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Der Mensch im Mittelpunkt: Neue EU-Richtlinie für den Schwingungsschutz am Arbeitsplatz

Nicht nur der Verbraucherschutz, sondern auch die Sicherheit am Arbeitsplatz und die Gesundheit der Arbeitnehmer zählen zu den wichtigsten Anliegen der Europäischen Union (EU). Schon vor drei Jahren hat die EU deshalb zum Schutz von Arbeitnehmern, die im Job ständig mechanischen Schwingungen ausgesetzt sind – wie zum Beispiel die Fahrer von Staplern und kompakten Baumaschinen – eine Richtlinie verabschiedet, die in allen EU-Ländern nationales Recht wird und nach einer Übergangsfrist im Jahre 2011 endgültig verbindlich wird. Für die neuen Normen bestens gerüstet ist die Produktfamilie „PRIMO“ für Stapler und kompakte Baumaschinen des Markt- und Technologieführers Grammer.





Vorfahrt für den Arbeitsschutz

Die Richtlinie 2002/44/EC wurde vor dem Hintergrund beschlossen, dass Muskel-Skelett-Erkrankungen in der EU mittlerweile einen Anteil von ca. 50 Prozent an allen arbeitsbedingten Gesundheitsproblemen haben. Wer bei der Arbeit ständig mechanischen Schwingungen ausgesetzt ist, für den besteht eine deutlich erhöhte Gefahr solcher Schädigungen, die zu chronischen Krankheiten werden können. Immerhin 1,6 Millionen Arbeitnehmer dürften in Deutschland solchen Ganzkörperschwingungen ausgesetzt sein (in ganz Europa sind es 7,5 Millionen).

Unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen arbeiten allein in Deutschland über eine halbe Million Menschen, besonders gefährdet sind beispielsweise die Fahrer von Erdbaumaschinen, wie z.B. Baggern oder Radiadern. Zum Schutz dieser Arbeitnehmer hat die EU die neue Richtlinie beschlossen. Sie behandelt sowohl den Bereich der Hand-Arm-Schwingungen, als auch den Bereich der Ganzkörper-Schwingungen.





Der Fahrplan zur Umsetzung der Richtlinie

Mit der neuen Richtlinie wird insbesondere geregelt, welchem „Gesamtvolumen“ an Schwingungen ein Arbeitnehmer täglich maximal ausgesetzt werden darf. Für Hand-Arm- bzw. Ganzkörperschwingungen gibt es in der Richtlinie unterschiedliche Auslöse- und Expositionsgrenzwerte, Wird der Auslösegrenzwert überschritten, sind Maßnahmen zur Verringerung der Schwingungen zu ergreifen, der Expositionsgrenzwert ist die absolute Obergrenze an täglichem Schwingungsvolumen für einen Arbeitnehmer.

Die Richtlinie wird stufenweise umgesetzt: Alle Arbeitsmittel, die den Arbeitnehmern in der EU nach dem 6. Juli 2007 zur Verfügung gestellt werden, müssen die Grenzwerte der Richtlinie obligatorisch einhalten. Für Arbeitsmittel, die vor dem 6. Juli 2007 angeschafft wurden, gilt ein Übergangszeitraum bis 2011. Aber auch hier wird laufend überprüft, ob es mit technischen oder organisatorischen Maßnahmen nicht möglich ist, die Expositionsgrenzwerte einzuhalten. 2011 ist der maximal mögliche Übergangszeitraum beendet, die Vorschriften sind dann verbindlich. Nur der Land- und Forstwirtschaft werden drei weitere Jahre zum Übergang eingeräumt.





Mit „PRIMO“ von Grammer auf der sicheren Seite

Größtmöglichen Schwingungskomfort verspricht der „PRIMO“ für kompakte Baumaschinen und Flurförderfahrzeuge von Grammer. Dieses Produkt yom Markt und Tochnologioführer ist als erstes seiner Art mit einer niedrigaufbauenden Luftfederung oder alternativ einer mechanischen Federung mit Gewichtsschnelleinstellung ausgestattet

Mit seiner Produktfamilie „PRIMO“ präsentiert Grammer ein innovatives Sitzkonzept, das weltweit seinesgleichen sucht, Mit 200 Millimetern erreicht der „Primo M“ den niedrigsten SIP (Seat Index Point) unter den vollgefederten Sitzen.

Der „Primo XL“ setzt mit einem SIP von 238 Millimetern einen neuen Maßstab bei den niedrigaufbauenden Luftfederungen. Damit ist trotz minimalem Platzbedarf das Höchstmaß an Federungskomfort garantiert.

www.grammer.com



Fahrer
Ein erheblicher Faktor zur Vermeidung von dauerhaften Gesundheitsschäden ist der
Arbeitsplatz „Kabine“ mit all seinen Komponenten: der ergonomische Fahrersitz –
zum Schutz vor Muskel- und Skelettschädigungen durch Vibrationen –, die Klimaanlage,
die gute Sicht, der sichere Einstieg, die gut erreichbaren Wartungsbereiche...
Auf der sicheren Seite sind Unternehmen, die ihre Fahrzeuge als „Dauerarbeitsplatz“ ausstatten.


Fahrersitz
Die „PRIMO“-Familie von Grammer erfüllt alle relevanten Schwingungsklassen
für kompakte Baumaschinen und Flurförderfahrzeuge und ist bereits jetzt für die
neuen EU-Normen bestens gerüstet.





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