmen heute zum Anlass nehmen, Ihnen für Ihr Unternehmen ein reales Angebot zu machen: Arbeitsunfälle sind nicht nur Ursache menschlicher Tragödien, sie kosten auch viel Geld. Sehr viel Geld, das Ihnen an anderer Stelle fehlt. Die gesetzliche Unfallversicherung widmet sich in ihrer neuen bundesweiten Präventionskampagne „Risiko raus!“ den inner- und außerbetrieblichen Verkehrs- und Transportunfällen. Wir tun das, weil dies einer der größten Unfallschwerpunkte ist. Fast ein Viertel der meldepflichtigen – das sind 230.000 – und 42 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle lassen sich bundesweit und über alle Branchen diesem Bereich zuordnen. Einschließlich der Wegeunfälle belaufen sich die hierfür aufzuwendenden Kosten auf sage und schreibe 2,5 Milliarden Euro – Jahr für Jahr. Bei der BG RCI ist die Situation nicht anders. Deshalb beteiligen wir uns an der „Risiko raus!“-Kampagne und ermuntern Sie alle zum Mitmachen.

Die Risiken, die wir gemeinsam bekämpfen müssen, sind vielfältig: Vom Muldenkipper bis zum Gabelstapler, vom Klassiker Förderband bis zu verketteten Transportsystemen, vom Dienst-Pkw bis zum Lkw reicht die betroffene Maschinenpalette. Im Rahmen einer vorgeschalteten Analyse haben wir vor allem vier Themen identifiziert, denen wir uns widmen müssen: Sicheres Fahren mit angepasster Geschwindigkeit, sehen und gesehen werden, Ladungssicherung und Rückhaltesysteme.

Um Ihre betrieblichen Aktivitäten zu unterstützen und Ihnen die Planung und Organisation von Aktionen im Betrieb so einfach wie möglich zu machen, haben wir für Sie eine Vielzahl von Unterstützungsangeboten entwickelt: unter anderem passende Kampagnenplakate, eine „Risiko raus!“-Ausstellung für die großen Standorte und das „Risiko raus!“-Mobil für kleine und mittelgroße Betriebe. Fragen sie Ihren Präventionsberater – er wird Ihnen gerne weiterhelfen. Alles Wissenswerte zur Kampagne finden Sie auch auf unserer „Risiko raus!“-Website www.risiko-raus-kampagne.de.

Zum Schluss eine simple Rechenaufgabe zum realen Nachdenken: Betriebliche Unfallkosten von 10.000 Euro sind bei genauer Betrachtung keine Seltenheit – gerade bei Transport- und Verkehrsunfällen eine Realität. Dividieren Sie diesen Wert durch die heutzutage erzielbare Gewinnmarge und Sie erhalten den Betrag, um den sie Ihren Umsatz mit realen Aufträgen steigern müssen, nur um die negativen wirtschaftlichen Folgen dieses einen Unfalles auszugleichen. Das menschliche Leid aber bleibt!

Ihr Helmut Ehnes