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Kies- und Sandindustrie: Mit neuen Produkten neue Märkte erobern

"Impulsgeber sein, Neues zeigen, Innovation und Kreativität fördern, frischen Wind entfachen und in Krisenzeiten die Tyrannei des Status Quo überwinden" - diesen Anspruch formulierte Michael Schulz, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Kies- und Sandindustrie e.V. (BF9), Duisburg, für die diesjährige Fachtagung "Forum Kies+Sand" in Aachen vom 17. - 18. März 2004. Wie er vor ca. 750 Teilnehmern aus Industrie, Politik, Umwelt- und Planungs- sowie Genehmigungsbehörden betonte, gebe es für die Branche allerdings kein Geheimrezept und auch keine Erfolgsgarantie. Vielmehr müssten sich die Unternehmer "auf ureigenste Stärken besinnen und auf die Chancen von Betrieb sowie Produkt konzentrieren". Viele einzelne Schritte seien notwendig, um die Kies- und Sandindustrie wieder voran zu bringen.
Das auch in der Kies- und Sandindustrie spürbar höhere Stimmungsniveau hinsichtlich der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung will der BKS-Präsident jedoch nicht für die Bauwirtschaft gelten lassen. Im Gegenteil! Aufgrund des Maut-Desasters sei mit einer erneuten Vernachlässigung von Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zu rechnen. "In den Bereichen Schiene/Straße/Wasser liegen 80 Projekte auf Eis. Die Deutsche Bahn schiebt Investitionen, der Wirtschaftsbau stagniert. Diese Aussichten veranlassen nicht gerade zum Optimismus."
Neue Märkte eröffnen sich nach Auffassung des Verbandspräsidenten durch die verstärkte Nachfrage nach Produktspezialitäten. Gerade bei der neuen Generation der Hochleistungsbetone sehe er gute Chancen, mit weiterentwickelter Sandaufbereitung geforderte Qualitäten zu erreichen und somit in die Produktion einzusteigen. "Die Zukunft gehört den klassierten Sanden, die bis in die feinsten Bereich auseinander genommen und nach exakter Sieblinie der Aufgabenstellung entsprechend wieder zusammengesetzt werden. Sande sind dann ein eigenständiges, neues Produkt auf hohem Aufbereitungsniveau."
Einen Hoffnungsschimmer sieht der Verband bei der Rohstoffsicherung. Das in der Vergangenheit vielerorts negativ wirkende Spannungsfeld zwischen Mineralgewinnung sowie Natur- und Landschaftsschutz beginne sich abzubauen. Naturschutz und Rohstoffabgrabung bzw. Naturschutzorganisationen und Abbaubetriebe würden längst nicht mehr als unvereinbare und unversöhnliche Gegensätze betrachtet. Vielmehr sei hier ein fruchtbarer Dialog entstanden. Dies beweise auch der erstmals vom Bundesverband der Deutschen Kies- und Sandindustrie ausgelobte Deutsche Wiederherrichtungspreis, dessen Preisverleihung während der Aachener Fachtagung stattfand. "Die prämiierten Arbeiten zeigen, welches Engagement und welche Leistungen die einzelnen Unternehmen in Absprache mit den zuständigen Behörden und auch ehrenamtlich Tätigen jeden Tag aufs Neue erbringen, um ehemalige Abgrabungsflächen in Bereiche umzuwandeln, die für Mensch und Natur von erheblichem Nutzen sind."


Kieswerk bei NachtSand mit CE-Zeichen

renaturierte Flächerenaturierte Fläche

Kies und Sand mit CE-Zeichen, Auszeichnung renaturierter Flächen
mit dem Deutschen Wiederherrichtungspreis - die Kies- und Sandindustrie
setzt auf Qualität.





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