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28. April 2004 - Internationaler Tag gegen Lärm: Lärm macht krank

Stört Sie Musik im Kaufhaus - oder stehen Sie auf laute Discomusik? Sind Sie in Ihrem Alltag - am Arbeitsplatz oder in der Stadt - regelmäßig lautem Maschinen- und Verkehrslärm ausgesetzt und sehnen sich deshalb (oft vergeblich) nach Stille? Oder "hören Sie den Alltagslärm schon gar nicht mehr"?


Hörschädigungen durch Lärm in der Freizeit nehmen immer stärker zu ILO-Logo


Die Ohren lassen sich jedoch nicht verschließen. Und Lärm macht krank: Eine Lärmschädigung des Gehörs ist nicht heilbar, geschädigte Hörzellen wachsen nicht nach! Lärm führt auch zu Veränderungen von Blutdruck und Puls, verursacht Schlafstörungen, Konzentrationsmangel und berufliche Leistungsminderung.
Mit dieser Fragestellung informierte die StBG am 28. April 2004, dem "Internationalen Tag gegen Lärm", in verschiedenen Städten über die lärmbedingte Schwerhörigkeit und präventiven Hörschutz.
Diese Aktionen fanden im Rahmen des "ILO World Day for Safety and Health at Work 2004" statt, der von der Internationalen Arbeitsorganisation ILO für den gleichen Tag ausgerufen worden war. Die ILO stellte an diesem Tag die Wichtigkeit eines sicheren und gesunden Arbeitsumfeldes in den Mittelpunkt und rief zu einem weltweiten Dialog auf, was getan werden kann, um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu vermeiden.
Auf dem Marktplatz von Augsburg konnten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger an diesem Tag im Audiomobil der StBG einem kostenlosen Hörtest unterziehen und eine qualifizierte Beratung durch einen Arbeitsmediziner erhalten. Der Container mit der StBG-"Erlebniswelt Hören" bietet Informationen rund um die Themen "Lärm" und "Lärmschutz", eindrucksvolle Hörbeispiele demonstrieren die Folgen von Gehörschädigungen.


Viele Besucher machten auch von der Möglichkeit eines kostenlosen Gehörtests im StBG-Audiomobil Gebrauch Bei bestem Wetter besuchten viele Passanten und ganze Schulklassen den Lärmcontainer und das Audiomobil der StBG
Viele Besucher machten auch von der Möglichkeit eines kostenlosen Gehörtests im StBG-Audiomobil Gebrauch Bei bestem Wetter besuchten viele Passanten und ganze Schulklassen den Lärmcontainer und das Audiomobil der StBG




Hörtests kostenlos

In Dresden stand ein Audiomobil im Hof der "Technischen Sammlungen". Die Ausstellung im Erdgeschoss des Museums bot umfassende Informationen zu den Themen "Lärm" und "Lärmschutz".
In Hennef demonstrierte die "Lärmpyramide" der StBG an eindrucksvollen Hörbeispiele die Folgen von Gehörschädigungen.
In der Statistik der gewerblichen Berufsgenossenschaften ist die Lärmschwerhörigkeit mit fast 6.700 Fällen jährlich immer noch eine weit verbreitete Berufskrankheit - die Zahl der Beschäftigten, die Lärm ausgesetzt sind, beziffern die BGen anlässlich des diesjährigen Tages gegen Lärm auf rund drei Millionen.
Während jedoch die lärmbedingte Schwerhörigkeit als Berufskrankheit rückläufig ist, nehmen die durch Lärm in der Freizeit verursachten Hörschädigungen stark zu. Die entscheidenden Quellen sind das laute Hören von Musik mit Kopfhörern, in Diskotheken, Rockkonzerten oder auch im Auto sowie ohrnaher Impulslärm durch Feuerwerk, Schießen oder Spielzeuge.
Für alle Beschäftigten, die in lärmbelasteten Arbeitsbereichen arbeiten, muss der Arbeitgeber deshalb Gehörschutz zur Verfügung stellen, zudem sind regelmäßige arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersucherungen Pflicht. Im privaten Bereich ist der Verstand der beste Schutz, denn das Hören nur einer CD bei 101 dB(A) belastet das Ohr beispielsweise genauso wie das Hören von 160 CDs bei 79 dB. In lauter Umgebung empfiehlt sich auch hier, Gehörschutzmittel zu nutzen - wie es selbst Rockmusiker während ihrer eigenen Konzertauftritte tun.

Machen Sie mit: Gönnen Sie Ihren Ohren mehr Ruhe!

Die Lärmpyramide in der Stadtverwaltung Hennef
Die Lärmpyramide in
der Stadtverwaltung Hennef





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