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Lafarge Zement: Brücke mit Schliff

Wenn die ästhetische Qualität harmoniert, dann ist Neues neben Altem durchaus im Sinne der Denkmalpflege. Die neue geschliffene Betonbrücke zum Wasserschloss Großkmehlen bei Dresden entstand zwar in historischer Form, aber mit aktueller Betontechnik. Sie ist als zeitgemäßes Bauwerk neben historischer Substanz eindeutig erkennbar. Und so harmoniert, was Jahrhunderte auseinander liegt: Ein 450 Jahre altes Wasserschloss und modernste Betontechnik. Basis für die Farbgebung der Brücke ist der helle Spezialzement Optacolor von Lafarge.

Die Brücke entwarf Architekt Frank Augustin aus Berlin. Er spannte über die vorhandenen drei alten Brückenpfeiler eine geometrisch vergleichbare, aber in Ausführung und Detaillierung neue Betonbrücke. Moderne Stahlgeländer mit integrierter Beleuchtung prägen den Übergang zum Eingangsportal.

Im Vorfeld der Bauarbeiten wurden vom ausführenden Unternehmen Biber Beton verschiedene Muster erstellt. Auf Basis des Spezialzementes Optacolor, etwas Titandioxid, cremeweißen Sand und Kies wurde die Wirkung ausgewählter farbiger Zusatzkörnungen getestet. Am Ende bestehen rund 15 % der Gesteinskörnungen aus grün-grauen, gelben und rot-braunen Splitten. Weil die Betonteile seitlich und teilweise auch oben geschliffen sind, wird die Farbe dieser Hartgesteine sichtbar.

Die vier, jeweils 10 Tonnen schweren Brückensegmente sind seitlich neben der Lauffläche und am Rundbogen fein geschliffen und profiliert. Von unten tragen die Bögen eine technisch anmutende Riffelblechstruktur. Je nach Höhenlage und Spannweite der alten Brückenpfeiler musste jedes Brückensegment als Einzelstück hergestellt werden. Lediglich der Stich der Bögen ist gleich.



Betonbrücke
Eine neue Betonbrücke aus vier einzelnen Segmenten spannt sich
zum Haupteingang von Schloss Großkmehlen bei Dresden.
Durch das Anschleifen der Oberfläche werden die farbigen Körnungen
in der hellen Zementmatrix sichtbar.





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