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2.000 Teilnehmer bei den 50. BetonTagen: Jubiläumsveranstaltung verzeichnet Besucherrekord

Die BetonTage behaupteten sich einmal mehr als Europas größter Fachkongress der Beton- und Fertigteilindustrie. 2.000 Teilnehmer aus 19 Nationen, rund 400 mehr als im Vorjahr, kamen vom 14. bis 16. Februar 2006 ins Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm. Sie nutzten den Branchentreff um sich über die gesamte Leistungsbreite und Anwendungsvielfalt des Baustoffs Beton in der Vorfertigung zu informieren. Erneut standen für nahezu alle Segmente vorgefertigter Betonbauteile technische Fachpodien zur Auswahl, die durch betriebswirtschaftliche und rechtliche Themen ergänzt wurden. Erstmals wurden ausgewählte Programmlinien simultan ins Englische übersetzt.

Hauptzielsetzung der BetonTage bleibt die interne fachliche Weiterbildung und Kommunikation. So kamen an der Jubiläumsveranstaltung etwa 35 Prozent aller Teilnehmer aus Betonfertigteilwerken und Betrieben der Baustoffindustrie, eine Steigerung in der Kernzielgruppe um mehr als 100 auf über 700 Teilnehmer. Zwar durfte anlässlich des runden Geburtstags der Veranstaltung ein Rückblick auf 50 Jahre Betonentwicklung nicht fehlen – im Mittelpunkt des Fachprogramms standen jedoch die anwendungsorientierte Forschung und deren Umsetzung in der Praxis. Hochduktile Betone mit Kurzfaserbewehrung, spezielle Betonrezepturen für den Tunnelbau und der Einsatz von tonhaltigen Suspensionen zur Reduzierung des Zementgehalts sind nur einige Stichworte aus den Inhalten des Fachprogramms. Aspekte der Erbebensicherheit, des Wärme- und Brandschutzes wurden ebenfalls behandelt. Auch Schadensfälle durch Frost-Tausalzangriff und zum Thema Weiße Wanne standen auf der Agenda.

An Zuspruch gewonnen haben die BetonTage auch bei der Maschinen-, Software- und Zulieferindustrie, aus deren Bereich 15 Prozent der Teilnehmer stammten. Insgesamt nahmen mehr als 140 Unternehmen und Branchenorganisationen an der kongressbegleitenden Ausstellung teil. Diese schätzen die BetonTage vor al-lem als die Plattform mit den weitaus meisten Kundenkontakten. Durch die zuneh-mende internationale Ausrichtung – knapp 10 Prozent der Teilnehmer kamen aus dem Ausland – bietet der Kongress künftig ein noch breiteres Kundenpotenzial.

Die BetonTage schlagen außerdem eine Brücke zwischen Baupraxis und Hoch-schule. 10 Prozent der Teilnehmer waren Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Ausbildung. Die übrigen 5 Prozent stammten aus den Bereichen Verlagswesen, Presse, Baustoffverbände, Qualitätssicherung und Prüfwesen.

Die BetonTage haben sich somit in den letzen 50 Jahren nicht nur von einer regionalen Seminarveranstaltung zum größten europäischen Fachkongress der Branche entwickelt, sondern werden zunehmend zur zentralen, fachlich geprägten Lobbyveranstaltung für die Industrie. Diese Funktion wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut, ohne jedoch die Kernaufgaben der BetonTage aus den Augen zu verlieren. So wird es auch bei den 51. BetonTagen, die vom 13. bis 15. Februar 2007 stattfinden, wieder zukunftsweisende Impulse für die Beton- und Fertigteilindustrie geben.

 

www.betontage.org





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