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Stress-Seminar - Seminarstress?

Wenn der Chef sauer, der Partner launig, der Beifahrer nervig, die Fliege im Schlafzimmer clever ist..., ist Stress fast unvermeidlich! Für die Arbeitssicherheit hat zu viel Stress nachweislich negative Folgen. Die Geschäftsleitung der Deutag GmbH & Co. KG, Niederlassung Berlin, und die Geschäftsstelle Berlin der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft hatten sich deshalb entschlossen, die von der Europäischen Union initiierte "Europäische Woche gegen psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz" zum Anlass zu nehmen und das eintägige Betriebsleiterseminar "Arbeitssicherheit" im Jahre 2003 dem Thema Stress zu widmen.
28 Betriebsleiter trafen sich in zwei Gruppen im unstrittig stressfreien Ambiente des Hotels "Seebad-Casino" in Rangsdorf bei Berlin. Als Referenten und Erfahrungsträger waren Frau Dipl.-Psych. K. Sötje und Dipl.-Psych. Dr. A. Böhm angereist.
Nach einer kurzen theoretischen Einführung ergab eine Kartenabfrage, dass Zeitmangel und Zeitzwänge für fast alle Anwesenden die entscheidenden Stressfaktoren im Arbeitsalltag darstellen. Einigkeit herrschte darüber, dass man diesen Zwängen in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation nicht aus dem Wege gehen kann.
Von den Referenten wurden Strategien aufgezeigt, Detektiv des eigenen Verhaltens zu werden und Stressreaktionen auf den vier Ebenen "Gedanken", "Gefühle", "Körper" und "Verhalten" möglichst frühzeitig zu
erkennen.
Spaß hatten alle Teilnehmer bei der Schilderung und Analyse selbsterlebter Stresssituationen. Gemeinsam wurden zur Bewältigung kurzfristiger Stresssituationen konkrete Vorschläge erarbeitet, wie
  • Stopp sagen,
  • einen Moment innehalten,
  • tief durchatmen, aber auch
  • "das Handy ruhig mal klingeln lassen und die Nachricht auf der Mailbox abwarten",
  • "im Havariefall nicht kopflos agieren, sondern die Mannschaft zuerst für 10 Minuten zusammenrufen, für Ruhe sorgen und die notwendige Reparatur absprechen".

Zur mittel- und langfristigen Stressbewältigung wurden
  • Sport und Bewegung,
  • Entspannungsübungen und insbesondere
  • "die Lösung des Problems"
vorgeschlagen und die Tauglichkeit dieser Vorschläge durch Erlebnisberichte der Teilnehmer veranschaulicht.
Besonders die praktischen Entspannungsübungen beeindruckten durch ihre Einfachheit und Wirksamkeit. Der schriftliche Stress-Test (Böhm/Sötje) zeigte jedem, wo seine Stärken und Kraftquellen liegen und welche Bereiche Belastungen verursachen.
Im Abschlussgespräch und auch in den unternehmensinternen schriftlichen Seminarauswertungen wurde diese Veranstaltung ausnahmslos als hilfreich und nutzbringend für den betrieblichen und privaten Alltag eingeschätzt. Jedem war jedoch klar, dass die Umsetzung des Gehörten und Gelernten in der Praxis nicht immer stressfrei verlaufen wird.
Dipl.-Phys. Udo Stölzner


Dieser Test gibt Ihnen Auskunft, in welchen Bereichen Ihre Stärken und Schwächen liegen.
Vorgehensweise:
  • Kreuzen Sie bei jeder Frage den Wert an, der Ihr Verhalten am besten wiedergibt.
  • Beantworten Sie die Fragen zügig (längeres Nachdenken ist hierbei nicht sinnvoll).
  • Übergehen Sie Fragen, die für Sie keine Bedeutung haben.
  • Zählen Sie die Zahlen aus allen Antworten zusammen.
  • Teilen Sie diese Summe durch die Anzahl der beantworteten Fragen. Das ergibt Ihren Durchschnittswert.
  • Ziehen Sie in Höhe dieses Wertes eine Linie von oben nach unten.

Sie erhalten zwei Bereiche: Im linken Bereich liegen Ihre Schwächen, im rechten Ihre Stärken.
Wichtig ist das Verhältnis von Stärken und Schwächen. Die absoluten Werte sind nicht entscheidend.


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