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[Die Industrie der Steine + Erden]






Asphaltmischanlagen

Modularer Aufbau, flexibler Einsatz, zuverlässige Komponenten, wirtschaftliche Produktion, leistungsfähige Anlagen, sicherer Betrieb.
Diese Schlagworte charakterisieren die Anforderungen von heute an die Entwicklung und den Bau von Asphaltmischanlagen für den Bedarf von morgen.
Die nachfolgenden Beiträge zeigen: Die Anlagenhersteller sind auf dem richtigen Weg.


Ammann Mischanlage Universal
Ammann Mischanlage Universal




Asphaltmischanlagen aus der Schweiz

Der Schweizer Hersteller Ammann gehört zu den weltweit größten Herstellern von Asphaltmischanlagen und deren Komponenten. Zum Lieferprogramm gehören die Asphaltmischanlagen mit der Typenbezeichnung:
  • Global 80, 120, 160
  • Universal 160, 240, 300 und
  • Uniglobe 200, 240.

Die Asphaltmischanlagen der Baureihe Global zeichnen sich durch eine modulare Bauweise auf Basis klar definierter Schnittstellen der einzelnen Anlagenbaugruppen aus. Dabei reduzieren sich die Transport-, Zoll- und Fertigungskosten für den Kunden. Zu Gunsten einer kurzen Baustellenmontage werden werksseitig alle Anlagenkomponenten fertig verdrahtet und ausgetestet. Der Grundgedanke dieser Konzeption ist es, eine auf Ammann-Erfahrung und -Technologie basierende Anlagenfamilie anzubieten. Jede Anlage kann mit einer Vielzahl von Optionen und Varianten, den individuellen Kundenwünschen entsprechend ausgebaut werden. Der Asphaltmischturm Global 80, 120, 160 ist mit einem Heißsieb VA 1840-6 oder VA 1230-6, einem Heißmineralsilovorrat von alternativ 27 Tonnen 31 Tonnen oder 55 Tonnen ausgerüstet. Das Asphaltmischgut wird in einem Zweiwellen-Zwangsmischer MA 2 (MA 1 Global 80) hergestellt.
Die Baureihe Universal ist eine moderne Anlagenbaureihe, die vorrangig unter den Gesichtspunkten Flexibilität und Wirtschaftlichkeit entwickelt wurde. Der Leistungsbereich reicht von 160 bis 320 Tonnen pro Stunde Mischleistung. Der Asphaltmischturm Universal ist je nach Anlagengröße ausgerüstet mit einem Heißsieb APS 5.2, APS 6.2 oder VA 2050 / VA 2060. Eine Heißmineralsilobevorratung bis 300 Tonnen in ein oder zwei Heißmineralsilostraßen ist möglich. In einem Zweiwellen-Zwangsmischer MA 3, MA 4 oder MA5 wird das Asphaltmischgut hergestellt. Anschließend wird dieses in Mischgutsilos ab 140 Tonnen bis 350 Tonnen Inhalt in bis zu sechs Taschen zwischengelagert.
Die Uniglobe schließlich ist die neueste Anlagenbaureihe von Ammann. Konzipiert als schnellumsetzbare Anlage verfügt die Uniglobe über den neuen Amix 3-Tonnen-Mischer, welcher höchste Mischleistungen garantiert. Ausrüstbar mit dem VA 1840 oder dem neuen APS 5.2 Heißsieb, lassen sich Dauerleistungen von bis zu 240 Tonnen pro Stunde realisieren.
Der Amix Zweiwellen-Zwangsmischer wurde für das Mischen von unterschiedlichsten Mischgütern und für den täglichen Einsatz in Asphalt und Betonanlagen entwickelt. Die Drehzahl und die Kombination der Rührwerkzeuge sind auf das jeweilige Mischgut und den Mischprozess abgestimmt. Die runden Formen lassen den Mischraum einfach reinigen. Kurze Entleerzeiten, gute Zugänglichkeit und revisionsfreundliche Komponenten runden das Profil ab. Der Amix Zweiwellen-Zwangsmischer wird in den Leistungsklassen - Batchbetrieb - von 0,75 t/Charge bis 8 t/Charge Asphalt angeboten. Im Durchlaufbetrieb kann eine Leistung von 100 t/h bis 320 t/h realisiert werden.
Im Lieferumfang von Ammann sind auch Tuchfilter für die Entstaubung von Asphaltanlagen. Die Filter arbeiten nach dem bewährten System Ameco. Die Reinigung des Rohgases erfolgt in zwei Stufen: Im Vorabscheider wird zuerst das Grobkorn mit hoher Trennschärfe ausgeschieden. In einer zweiten Stufe wird der verbleibende Feinstaub von den im Filtergehäuse hängenden angeordneten Filtertücher zurückgehalten. Die Abreinigung der Filtertücher erfolgt mit einem schrittweise rotierendem Ventil. Nach Angaben von Ammann erzielt das Filter Emissionswerte, die zum Teil weit unterhalb der zulässigen Grenzwerte liegen.


Mischanlage Uniglobe
Mischanlage Uniglobe




Asphaltmischanlagen von der Mosel

Seit fast 100 Jahren und vier Generationen bestimmen Pioniergeist und Tradition in Verbindung mit zukunftsweisender Technik und perfekt ausgebildetem Personal das Handeln der Benninghoven Gruppe. Sie sind die Voraussetzungen für stetige Innovationen und kundenorientiertes Handeln. Die Firma Benninghoven mit Hauptsitz in Mülheim/Mosel gehört zu den führenden Herstellern von Asphaltmischanlagen in Europa und sorgt mit insgesamt 500 Mitarbeitern und neun Werken weltweit für den guten Ruf der Benninghoven Produkte.
Die Produktpalette von Benninghoven umfasst mobile Asphaltmischanlagen der Baureihen Mixmobil Typ MBA, Konzepttyp TBA sowie Kompakttyp TBA-K und schließlich stationäre Asphaltmischanlagen mit der Bezeichnung Competence BA.
Mit der radmobilen Mischanlage Typ MBA bietet Benninghoven ein Konzept um Baustellen flexibel beliefern zu können. Die Anlage ist innerhalb weniger Tage abgebaut und an einer anderen Stelle einsatzbereit. Die Rohrleitungen sind vorgefertigt und durch flexible Verbindungen jederzeit neu einsetzbar. Über Steckverbindungen ist die elektrische Verdrahtung ohne aufwendige Rüstzeiten durchführbar. Das Konzept ermöglicht dem Kunden die Anlage selbständig mit eigenem Bedienpersonal ohne Zuhilfenahme von Bennighoven Monteuren aufzubauen. Asphaltmischanlagen des Typs Mixmobil Typ MBA gibt es in den Leistungsgrößen von 80 bis 200 t/h.
Die Konzept Typ TBA verfügt über eine Mischleistung bis zu 320 t/h. Die Anlage ist modular aufgebaut in Abmaßen, die einen einfachen Transport per Lkw oder Bahn gestatten. Einfache, problemlose und vor allem schnelle Montage wird garantiert, da jede Sektion betriebsbereit verkabelt und verrohrt ist. Zudem erlaubt die Anlage eine Aufstellung ohne fixe Fundamente. Großzügig ausgelegte Gangbühnen zu allen Sektionen bieten optimale Inspektions- und Wartungsvoraussetzungen.
Eine hohe Mobilität gewährleistet auch der Anlagentyp TBA-K Kompakt. Diese Anlage kann sowohl stationär als auch mobil betrieben werden. Fünf Leistungsstufen decken den Bereich bis 240 t/h ab. Die "Competence" ist das Flagschiff im Benninghoven Leistungsspektrum mit einer Produktionsleistung von bis zu 450 t/h. Bei der Projektierung werden ausbaufähige Baugruppen verwendet und nach Kundenwünschen individuell zusammengestellt. Zum Leistungsspektrum dieser Anlagen zählen:
  • Ein- oder mehrfache Heißabsiebungen,
  • Multi-Taschenaufteilung in der Heißsilierung bis zu 30 Kammern und 1.000 Tonnen Gesamtinhalt,
  • Mischergrößen von 2.000 kg bis 5.000 kg,
  • Gussasphaltproduktionseinrichtung,
  • Aufbereitung und Einsatz von modifizierten Bitumen,
  • Heißrecycling - Paralleltrommelsysteme bis zu 250 t/h und einer Zugabemöglichkeit bis zu 100 Prozent,
  • Kaltrecyclingzugabesystem,
  • Additive-, Faserstoff-, Granulat- und Pigmentzugaben zur Herstellung von Sonderasphalt,
  • Mischgutverladesiloeinrichtungen bis zu 1.200 Tonnen in bis zu 10 Taschen,
  • Staubsaugeinrichtung,
  • Anlagehöhen bis 60 Meter mit Personen und Lastaufzügen.
Eine Einhausung dient zu weiteren Minimierung möglicher Emissionen sowie zur Erzielung einer möglichst ästhetisch wirkenden Formgebung des Asphaltmischwerkes. Die Einhausung senkt Wärmeverluste des Mischwerkes und schützt die Anlagenkomponenten gegen Witterungseinflüsse. Damit ist die Einhausung auch ein weiterer wichtiger Faktor zur möglichen Minimierung der Betriebskosten.


Concept TBA 240-U 2x50 t Verladesilo
Concept TBA 240-U 2x50 t Verladesilo




Asphaltmischanlagen aus Berlin

Teltomat Maschinen GmbH, Berlin, ist ein bekannter Hersteller von Asphaltmischanlagen. Seit den 50er Jahren werden von diesem Unternehmen komplette Asphaltmischanlagen gefertigt. Bis heute sind über 1.800 Anlagen weltweit im Einsatz. Teltomat produziert heute stationäre und leicht umsetzbare Asphaltmischanlagen der Größenordnungen 60 t/h bis 300 t/h sowie Anlagen der Umwelt- und Aufbereitungstechnik.
Neu entwickelt wurde jetzt, die Asphaltmischanlage Teltomat 160 Expert. Das Kernstück der Anlage ist der weiterentwickelte Mischturm, welcher die Vorteile von stationären und trailermobilen Asphaltmischanlagen vereint. Durch den modularen Aufbau der einzelnen Sektionen des Mischturmes, die bei Einhaltung der Containermaße kostengünstige Transporte sichern ist eine schnelle Montage und Demontage des gesamten Mischturmes möglich. Das Grundkonzept des Mischturmes kann jederzeit nachgerüstet werden, mit Baueinheiten für die Bearbeitung von Asphaltgranulat für die Zugabe von Zusatzstoffen zur Herstellung von Splittmastix und anderen Rezepturen für spezielle Anwendungen sowie für die Produktion von hydraulisch gebundenen Tragschichten (HGT). Alle dafür erforderlichen Baugruppen sind ebenfalls in semimobiler Ausführung entwickelt worden. Mit dem Einsatz eines Massedurchflussmessers für die Bitumendosierung wird in Teltomat-Anlagen ein Weg beschritten, um bei der Bitumenzugabe eine hohe Genauigkeit zu erreichen. Der Vorteil des Einsatzes eines Massendurchflusszählers liegt in der Unabhängigkeit von der Temperatur und Viskosität des durchströmenden Bitumens auf die Messgenauigkeit. Damit werden die volumetrischen Messverfahren bisher notwendigen Umrechnungen und Korrekturen bei den verschiedenen Bitumensorten nicht mehr erforderlich. Um eine hohe Montagefreundlichkeit der gesamten Anlage zu erreichen, werden alle elektrischen Verbindungen der Baugruppen zur Steuerzentrale als Steckverbinder ausgeführt. Die zum Einsatz kommende Steuerung ermöglicht eine dezentrale Anordnung der Schaltschränke, wobei die Schaltschränke an den Baugruppen der BUS-Verbindungen durch die Steuerzentrale angesteuert werden.
Kanal- und Rohrleitungsverbindungen sind so ausgelegt, dass der Aufwand für Montage und Demontage auf 5 bis 7 Tage reduziert wird. Transportoptimiert sind gleichfalls Bitumenlager- und Heizöllagertanks in Containerausführung sowie die Vordoseure in geblockter Ausführung und die Entstaubungsanlage. Alle Baugruppen halten durch den gewählten Vormontagegrad die Kriterien für den Gütertransport der Deutschen Bahn AG, der osteuropäischen und russischen Bahnen ein. Für den Straßentransport sind sie besonders für Sattelschlepper mit Aufliegern geeignet wie sie Transportunternehmen in ihrem Fahrzeugpark vorhalten.



Asphaltmischanlagen aus der Türkei

Mit der Präsentation von Anlagen und Komponenten für die Asphaltproduktion auf der Bauma will die türkische Unternehmensgruppe Simge aus Bursa den Durchbruch auf dem europäischen Markt schaffen. Bislang hat das türkische Unternehmen vor allem in Ländern des nahen Ostens und in einige ehemalige sowjetische Republiken wie Kasachstan und Turkmenistan geliefert. Die Simge-Gruppe, zu der sieben Unternehmen zählen, ist in den Bereichen Gesteinsmaterialgewinnung und -aufbereitung, Straßenbau und Asphaltherstellung tätig. Auf der Bauma wurde die komplette Asphaltmischanlage 206 F, die 200 Tonnen pro Stunde leistet, ausgestellt. Weiterhin wurden Produkte wie Dosiergeräte für Spezialkomponenten in Zusammenhang mit der Mischanlage und dem Simge-Challenger präsentiert. Bei dem Simge-Challenger handelt es sich um eine kompakte geschlossene Brecher- und Siebanlage für die Asphaltproduktion. Bei herkömmlichen Mischanlagen wird jede Korngröße angefahren, gelagert und dosiert. Diese Anlage zeichnet sich dagegen durch eine starke vereinfachte Logistik aus. Mit dieser Aufbereitungsanlage kann Gesteinsmaterial von der Korngröße bis zu 70 mm verarbeitet werden. Damit benötigt der Kunde nur Vormaterial einer Korngröße. Je nach dem welche Körnung für das zu produzierende Mischgut benötigt wird, wird der Brecher bzw. werden die Siebe entsprechend eingestellt. Das damit gewonnene Material wird in fünf geschlossenen Silos zwischengelagert. Der türkische Hersteller weist auf die geringe Feuchtigkeit von lediglich 0,2 % des Gesteins als weiteren Vorteil der Anlage hin. Denn das relativ große Ausgangsmaterial nimmt auch bei einer Lagerung unter freiem Himmel bei Regen weniger Feuchte auf. Zwar ist nach wie vor ein Trockner erforderlich, aber nicht mehr mit dem Energieeinsatz wie bei anderen Konzepten.



Asphaltmischanlagen in ISO See-Containern

Die Lintec GmbH, Buxtehude, hat sich auf die Herstellung von mobilen Asphaltmischanlagen spezialisiert. Bei der neu entwickelten Anlage CSD 1.500 ist jede Anlagenkomponenten in einem 100 Prozent ISO See-Container hergestellt. Normale Transportbreite sowie kein Übergewicht gewährleisten niedrigste Containerraten und schnellsten Transport. Der Einsatz von Tiefladern ist nicht notwendig. Für die CSD 1.500 werden keine Betonfundamente benötigt. Die Grundfläche der Container gewährt für normale Bodenverhältnisse ausreichend Stabilität. Die Anlage ist spätestens nach einer Woche betriebsbereit und auch innerhalb weniger Tage abgebaut. Ein Mobilkran wird lediglich jeweils nur für einen Tag benötigt. Die Containeranlage produziert nach Angaben von Lintec Asphalt mit den geringsten Lärm- und Staubemissionen (durch Verwendung von Schlauchfiltersystemen < 20 mg/m³) ebenso wird die Prozesswärme durch die Einhausung in Containern reduziert. Die CSD 1.500 ermöglicht auch eine Reduzierung der Energiekosten um rund 10 Prozent im Vergleich zu anderen Turmanlagen. Dies wird erreicht zu den Wegfall des Heißelevator und die Anordnung der Siebe um den heißen Trommelkörper. Ein reduzierter Energiebedarf des Brenner wird erzielt durch eine Zusammenfassung von Trocknen und Sieben in einem Bauteil.
Durch das interne Treppenhaus und die Arbeitsplattform auf jeder Containerebene sind die Wege kurz und die Wartung einfach. Die Standartanlage sieht aus wie einmodernes Fabrikgebäude und nicht wie eine herkömmliche Asphaltmischanlage. Durch die Containerbauweise können einzelne Anlagenkomponenten auch ausgetauscht werden.


Asphaltmischanlage CSD 1500 in See-Containern
Asphaltmischanlage CSD 1500 in See-Containern




Asphaltmischanlagen aus Italien

Die ATS Asphalttechnik GmbH, Eschspan, hat sich in mehr als drei Jahrzehnten des Bestehens auf Geräte und Technologien zur Herstellung von Mischgut, vor allem von Asphalt spezialisiert. ATS vertraut im Asphaltbereich seit Jahren auf die bewährten Serienprodukte von Marini, einem der weltweit größten Hersteller von Asphaltmischanlagen. Doch gerade in Deutschland sind die Anforderungen an Asphaltmischanlagen sehr speziell und kundenspezifisch. Der konsequent modulare Aufbau der Marini-Anlagen ermöglicht es, quasi aus einem Baukasten wirtschaftlich maßgeschneiderte Anlagen zu planen und zu errichten.
Seit Jahren muss der bei Straßenbauarbeiten anfallende Aufbruch wiederverwendet werden. Drei Basistechnologien werden heute für das Asphaltrecycling eingesetzt. In der Praxis hat sich die Technologie der Mittenzugabe, die von ATS mit entwickelt und patentiert wurde, als besonders wirtschaftlich und rationell erwiesen. Sie zeichnet sich durch geringe Kosten, Leistungsfähigkeit und hohe Effizienz aus. Das Verfahren ist besonders materialschonend, ermöglicht hohe Zugaben und stellt einen problemlosen und zuverlässigen Betrieb sicher. Die Mittenzugabe erfordert keinen zusätzlichen Energieaufwand und spart so laufende Betriebskosten.
Kleinere Anteile von Recyclingmaterial sind mit der Kaltzugabe möglich. Sie erfordert allerdings Zeit für das Erwärmen und Trocknen des Granulats, was zu erheblichen Leistungseinbußen führt, sowie eine genaue Beachtung der Emissionen.
Für die Zugabe besonders großer Produktions- und Zugabemengen von Recyclingmaterial - insbesondere wenn eine exakte Verwiegung der unterschiedlichen Materialkomponenten notwendig ist - bietet ATS mit der patentierten "Paralleltrommel mit Abwärmebeheizung" eine wirtschaftliche Lösung an.
Straßenaufbruch mit teer- oder pechstämmigen Bindemitteln darf nicht erwärmt werden. Die ATS-Lösung: Eine CMX-Kaltmischanlage, in der Mischgut für hydraulisch gebundene Tragschichten ohne Zugabe von Zement und Wasser oder Mischgut mit der Bindung von Bitumenemulsionen hergestellt werden kann. Um die üblicherweise kleinen anfallenden Mengen wirtschaftlich verarbeiten zu können, hat ATS eine mobile Anlage mit eigener Achse konzipiert, die einen schnellen Ortswechsel ermöglicht.



Deuguss - Flächenabdichtungssystem

Der Schutz des Bodens und des Grundwassers hat überall dort höchste Priorität, wo mit wassergefährdenden Stoffen umgegangen wird. Das kann sowohl in chemischen Anlagen und Industriebetrieben, als auch im Bereich von Tankstellen sein. Das Wasserhauthaltsgesetz (WHG) hat für diese Fälle in § 19 g einen Besorgnisgrundsatz definiert, in dem es heißt, dass Anlagen zum Verwenden wassergefährdender Stoffe so beschaffen sein müssen, dass eine Verunreinigung oder sonstige nachteilige Veränderung der Eigenschaften der Gewässer nicht zu besorgen ist. Dies gilt wesentlich für die Flächenbefestigungen solcher Anlagen. Daher müssen diese speziell hierfür konzipiert sein und eine Bauartzulassung gem. § 19 i des WHG aufweisen.
Von Deutag, Linz/Rhein, wurde erstmalig in Deutschland eine solche "Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung" für das Flächenabdichtungssysteme Deuguss erwirkt, dessen Kernstück ein speziell konzipierter Gussasphalt ist. Damit wurde ein Flächenabdichtungssystem entwickelt, dass vom Deutschen Institut für Bautechnik eingehend auf seine Beständigkeit gegenüber einer Vielzahl von Chemikalien getestet wurde. Dies gilt nicht nur für die ausschließliche Beaufschlagung mit wassergefährdenden Stoffen sondern auch für die gleichzeitige Befahrung des Abdichtungssystems mit schweren Fahrzeugen, wie es in großen Chemiebetrieben und Umschlaganlagen durchaus der Regelfall ist.


Lagerhalle mit Gussasphaltboden
Lagerhalle mit Gussasphaltboden






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