Auch in diesem Jahr: Gute Nachrichten zum Thema "Beitrag"

Ulrich Schmidt

Als unsere Mitgliedsunternehmen vor wenigen Wochen ihre Beitragsbescheide für das Geschäftsjahr 2007 erhalten haben, konnten die meisten von ihnen feststellen, dass für sie in finanzieller Hinsicht erneut eine erfreuliche Entwicklung eingetreten ist. Diese kam nicht zuletzt darin zum Ausdruck, dass Beiträge in Höhe von insgesamt 6,5 Millionen Euro an mehr als die Hälfte unserer rd. 5.000 Mitgliedsfirmen erstattet werden konnten. 

Ursächlich für diesen Umfang der Erstattungen war unter anderem, dass bei unserer Berufsgenossenschaft zu Beginn des letzten Jahres ein revidierter Gefahrtarif in Kraft getreten ist, der aufgrund der jüngeren - positiven - Entwicklung bei den Unfall- und Berufskrankheitenzahlen bzw. deren Kosten deutliche Veränderungen im Vergleich zur letzten Tarifperiode aufweist. Hier haben sich für fast alle Gewerbezweige niedrigere Gefahrklassen ergeben, die dementsprechend eine wesentlich günstigere Basis für die Beitragsberechnung bewirkten. Auch die Gesamtsumme der beitragspflichtigen Entgelte, die ein wichtiger Faktor bei der Beitragsberechnung ist, war im Bereich der Steine und Erden-Industrie erstmals seit einem Jahrzehnt wieder deutlich gestiegen und hat sich damit im Ergebnis für unsere Mitgliedsunternehmen vorteilhaft ausgewirkt.

Neben den Entgeltsummen und  den für das Unternehmen einschlägigen Gefahrklassen kommt aber noch einer dritten Einflussgröße maßgebliche Bedeutung zu: dem vom Vorstand der Berufsgenossenschaft jährlich neu festzusetzenden Beitragsfuß. Dabei handelt es sich zwar um eine reine, von der Entgelt- und Ausgabenentwicklung abhängige Rechengröße, welche für sich gesehen noch nichts über die Höhe des von dem einzelnen Unternehmen zu zahlenden Beitrags aussagt. Gleichwohl besteht eine enge Wechselbeziehung des Beitragsfußes zu den Gefahrklassen: eine Senkung der Gefahrklassen bei im Wesentlichen gleichen Ausgaben, deren Höhe bei unserer Berufsgenossenschaft immer noch entscheidend von Kosten weit zurückliegender Versicherungsfälle bestimmt wird, hat im Regelfall eine proportionale Erhöhung des Beitragsfußes zur Folge. Dass dieser Beitragsfuß, der bereits im letzten Jahr bei wesentlich höheren Gefahrklassen auf Beschluss des Vorstands durch finanzielle Stützungsmaßnahmen deutlich abgesenkt wurde, in diesem Jahr nur unwesentlich höher (von 6,11 auf 6,25) als im Vorjahr festgesetzt werden konnte, ist erneut der vorausschauenden Finanzplanung unseres Vorstands zu verdanken. Auch bei der diesjährigen Festsetzung des Beitragsfußes  kam der bei unserer Berufsgenossenschaft eingerichteten Stabilitätsreserve, die da zu dienen soll, das von den Mitgliedern aufzubringende Umlagesoll zu verringern und dadurch den Beitragsfuß zu stabilisieren oder sogar abzusenken, überragende Bedeutung zu. Ohne den Einsatz dieser Mittel hätte dieser wesentlich höher als im Vorjahr festgesetzt werden müssen. Die einzelnen Finanzdaten sowie nähere Einzelheiten darüber, in welchem Umfang sich bei dieser Beitragsgestaltung auch die Ausgleichsberechtigung unserer Berufsgenossenschaft im Rahmen des Lastenausgleichs ausgewirkt hat, finden Sie  unter der Rubrik "Umlage 2007". Interessante Hintergrundinformationen zum Thema "Lastenausgleich", insbesondere im Hinblick auf dessen wirtschaftliche Notwendigkeit für bestimmte Gewerbezweige, enthält der Bericht in dieser Ausgabe.