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[Die Industrie der Steine + Erden]






Gute Nachrichten zum Thema "Beitrag"

Willi Lange Zu wirtschaftlich instabilen Zeiten sind Nachrichten über sinkende Kosten leider sehr selten. Ich freue mich daher besonders, Ihnen eine positive Mitteilung über die Beitragsentwicklung bei der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft machen zu können. Ende April haben die Mitgliedsunternehmen unserer Berufsgenossenschaft ihre Beitragsbescheide erhalten. Diese Bescheide beinhalten eine Abrechnung über den für das abgelaufene Jahr 2003 zu zahlenden BG-Beitrag, geben aber auch Auskunft über die Beiträge zum Lastenausgleich, mit welchem die gewerblichen Berufsgenossenschaften übermäßige Belastungen an Renten oder Entschädigungen untereinander auszugleichen haben. Darüber hinaus sind in diesen Bescheiden die Beiträge für das Insolvenzgeld aufgeführt, welches von den Berufsgenossenschaften im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit aufzubringen ist. Der in den letzten Jahren erfolgte dramatische Anstieg bei den Ausgaben für das Insolvenzgeld bewirkte eine gravierende Erhöhung dieser Beiträge zur Insolvenzgeldumlage und hat bei den Mitgliedsunternehmen aller Berufsgenossenschaften erheblichen Unmut ausgelöst. Selbst der mehrfache Hinweis, dass die Höhe dieses Insolvenzgeldes von den gesamtwirtschaftlichen Umständen abhängig ist und von den Berufsgenossenschaften - die insoweit nur als reine Inkassostellen fungieren - in keiner Weise beeinflusst werden kann, vermochte die häufig sehr harsche Kritik an den Beitragssteigerungen nicht immer auszuräumen. Glücklicherweise hat sich der Anstieg bei den Unternehmensinsolvenzen in der zweiten Hälfte des letzten Jahres abgeschwächt, zudem waren eher Unternehmen mit geringer Beschäftigtenzahl betroffen. Demzufolge ist der Forderungsbetrag der Bundesagentur für Arbeit gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken, was sich erfreulicherweise auch bei der Umlage zum Insolvenzgeld auswirkt, so dass der Beitragssatz entsprechend gesenkt werden konnte.
Der Abrechnungsposten "Lastenausgleich" bietet dagegen ein differenziertes Bild. Hier ist u. a. die im Vorjahr wirksam gewordene Änderung der Freibetragsgrenze von bisher 113.000,00 Euro auf 171.500,00 Euro von Bedeutung, auf Grund derer einerseits Beiträge zum Lastenausgleich erst für Entgeltsummen eines Unternehmens oberhalb des neuen Freibetrags anfallen. Andererseits musste der sich dadurch zwangläufig verringernden Gesamtsumme der als Berechnungsgrundlage heranzuziehenden Lohnanteile bei der Bemessung des Beitragssatzes Rechnung getragen werden.
Der für unsere Mitglieder besonders wichtige Beitragsfuß für den BG-Beitrag konnte dagegen - und dies sehe ich als ein besonders positives Signal an - von 8,80 auf 8,75 gesenkt werden. Diese Beitrags(fuß-)senkung spiegelt allerdings weniger die
- nach wie vor schlechte - Konjunkturlage der Baubranche sowie des Steine und Erden-Bereichs mit entsprechendem Rückgang der Versichertenzahlen wider, sondern ist vielmehr Folge vorausschauender und gezielter Finanzpolitik. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter der Rubrik "Umlage 2003" in dieser Ausgabe, die Ihnen eine differenzierte Bewertung der einzelnen Beitragsforderungen erleichtern sollen.



Ihr
Willi Lange






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