Positive Aussichten für die Baustoffindustrie

Um 5,4 Prozent ist die Produktion in der Baustoff-, Steine- und Erdenindustrie zwischen Januar und September 2006 gegenüber dem gleichen Zeitraum des vorangegangenen Jahres gewachsen. „Die Ergebnisse für die einzelnen Wirtschaftszweige unserer Branche sind insgesamt positiv, Teilbereiche hat der Aufschwung aber noch nicht erfasst“, sagte Dr.-Ing. Gernot Schaefer, Präsident des Bundesverbandes Baustoffe -Steine und Erden e.V. (BBS). Während die Mineralfaserindustrie – gestützt durch das Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung – seine Produktion um 8 Prozent bis zum 3. Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern konnte, liegt die Produktion von Fliesen im Vergleichszeitraum bei -2 Prozent.

„Wir erwarten, dass trotz Mehrwertsteuererhöhung die Bauinvestitionen 2007 um 1,5 bis 2,5 Prozent zunehmen werden“, betonte Schaefer. Die Produktion der Baustoff-, Steine- und Erdenindustrie wird 2007 etwa um 2 Prozent steigen. Mit der Kapazitätsauslastung sei der BBS ebenfalls seit Jahren erstmals zufrieden, sie lag zwischen Januar und September 2006 durchschnittlich bei 80 Prozent. In wenigen Fällen sei es aufgrund der hohen Nachfrage und der in den Rezessionsjahren abgebauten Kapazitäten zu Lieferschwierigkeiten gekommen.

Noch besser sähe es für die BBS-Unternehmen aus, wenn die Energiepreise und andere Produktionskosten 2006  nicht so enorm gestiegen wären. Eine Zunahme der Strom- und Gaspreise von teils mehr als 35 Prozent mussten von den Baustoffbetrieben geschultert werden. „Angesichts der Wettbewerbssituation wurden die Preiserhöhungen jedoch nicht an unsere Kunden weitergegeben“, unterstrich der BBS-Präsident. Möglicherweise werde hier aber noch ein Angleich erfolgen, denn „diese Zusatzkosten sind auf Dauer von unserer Branche nicht zu erbringen“, so Schaefer.

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