Bell-Neuheiten 2008: Mehr als nur Modellpflege

Mit einer grundlegenden Überarbeitung der Modelle seiner aktuellen D-Serie an knickgelenkten Muldenkipper geht Bell Equipment ins Modelljahr 2008. Zahlreiche Neuerungen der intern als "Mark 5" bezeichneten Generation wurden auf der Bauma 2007 vorgestellt und inzwischen in nahezu allen fünf Baureihen von 23,2 bis 45,6 Tonnen Nutzlast umgesetzt.

Der neue 240kW-starke Bell B30D löste im Herbst vergangenen Jahres die alte 205 kW-Version komplett ab. Hauptverantwortlich für das Leistungsplus ist der neu eingebaute Mercedes-Benz-Turbodiesel OM 926LA, der zudem 25 Prozent mehr Drehmoment (1250 Nm bei 1200 - 1600 U/min) liefert. Dies machte zahlreiche Veränderungen bei Nebenaggregaten und im Antriebsstrang notwendig. Größere Kühler versorgen jetzt den hubraumstärkeren 7,2-l-Reihensechszylinder. Die hoch effiziente ZF-Ecomat-Lastschaltautomatik erhielt einen stärkeren integrierten Drehmomentwandler. Eine verstärkte Kardanwelle leitet die Kraft an Mittel- und Hinterachsen, die jetzt mit Bell-eigenen Differenzialen ausgestattet sind.

Im Zusammenspiel mit den auch in den übrigen Bell-Dumpern umgesetzten Verbesserungen in Fahrwerk und Aufbau summiert sich der Leistungsgewichtsvorteil des neuen Bell B30D gegenüber dem Vorgängermodell auf annähernd 20 Prozent! Vor allem das niedrige Fahrzeug-Bruttogewicht von knapp 46 Tonnen setzt neue Maßstäbe in der 30-Tonnen-Klasse.

Erstmals in seiner kleinen Klasse bietet Bell Equipment vor allem für Extrem-Einsätze unter nassen Bedingungen jetzt optional ein Ölbad-Bremssystem an allen Achsen. In der Standardversion bremst der Bell B30D weiterhin mit konventionellen Scheibenbremsen, unterstützt von der sechsstufig vorwählbaren Retarderkombination aus Getrieberetarder und Motor-/Auspuffbremse. Als weiteres Sicherheitsplus bietet Bell Equipment jetzt in allen Modellen eine elektronische Geschwindigkeitsbegrenzung, die bei schlechter Witterung oder als grundsätzliche Maßnahme zur Steigerung der betrieblichen Sicherheit vom Fahrpersonal oder Betriebsleiter aktiviert werden kann.

Leistung im neuen Look

Während sich die letzte Modellpflege der Bell D-Serien-Dumper im Jahre 2006 mit weitgehenden Veränderungen am Fahrerarbeitsplatz, Tier-3-Motoren, neuer Fahrzeugelektronik und Fahrwerksverbesserungen vor allem unter der Karosserie vollzog, ist die größte Veränderung der Baureihe 2008 klar erkennbar: Bell Equipment wechselt in allen Baureihen von den Rippenmulden zur neuen selbsttragenden Konstruktion mit glatten Seiten- und Frontwänden.

In dreijähriger Entwicklungszeit entstand unter Verwendung moderner computergestützter Analyse- und Simulationswerkzeuge ein neues Muldenkonzept, das seine Eignung in langen Praxistests unter Beweis stellen musste. Auf Grundlage dieses Konzepts wurden dann die Muldenkörper für die einzelnen Baureihen entwickelt. Dieses auch bei anderen Bell-Fahrzeugkomponenten bewährte quasi-modulare Prinzip führte unter Einbeziehung vielfältiger Belastungsszenarien aus einem breiten Anwendungsspektrum zu hoch standfesten Muldenlösungen.

Die Aufnahmen und Auflagepunkte der neuen Mulden entsprechen in allen Baureihen den alten Rippenkonstruktionen - lediglich die Befestigung der Kippzylinder wurde verändert. Auch die Muldeninhalte blieben identisch, allerdings bauen die neuen selbsttragenden Bell-Mulden jetzt flacher, was ein nochmals verbessertes Abkippverhalten und optimierte Lastschwerpunkte im Fahrbetrieb gewährleisten soll. Eine noch niedrigere Ladehöhe sowie eine höhere Abkippkante bringen wichtige Vorteile in der täglichen Praxis.

Alle neuen Mulden sind aus hochwertigen 400-Brinell-Stählen gefertigt. Die größere Materialstärke gegenüber den Rippenkonstruktionen macht Muldenauskleidungen bei bestimmten Anwendungen jetzt unnötig, andererseits lassen sich die Verschleißbleche für Extrem-Einsätze jetzt deutlich einfacher anpassen und einsetzen. Die computer-optimierte Muldenform leitet hohe Schlagbelastungen überdies besser über die Seitenwände ab, was zu einer deutlich längeren Lebensdauer führt. Die Einführung der neuen Mulden ist bis zum Modell Bell B40D abgeschlossen - das 50-Tonnen-Spitzenmodell folgt in diesem Jahr.

www.bellequipment.de

 

 

Bell-Mulde
Bell-Mulde
Das Design der neuen Bell-Mulden verspricht beste Allround-Eigenschaften über ein großes Materialspektrum. Das kommt insbesondere dem 40-Tonner Bell B40D mit seinen besonders vielfältigen Einsätzen in Erdbau und Gewinnung entgegen.