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[Die Industrie der Steine + Erden]






Gewerbliche Wirtschaft: Deutlicher Rückgang bei den Arbeitsunfällen - mehr Todesfälle aufgrund von Berufskrankheiten

Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle weist im vergangenen Jahr erneut einen großen Rückgang zum Vorjahr auf. Dies zeigen die vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften zu den meldepflichtigen Unfällen und Berufskrankheiten im Jahr 2003. Insgesamt liegt der Rückgang bei 9,4 Prozent gegenüber 2002, am stärksten in den Wirtschaftszweigen Holz (-15,2 Prozent), Steine und Erden (-14,4 Prozent) und Bau (-14,2 Prozent).

Arbeits- und Wegeunfälle
Insgesamt liegen die meldepflichtigen Arbeitsunfälle im Jahr 2003 bei 882.497 und damit um 9,4 Prozent niedriger als in 2002, bei der Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle, die sich auf 159.955 beläuft, ist ein Rückgang von 5,0 Prozent zu verzeichnen (- 8.398).
Wie bereits in den Vorjahren sind auch die Zahlen der neuen Unfallrenten zurückgegangen, konkret um 1.149 bzw. um 4,2 Prozent. Bei den tödlichen Arbeitsunfällen liegt die Anzahl im Jahr 2003 mit 741 um 4,1 Prozent unter dem Wert des Jahres 2002 von 773. Allerdings führt der Anstieg der tödlichen Wegeunfälle um 2,4 Prozent auf 595 Fälle nur zu einem Rückgang der tödlichen Unfälle insgesamt von rund einem Prozent.

Berufskrankheiten
Die Entwicklung im Bereich der Berufskrankheiten ist im Wesentlichen einheitlich. In fast allen gemeldeten Positionen gehen die Zahlen zurück, nur bei den Todesfällen ist ein Anstieg zu verzeichnen. Die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit ist seit Jahren rückläufig und 2003 um fast 7,0 Prozent auf 58.302 zurückgegangen.
Die Zahl der Todesfälle in Folge einer Berufskrankheit liegt im Jahr 2003 bei 2.097 und zeigt damit einen Anstieg um 4,9 Prozent (97 Fälle) gegenüber dem Vorjahr. Damit hält der traurige Trend der Vorjahre an. Der größte Anstieg mit fast 200 Fällen ist im Wirtschaftszweig Metall zu registrieren, während die Bereiche Bergbau sowie Feinmechanik und Elektrotechnik Rückgänge melden. Insgesamt werden auch 2003, wie schon im Jahr zuvor, die durch Asbest verursachten Todesfälle rund die Hälfte der Gesamtzahl ausmachen.




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