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Der Premium-Sitz von Grammer

Nutzerfreundliches Design,  aktive Sitzklimatisierung und bester Federungskomfort: Auf der Intermat 2006 zeigte Grammer den neuen „Actimo Evolution“-Baumaschinensitz. Dieses Modell eignet sich für Radlader, Bagger und Dumper und ist ergonomisch optimal ausgestattet. Das Fahren auf der Baumaschine wird ruhiger, sicherer und erheblich rückenschonender. Dafür sorgt die   aktive   elektronische   Gewichtseinstellung   und   als spezielles Feature die aktive Sitzklimatisierung.





Prima Klima für den Rücken

Das Sitzklima ist für die Fahrer von Baumaschinen ein primärer Komfortfaktor, weil man es permanent spürt. Das von Grammer entwickelte innovative System der aktiven Sitzklimatisierung kommt deshalb auch beim neuen Actimo Evolution zum Tragen.

Und so funktioniert die aktive Sitzklimatisierung: Körperwärme und Schweiß des Fahrers werden über das Bezugsmaterial abtransportiert und in der darunter liegenden Aktivkohleschicht zwischengespeichert, die Sitzoberfläche bleibt angenehm trocken. Unter der Aktivkohleschicht befindet sich mit der Ventilationsschicht eine weitere „Ebene“, die von kühler und trockener Luft durchströmt ist.

Die Ventilationsschicht entfeuchtet die Aktivkohleschicht. Die Sitzoberfläche bleibt somit trocken und kühl. In der kalten Jahreszeit lässt sich bei Bedarf die elektrische Sitzheizung zuschalten.





Vollautomatische Gewichtseinstellung

Für die Fahrer von Radladern, Baggern oder Dumpern bedeutet die Arbeit – oft auf Sand, Fels, Geröll oder Schotter – eine extreme physische Belastung. Viele haben deshalb Probleme mit dem Kreuz. Um diese zu vermeiden, ist die Gewichtseinsteüung die essentielle Ergonomie-Funktion im Sitz. Dank der Sensorik und Elektronik im Actimo Evolution wird der Sitz vollautomatisch auf das Gewicht des Fahrers eingestellt und justiert sich bei minimalsten Gewichtsveränderungen automatisch. Damit sind die optimalen Federwege sichergestellt, die Sitzpositionen werden in Bezug auf sicherheitsrelevante und ergonomische Aspekte optimiert, und zwar über die Federwegbegrenzung nach oben. Beim Actimo Evolution ist eine Beschäftigung mit der Gewichtseinstellung nicht mehr nötig, auch ein Fahrerwechsel ist ohne Neueinstellung des Sitzes möglich.





Design for Use

Das intuitive Bedienkonzept „Design for Use“ von Grammer kommt auch bei diesem Sitz zur Anwendung. Dahinter verbirgt sich eine „taktile“ Bedienphilosophie. Dieser Ansatz geht davon aus, dass der Mensch unbewusst durch das Ertasten lernt. Formgebung, Bewegungsrichtung und Feedback der Bedienelemente werden charakteristisch für die jeweilige Funktion ausgelegt und folgen einer Logik, die der Fahrer intuitiv nachvollziehen kann. Die Griffe werden nach ihrer Wichtigkeit in verschiedenen Ebenen platziert. Auf der ersten Ebene sind die Griffe, die während des Gebrauchs häufig genutzt werden, auf der zweiten Ebene Griffe, die während des Gebrauchs eher selten genutzt werden.

Somit kann der Fahrer – notfalls auch ohne Bedienungsanleitung – schnell und einfach die ergonomisch beste Sitzposition einzunehmen.





Dauerhafte Entlastung fürs Kreuz

Zur Reduzierung von Ganzkörperschwingungen im Sitz ist der Actimo Evolution mit einer optimierten Längs-Horizontal-Federung und einer optimierten Niederfrequenzfederung ausgestattet. Zum einen werden damit horizontale Schwingungen in Fahrtrichtung reduziert, zum anderen kommt es durch die Niederfrequenzfederung zu einer weiteren Absenkung der Eigenfrequenz. Das Führen des Fahrzeugs wird dank der Schwingungsreduktion sicherer, gesundheitsschädliche Stöße im Rücken werden minimiert. Der Sitzkomfort steigt spürbar, weil der Sitz als ruhig und weich empfunden wird.

www.grammer.com



Der Actimo Evolution mit Steuerhebelträger
Der Actimo Evolution
mit Steuerhebelträger


Neuheit: Aktive Regelung

Zur Intermat 2006 präsentierte Grammer das Modell MSG 97 für Bagger, Radlader und Dumper mit einem neuartigen elektronischen Sys-tem zur aktiven Vertikalfederung, das Schwingungen noch mehr reduziert und deshalb zu einer dauerhaften Entlastung für den Rücken beiträgt. Damit setzt Grammer im Hinblick auf den vertikalen Federungskomfort neue Maßstäbe. Die innovative pneumatische Federung mit elektronischer aktiver Kennlinienanpassung führt zu einer Schwingungsreduzierung von bis zu 40 Prozent gegenüber der bewährten Luftfederung.

Die aktiv geregelte Vertikalfederung ist eine patentierte Eigenentwicklung von Grammer, die in absehbarer Zeit wegen der einfachen Montage auch zum Nachrüsten angeboten wird.

Und so funktioniert das System: Ein Positions- und Beschleunigungssensor erfassen ständig die Position und die eingeleitete Beschleunigung im Federungsoberteil in vertikaler Richtung. Diese Daten werden an den „Controller“ weitergegeben. Der „Controller“ wertet die Sensor-Daten aus und regelt anhand eines definierten Algorithmus ein elektro-pneumatisches Ventil. Durch die Veränderung der Durchflussmenge verändert sich die Charakteristik der Federkennlinie. Dadurch wird immer die Federkennlinie gewählt, die in Abhängigkeit der Frequenz die meisten Schwingungen abbaut. Der Fahrer spürt, unabhängig von seinem Gewicht, einen deutlich besseren Federungskomfort.

Für die Energieversorgung ist lediglich ein 12 bzw. 24 Volt-Anschluss notwendig. Deshalb eignet sich dieser Sitz optimal für die Nachrüstung. Ein Eingriff in die Hydraulik des Fahrzeugs ist im Gegensatz zu anderen Systemen nicht erforderlich. Mit seinem optimierten Federungskomfort ist der MSG 97 EAC/742 auch bestens für die neue EU-Richtlinie 2002/44/EG gerüstet, mit der Arbeitnehmer künftig vor gesundheitsschädlichen Schwingungen geschützt werden sollen.





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