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Strapaziöser Dauereinsatz: Reifentest im Hartsteinwerk

Unsere Förderwege sind sehr steil, da muss ein Reifen die Bremskräfte gut auf die Strecke bringen, sonst wird es für den Fahrer unangenehm." Reinhard Mohr steht neben einem von zwei großen Komatsu Muldenkippern HD605-7 und klopft sich den Staub von der Hose. Der Betriebstechniker ist Teil eines Teams der Firmengruppe Debus. Zusammen mit seinen Kollegen ist Mohr im Hartsteinwerk Hüttengrund bei Sonneberg in Thüringen für den gesamten Maschinenpark und seine Ausrüstung verantwortlich.
Rund 65 Tonnen Grauwacke transportieren die Starrrahmenkipper mit jeder Fuhre zum knapp einen Kilometer entfernten Vorbrecher - über Schotterwege sowie asphaltierte Abschnitte, auf denen es mit der schweren Last über längere Gefällstrecken nach unten geht. Hüttengrund produziert hochwertige Grauwacke für den Straßen-, Beton-, Bahn- und Wasserbau. Das Material aus dem Hartsteinwerk wird vor allem als Zuschlagstoff für Asphalt eingesetzt. Das Unternehmen arbeitet äußerst produktiv, die Fahrzeuge und Maschinen sind bei extremer Beanspruchung im Dauereinsatz - zu jeder Jahreszeit. "Die Winter können in Thüringen lang sein. Da liegen Schnee und Eis auf den Transportwegen. Dann ist gute Traktion gefordert", sagt Mohr und blickt auf den Reifen neben ihm, einen RT-4A+ Hochleistungsreifen von Goodyear, der mit seinen gut 2,18 m Durchmesser eine stattliche Höhe aufweist.



Riesenreifen im Test

Das Hartsteinwerk testet. Bei der Anschaffung der beiden nagelneuen Komatsu Muldenkipper wurden die Fahrzeuge mit Reifensätzen unterschiedlicher Hersteller ausgerüstet. Es soll überprüft werden, wie sich die Riesenpneus im täglichen Einsatz bewähren. Anschließend wird anhand von Kriterien wie Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Investitionskosten entschieden, welche Reifen künftig angeschafft werden sollen. Denn Reifen für Muldenkipper sind teuer. Die Einsatzdauer der großen Fahrzeuge wird schon beim Kauf kalkuliert. "Wir rechnen mit 15.000 Betriebsstunden pro Maschine", erklärt Mohr. Wenn alles nach Plan läuft, dann muss das Hüttenwerk zwischenzeitlich nur einmal neue Reifen aufziehen lassen. Es können aber auch zwei Reifenwechsel werden, das ist abhängig von der Belastbarkeit und Lebensdauer der Pneus.
Seit Testbeginn fährt ein HD605-7 mit Goodyear RT-4A+, der andere steht auf den Reifen eines Wettbewerbers. Beide haben bereits mehr als 2.500 Arbeitstunden auf dem Buckel Zeit für ein erstes Zwischenfazit. Hier liegt der RT-4A+ in Sachen Langlebigkeit eindeutig vorn. Sowohl auf der Vorder- als auch auf der Hinterachse mit Doppelbereifung ist die Profilabnutzung geringer als beim Vergleichsreifen. Durchschnittlich 146 Arbeitsstunden dauert es, bis sich bei beiden Goodyear-Reifen auf der Vorderachse des Muldenkippers das Profil um einen Millimeter verringert. Bei den vier Pneus der Hinterachse sind es weniger, 80 Stunden, da sie die meiste Last zu tragen haben. Der Wettbewerbsreifen kommt auf Vergleichswerte von 101 und 67 Stunden.



RT-4A+: "Wirklich ein Top-Reifen"

Für die prognostizierte Lebensdauer, die in den noch zu erwartenden Betriebsstunden ausgedrückt wird, heißt das: Der RT-4A+ wird aller Voraussicht nach deutlich länger halten. "Nach unseren Berechnungen bringt er am Ende sowohl auf der Vorderachse als auch auf den Hinterachspositionen ein deutliches Plus an Laufleistung", so Matthias Kluge, der bei Goodyear als technischer Verkaufsberater auch für die üttengrund GmbH zuständig ist. Aus seiner Sicht hat sich der RT-4A+ aufgrund der widerstandsfähigen Laufflächenmischung, der guten Übertragung der Antriebskräfte und der hervorragenden Traktion im Dauereinsatz bestens bewährt. Das bestätigt auch die Hüttenberger Betriebstechnik: "Wirklich ein Top-Reifen."
Vergleichtests wie der in Thüringen sind für Goodyear und andere Reifenhersteller äußerst wertvoll, denn, so Kluge: "Anders als bei PKW-Reifen gibt es bei den Reifen für große Erdbewegungsmaschinen keine objektiven Testbedingungen, die sich auf alle Einsatzbereiche übertragen lassen. Schon jede Kiesgrube ist anders."


Reifen RT-4A+   Reifentest an Momatsu Muldenkippern
Der RT-4A+   Reifentest an Momatsu Muldenkippern





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