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Dyckerhoff AG: Initiative "Produkte 21" gestartet

Die Dyckerhoff AG konnte Jahr 2004 spürbare Ergebnisverbesserungen im operativen Geschäft erzielen. Zukünftig will sich das Unternehmen mit neuen, maßgeschneiderten Produkten noch stärker an den Bedürfnissen der Kunden orientieren. "Die Zufriedenheit unserer Kunden ist der Garant für den Erfolg unserer Arbeit", so Wolfgang Bauer, Vorstandsvorsitzender der Dyckerhoff AG, auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz in Frankfurt.
Dyckerhoff hat mit dem erfolgreichen Abschluss des Restrukturierungspro-gramms "Dyckerhoff 21" wieder Tritt gefasst und alle maßgeblichen Finanzziele erreicht. Beim Konzernumsatz ist dem Unternehmen mit 1,2 Mrd. EUR bei erheblichen Veränderungen in der Konzernstruktur, so Wolfgang Bauer, "eine Punktlandung gelungen". Gesteigerte Erlöse im Zement- und Transportbetongeschäft haben auch in Deutschland zu Verbesserungen im operativen Geschäft von 33 Mio. EUR geführt. Der Konzernjahresüber-schuss erhöhte sich auf vergleichbarer Basis, d.h. ohne die Buchgewinne des Vorjahres, um rund 36 Prozent auf 41 Mio. EUR.
Im Geschäftsbereich Deutschland / Westeuropa lag der Grauzementabsatz gegen den Markttrend leicht über dem Vorjahresniveau, da Marktanteile zurückgewonnen werden konnten, die man im Vorjahr durch die frühe und konsequente Durchsetzung der Preisanhebung verloren hatte. Positiv verlief auch die Entwicklung des Geschäftsbereiches Zentraleuropa Ost / Amerika. So führten die Absatzsteigerungen in Osteuropa zu einer Umsatzausweitung um rund 31 Mio. EUR. In Amerika profitierte der Zementverbrauch von der positiven Entwicklung der Bauwirtschaft. Die regionalen Märkte von LC Lonestar entwickelten sich insgesamt positiv. Auch in Zu-kunft will man im Ausland kontrolliert wachsen.
Die Verschuldung des Konzerns konnte im vergangenen Jahr nochmals substantiell zurückgeführt und die Bilanzstruktur weiter verbessert werden. Die Nettoverschuldung nahm um 413 auf 458 Mio. EUR ab. Der Verschuldungsgrad hat sich damit innerhalb nur eines Jahres auf 43 Prozent (Vorjahr 83 Prozent) nahezu halbiert, gleichzeitig erhöhte sich Eigenkapitalquote von 30,7 Prozent auf 34,0 Prozent.
Für 2005 erwartet man in Wiesbaden bei einem Umsatzwachstum auf rund 1,3 Mrd. EUR eine weitere spürbare Ergebnisverbesserung. Die Basis dafür wurde durch die Anpassung der Kapazitäten im deutschen Markt und durch die nachhaltige Senkung der Kosten geschaffen. Doch, so Wolfgang Bauer, "Kostenführerschaft alleine reicht nicht aus. Wir wollen auch auf anderen Gebieten eine Führungsrolle einnehmen: Hier stehen Kundenorientierung, Qualität und Innovationskraft an vorderster Stelle". Aus diesem Grund hat Dyckerhoff im vergangenen Jahr die Initiative "Produkte 21" ge-startet. Innovative Produkte sollen den Kunden helfen, schwierige Bauvorhaben mit Hilfe maßgeschneiderter Lösungen wirtschaftlich zu meistern. Die Beispiele hierfür reichen von Fluidur, einem hochwertigen, leicht verdichtbaren Transportbeton für glatte Flächen über Ferrodur, einem dauer-haften Stahlfaserbeton oder den Hight-Tech-Bindemitteln Veridur und Flowstone bis hin zu HTC Superfloor, einem völlig neuartigen Fußbodenmaterial für höchste Belastungen im industriellen Einsatzbereich, der, so Wolfgang Bauer, "die Welt der Industriefußböden revolutionieren wird". Der Anteil dieser neuen Produkte am deutschen Zementumsatz soll, so die Zielsetzung von Dyckerhoff, in den nächsten fünf Jahren auf 10 Prozent steigen.


Dyckerhoff Bilanz-Pressekonferenz
Dyckerhoff Bilanz-Pressekonferenz 2005 (von links):
Dr. Stefan Fink (Vorstand Finanzen und Controlling)
und Wolfgang Bauer (Vorstandsvorsitzender) bei der
Vorstellung des neuen HTC Superfloor.





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