Personalentstaubung ohne Druck

Die Personenreinigung in der Mineralaufbereitungs- und Baustoffindustrie steht auf dem Prüfstand. Traditionelle Drucklufttechniken sind laut und führen mitunter zu Verletzungen. Abhilfe versprechen Gebläsesysteme, die zudem leiser sind und sparsamer im Verbrauch.

Lafarge gilt als weltweit führender Hersteller von Baustoffen mit Spitzenpositionen in den Geschäftsbereichen Zement, Zuschlagstoffe, Beton und Gips. Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit 71.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 70 Ländern.

Da es speziell in diesen Produktionsbereichen zur massiven Staubentwicklung kommt, setzt  Lafarge Plasterboard Ltd. in Bristol zur Entstaubung seiner Mitarbeiter auf gebläsebetriebene Handgeräte. Diese befinden sich an sämtlichen strategischen Ausgängen der Anlage und sollen verhindern, dass der in den Textilien der Mitarbeiter befindliche Staub aus den Produktionsbereichen in die Verwaltungsabteilungen, ins Auto oder nach Hause getragen wird.

Auf die Idee, dass Handgebläseeinheiten gegenüber Druckluftpistolen gesundheitlich völlig unbedenklich sind, kam Llyod Fennell, ein zuständiger Mitarbeiter von Lafarge, der bereits in seiner vorangegangenen Tätigkeit bei einem Papierhersteller positive Erfahrungen mit solchen Einrichtungen gesammelt hatte.

ACI, Hersteller dieser Handgebläseinstrumente, installierte zunächst 2004 eine einzelne Einheit mit der Bezeichnung Jetblack und rüstete den Betrieb anschließend sukzessive um. Die Vorzüge für Gebläseluft liegen auf der Hand, denn die Effizienz ist unbestritten: Ein solches Gerät erlaubt es, den Luftstrahl direkt auf den gesamten Körper zu richten. Bei Lafarge sind die wandmontierten Einheiten mit 1.400 Watt-Gebläsen ausgestattet, die gefilterte Luft über einen 1,5 Meter langen Schlauch mit weniger als 160 mbar (< 3 psi) über eine Handpistole auf den Körper bzw. die Kleidung übertragen. Unfälle sind mit einem solchen Gerät faktisch unmöglich. Dabei verhalten sie sich bei unter 78 dB(A) besonders leise und sind als Leichtgewicht mit unter 7 kg prinzipiell überall im Betrieb einsetzbar. Gegenüber der Drucklufttechnik ist ihre Nutzung ausdrücklich keinem speziellen Personenkreis vorbehalten. In Reinigungszonen an Ein- und Ausgängen von Fabriken oder Umkleideräumen lassen sich die Jetblacks problemlos anbringen. Selbst gegen ungewollte statische Aufladung während des Reinigungsprozesses ist vorgesorgt: Abhilfe schafft eine pulsierende DC-Steuerung in Kombination mit zwei Emitterpins.

www.lafarge.com

Abblasprozesse zur Reinigung der Kleidung mit Jetblack bei Lafarge
Abblasprozesse zur Reinigung der Kleidung mit Jetblack bei Lafarge
Unbedenklichkeitsprüfung mit Jetblack bei Hautkontakt
Unbedenklichkeitsprüfung mit Jetblack bei Hautkontakt