Gesetzliche Unfallversicherung: Arbeitsunfallrisiko weiter gefallen

Das Risiko, bei der Arbeit einen Unfall zu erleiden, hat im vergangenen Jahr weiter abgenommen. Das geht aus Zahlen hervor, die die gewerblichen Berufsgenossenschaften und die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand in Berlin vorgelegt haben.

Das Unfallrisiko lag bei 26,9 meldepflichtigen Arbeitsunfällen je 1.000 Vollarbeiter – und damit um 0,7 Prozent niedriger als im Vorjahr (2005: 27,1). Trotz dieses Rückgangs nahm die absolute Zahl der meldepflichtigen Unfälle um 1,8 Prozent zu und belief sich auf 948.546 (2005: 931.932).„Einer der Gründe hierfür ist der wirtschaftliche Aufschwung“, erklärte DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer. „Mehr Menschen hatten im vergangenen Jahr eine Arbeit und sie haben durchschnittlich auch länger gearbeitet.“

Angesichts der laufenden Reform der Unfallversicherung betonte Breuer, dass diese die Prävention stärken müsse: „Das letzte, was wir bei einer guten Konjunktur brauchen, ist eine Reform, die das Engagement der Betriebe bei der Unfallverhütung schwächt.“

Die Zahl der Unfälle, die zu einer dauerhaften Minderung der Erwerbsfähigkeit und damit zu einer Unfallrente führten, ging in fast allen Branchen zurück. Sie lag bei 18.639 neuen Unfallrenten (2005: 19.237). Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle nahm dagegen im Vergleich zum Vorjahr zu: Sie lag bei 711 (2005: 656). www.hvbg.de