Baustoffbranche stellt sich auf neue REACH-Verordnung ein

Am 1. Juni 2007 trat mit der REACH-Verordnung (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien) ein europäisches Regelwerk in Kraft, das mit einem bisher nicht gekannten Aufwand in Brüssel entwickelt worden ist und das die europäische Chemikalienpolitik grundlegend verändern wird. „Auch die Unternehmen der Baustoff-Steine- und Erden-Industrie werden in unterschiedlichem Ausmaß von der Verordnung betroffen sein“, so Hans Helmuth Jacobi, Vizepräsident des Bundesverbands Baustoffe - Steine und Erden e.V. (BBS). Jacobi rät den 5.900 Betrieben der Branche dringend, sich jetzt mit den neuen Regelungen vertraut zu machen.

Aus Sicht der Zementindustrie ist einerseits zu begrüßen, dass die großvolumigen Einsatzstoffe Kalkstein und Kohle sowie das Zwischenprodukt Zementklinker von der kostenintensiven Registrierungspflicht ausgenommen wurden. Andererseits gilt, dass die Zementhersteller als Bezieher von registrierungspflichtigen Stoffen als „Downstream User“ zusätzlichen In-formations- und Berichtspflichten nachkommen müssen.

Zur Information der Unternehmen hat der VDZ am 09.02.2007 in Düsseldorf eine Fachtagung durchgeführt. Der BBS hat für seine Mitglieder einen Leitfaden herausgegeben.

„Diese Broschüre erhebt ausdrücklich nicht den Anspruch, alle Einzelheiten der umfangreichen REACH-Verordnung behandeln und klären zu wollen. Sie soll vielmehr dem Betriebspraktiker einen Überblick über die Thematik verschaffen, während Detailfragen mit den Fachverbänden zu klären sein werden“, erläuterte Jacobi.