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Whitetopping Schnelle Hilfe gegen Spurrinnen

Die Verkehrsbelastungen auf unseren Straßen nehmen zu. Gleichzeitig fehlen dem Bund, den Ländern und den Kommunen die Finanzmittel für neue Infrastrukturmaßnahmen und dringend benötigte Reparaturen.
Eine schnelle, kostengünstige und dauerhafte Lösung zur Instandsetzung bzw. Ertüchtigung schadhafter und/oder unterdimensionierter Asphaltdecken ist die aus den USA stammende Whitetopping-Bauweise. Sie ist einsetzbar im Bereich von Autobahnen, Bundes- und Landstraßen sowie für kommunale Straßen, Flugbetriebs- und Parkflächen. Whitetopping eignet sich ideal auch für die Beseitigung von Problemstellen an neuralgischen Punkten im innerstädtischen Bereich, wie beispielsweise an Ampel- und Kreuzungsbereichen oder Busspuren, bei denen durch starke dynamische Beanspruchung wie Anfahren bzw. Bremsen Spurrinnen und Verwerfungen (Waschbretter) entstanden sind. HeidelbergCement hat im letzten Jahr auf einer Versuchsstrecke in Wetzlar diese neue innovative Bauweise eingesetzt und erprobt.
Der größte Vorteil von Whitetopping liegt in der Schnelligkeit: Anstatt einer Kompletterneuerung wird eine Ertüchtigung der schadhaften Asphaltdecke mit einem relativ dünnen "Betonüberbau" erzielt, der den vorhandenen Aufbau als Tragschicht nutzt. So kann fast jede Straße mit relativ geringem Aufwand repariert werden. Unterschieden werden derzeit zwei Whitetopping-Einbauverfahren:
1. Dünn (TCW): Die Einbaudicken der Betonschicht betragen 10 bis 20 cm. In der Regel wird hierbei durch Fräsen ein Verbund zur Asphaltschicht hergestellt. Die minimale Restasphaltdicke muss bei dieser Bauweise 75 mm sein. In den USA liegt die Lebensdauer von Whitetopping-Strecken dieser Bauart bei rund 30 Jahren.
2. Ultra-dünn (UTW): Hierbei betragen die Beton-Einbaudicken 5 bis 10 cm und es wird zwingend ein Verbund zur Asphaltschicht hergestellt. UTW-Beläge werden in den USA bisher für Straßen oder Verkehrsflächen mit geringer Verkehrsbelastung im innerstädtischen Bereich eingesetzt.


Skizze des Whitetopping-Verfahrens
Skizze des Whitetopping-Verfahrens





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