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[Die Industrie der Steine + Erden]






Innovationen zur Natursteinbearbeitung

Vom 29. Mai bis 1. Juni 2003 ist Nürnberg das Mekka der Spezialisten für die Bearbeitung von Naturwerkstein. In diesem Zeitraum findet die in einem Rhythmus von zwei Jahren durchgeführte Stone+tec auf dem Gelände der NürnbergMesse statt.

Nach wie vor steht bei Architekten und Bauherren Naturwerkstein hoch im Kurs. Die zur Bearbeitung kommenden Rohstoffe sind ebenso vielfältig wie die Wünsche der Kunden im Hinblick auf Formgebung und Oberflächenbeschaffenheit. Dies stellt an Maschinen- und Werkzeughersteller immer neue Herausforderungen.
Die Stone+tec ist traditionell das Forum, auf der neueste Trends und Entwicklungen bei der Natursteinbe- und -verarbeitung vorgestellt werden.


Horizontales Sägen von Naturstein mit der neuen Thibaut Seilsäge TS 1800
Horizontales Sägen von Naturstein
mit der neuen Thibaut Seilsäge TS 1800




Galaxy 4000 multistar - innovativ von Galeski

Am 29.5.2003 um 10.00 Uhr präsentiert Galeski Werkzeuge, D-56457 Westerburg, auf der Stone+tec in Nürnberg erstmals das neue Bearbeitungszentrum Galaxy 4000 multistar.
Die bereits bewährte Natursteinbearbeitungsstation wurde weiter verbessert und überarbeitet. Die Anlage schließt damit eine Lücke zwischen großen, für viele Betriebe unerschwinglichen Bearbeitungszentren, und den verbreiteten handgeführten Maschinen.
Das für moderne und kreative Natursteinbearbeitung bei noch größeren Verfahrwegen auch für lange Arbeitsplatten ausgerüstete Galeski Spitzenmodell verfügt über folgende Ausstattungsmerkmale:
  • 380 V Servomotor mit Schwenkfunktionen zur vertikalen Flächen- und horizontalen Kantenbearbeitung in allen vier Richtungen
  • Alle Fahrwege sind mit Endlagendämpfung ausgestattet
  • Freies Bearbeitungsfeld - von drei Seiten offen - dadurch unbegrenzte Größe der zu bearbeitenden Platte
  • Gebrauchsmustergeschützte Brückenaufhängung
  • Punktlaser in der Arbeitsspindel zum schnellen Ausrichten und Einmessen des Werkstückes.
Dieses neue Bearbeitungszentrum kann in der Halle 7 A, Stand 510 erstmals besichtigt werden.


Die Galaxy 4000 multistar wird auf der Stone+tec enthüllt
Die Galaxy 4000 multistar wird
auf der Stone+tec enthüllt




GMM Brückensäge Eura

Die Brückensäge Eura ist das Basismodell der Produktfamilie des italienischen Herstellers GMM, der sich auf die Produktion von Brückensägen spezialisiert und seit 1993 über 1.500 Anlagen weltweit verkauft hat. Vertrieb und Service in Deutschland erfolgen über das Unternehmen J. König GmbH. Mit den verschiedenen Modellen - Eura, Tecna, Lexta, Axia, Tria und Radia trägt der italienische Hersteller den unterschiedlichsten Kundenwünschen Rechnung.
Wie alle Modelle zeichnet sich auch die Eura durch eine solide Gussbrücke, den Gusssupport und den Gussdrehtisch aus, die eine hohe Laufruhe und somit exakte Schnitte und geringen Werkzeugverschleiß garantieren. Support- und Brückenlaufschienen sind im Ölbad gelagert und verlangen deshalb nur geringen Wartungsaufwand. Auch auf Details wurde bei der Konstruktion geachtet, wie z. B. eine schallisolierte Spritzschutzhaube oder eine Wassergabel, die sich auf unterschiedliche Trennscheiben-Durchmesser einstellen lässt, um eine optimale Wasserzufuhr zu ermöglichen.
Wichtige Ausstattungsmerkmale sind die Folgeschnitt- und sowie Granit-Absenkautomatik. Neu bei der serienmäßigen Ausstattung ist der Schwenksupport für Schichtenschrägschnitte, mit dem auch dickere Granitwerkstücke geschnitten werden können. Der Fahrweg des Supports beträgt 3,50 m und ist somit ausrechend für die üblichen Unmaßplatten. Die Handsteuerbirne mit Grundfunktionen ermöglicht es dem Bedienenden, nahe am Werkstück zu stehen, während das Werkzeug mit Unterstützung des Diodenlasers eingerichtet wird.
Die Eura ist ausgelegt für Trennscheiben mit einem Durchmesser von 400 bis 625 mm bei einer Schnitttiefe von bis zu 200 mm in Hart- und Weichgestein. Des Weiteren verfügt sie über einen 360° drehbaren Sägetisch mit Hydraulikbremse zur Klemmung jeder Winkelstellung und Tischzentrierhalter 0° und 90° für rechtwinklige Schnitte.


Brückensäge Eura
Brückensäge Eura




Bearbeitungszentrum T108 von Thibaut

Die T108 ist ein Universal-Bearbeitungszentrum für den gehobenen Innenausbau - z. B. für die Bearbeitung von Küchenarbeitsplatten, Waschtischen, Duschtassen und vielem mehr.
Außerdem ist die Maschine einsetzbar zum Bohren, Schleifen und Fräsen von Natur- und Kunststein.
Seit 1996 die erste T108 auf den Markt gekommen ist, hat das Unternehmen Thibaut mittlerweile über 500 Maschinen verkauft. Während dieser Zeit wurde die Maschine - korrespondierend zu den geänderten Erfordernissen des Marktes - kontinuierlich weiterentwickelt, um den Benutzern optimale Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.
Zum Beispiel das Werkzeug- Schnellwechselsystem: Über eine Steilkegelaufnahme können die vielen verschiedenen Werkzeuge, die für die Herstellung einer Küchenarbeitsplatte benötigt werden, schnell und zeitsparend gewechselt werden. Weitere Vorteile bieten der Spindelmotor mit einer stufenlosen Drehzahlregulierung von 250 bis 10.000 U/min sowie der programmierbare pneumatische Anpressdruck der Spindel von oben. Durch diese Kombination ist es möglich, äußerst exakt zu arbeiten, optimale Schleifergebnisse, insbesondere bei der Herstellung von Abtropfflächen, zu erzielen.
Ein weiterer Vorteil der stufenlosen Drehzahlregulierung besteht darin, dass alle Werkzeuge - also vom Fingerfräser bis hin zum Schleifwerkzeug - über nur einen Spindelanschluss einsetzbar sind. Die Steuerung aller Funktionen - wie Regulierung der Drehzahl, Vorschub, Oszillation - erfolgt bei der T108 Evolution über SPS-Steuerung und Touch-Screen.
Auf diese Wiese wird auch die vertikale Oszillation der Werkzeuge programmiert: das jeweilige Werkzeug ist während des Bearbeitungsvorgangs nicht starr, sondern wird durch eine gleichmäßige Auf- und Abwärtsbewegung am Werkstück entlag geführt. So ist es zum einen möglich, mit der T108 auch höhere Materialien mit Diamant-Schleifwalzen zu bearbeiten. Zum anderen wird der Belag des Werkzeugs nicht nur an einer Stelle abgenutzt, sondern über seine gesamte Fläche.
Der Hubweg beim Vertikalvorschub beträgt 300 mm. Die Maschine kann in ihrer Höhe elektrisch über Tipp-Betrieb verstellt werden, so dass die Höhe sehr exakt eingestellt werden kann. Der Arbeitstisch mit einer Länge von drei Metern ist ebenfalls ein Arbeitsvorteil, da ein Umbänken der Werkstücke damit nicht nötig ist.


Universal-Bearbeitungszentrum T108
Universal-Bearbeitungszentrum T108




Schleifsystem für Antik-Effekt

Antike Böden haben eine besondere Ausstrahlung. Viele Architekten und Bauherren möchten heute die Schönheit der Antike in ihren Objekten verwirklichen. Bisher wurde dafür oft mit umweltschädlicher Säure gearbeitet, was bei der Verarbeitung zu großen Problemen führen kann.
Um Natursteinen, ohne Verwendung von Säure, eine dekorative antike Oberfläche zu geben, verwendet man heute Maflex-, bzw. Tinex-Bürsten. Ihre Kunststoff-Borsten sind mit Korund gefüllt. Die Bürsten können sowohl in Handschleifmaschinen, Fußbodenschleifmaschinen oder stationären Schleifmaschinen eingesetzt werden.
Unterschiedliche Effekte (von grob bis Nass-Glanz) erreicht man durch den Einsatz und Kombination der verschiedenen Körnungen.
Mit der Stockervorrichtung Abrax extrafein wird ein Sandstrahleffekt erzielt. Dies kann zur Herstellung von gleichmäßig fein aufgerauhten Oberflächen auf Marmor, z. B. Botticino, Carrara, Jura, Solnhofener, Travertin eingesetzt werden.
Abrax ist ideal als Vorstufe für "Antikeffekt" mittels Tinex- bzw. Maflex-Bürsten. Dagegen ist es nicht geeignet für abrasive Materialien, Hartgestein und Keramik. Mit Maflex- / Tinex-Bürsten erhält man einen optimalen Antik-Effekt auf weichem Gestein. Maflex- und Tinex-Bürsten sind lieferbar in den Durchmessern 107 mm, 130 mm, 150 mm und 250 mm, sowie als Form "Frankfurt" und Form "Fickert". Sie sind einsetzbar mit Wasserkühlung, sowohl auf Handmaschinen, als auch auf Fußbodenschleifmaschinen und stationären Schleifanlagen.


Diarex Trennscheibe TGI-L

Die Diarex Trennscheibe TGI-L ist von der Werkzeugfabrik J. König GmbH in Karlsruhe speziell für den Einsatz in Hartgestein auf stationären Brückensägen entwickelt worden. Die TGI-L zeichnet sich durch einen exakten und schnellen Schnitt in allen gängigen Granitarten aus. Die Trennscheibe verfügt über ein geteiltes Diamantsegment in Sandwichbauweise (in den Abmessungen 20 x 20 mm). Durch diese Segmentanordnung ist einerseits eine hervorragende Wasserzufuhr an die Schnittfuge und andererseits eine optimale Schlammabfuhr von der Schnittfuge weg möglich. Die Diamanten können somit das Gestein optimal zerspanen. Ein weiterer Vorteil der TGI-L ist die Segmenthöhe von 20 mm, weil dadurch die Schnittkosten erheblich reduziert werden können. Die TGI-L ist von 350 mm bis 1.200 mm Durchmesser lieferbar. Andere Abmessungen auf Anfrage.


Trennscheibe Diarex TGI-L
Trennscheibe Diarex TGI-L




Vibrationsarmer Drucklufthammer

Wissenschaftler des Institutes für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme der TU Chemnitz haben ein Verfahren zur Breitbandvibrationsdämpfung von Drucklufthämmern entwickelt.
Zum Hintergrund: Etwa 1,47 Millionen Drucklufthämmer werden heute in fast allen Industriebereichen Deutschlands betrieben. Sie alle haben eins gemein - sie vibrieren. Und das spürt man meist schmerzhaft in Händen und Armen. Bei der Konstruktion von Drucklufthämmern wurde bisher vorrangig auf niedrige Material- und Produktionskosten und auf verkaufförderndes Design geachtet. Gesundheitsaspekte bleiben dabei oft auf der Strecke.
In einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickeln nun Forscher der Professur Arbeitswissenschaft der TU Chemnitz und der Drugema GmbH Wittgensdorf (bei Chemnitz) einen Pneumatikhammer, der kaum noch vibrieren und den ergonomischen Gestaltungsrichtlinien entsprechen soll.
Die Vibrationsbeschleunigung am Hammergriff wird dabei von derzeit 8 bis 10 m/s~ auf etwa ein Drittel gesenkt. Laut der neuen DIN EN 5349-1 dürfen nur solche Hämmer acht Stunden hintereinander von einer Person benutzt werden, die Vibrationsbeschleunigungen kleiner ist als 3 m/s~ verursachen.
Um das Forschungsmuster testen zu können, wurde am Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme der TU Chemnitz ein eigener Versuchsstand entwickelt. Handelsübliche Pneumatikhämmer der Klasse um 6 Kilogramm wurden hier monatelang getestet und hinsichtlich ihrer Wirkung auf das Hand-Armsystem bewertet. Anpresskraft, Dämpfungsverhalten, mechanische Impedanz des Hand-Arm-Systems des Bedieners sowie der Wirkwinkel wurden bei allen Versuchen konstant gehalten. Die Chemnitzer Forscher um Prof. Dr. Hartmut Enderlein wollen aus diesen Erfahrungen heraus künftig ein Verfahren zur vergleichenden Bewertung von Drucklufthämmern bzw. der Schädigungen durch die Arbeit mit Pneumatikwerkzeugen entwickeln.
Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass ein neuer Drucklufthammer - made in Sachsen - dank seiner ergonomischen Gestaltung die DIN-Grenzwerte unterschreiten wird.



Alligator Plattengreifer weiter verbessert

Der Alligator ist ein kompakter Plattengreifer von Galeski Werkzeuge, der Steinplatten bis 75 mm Stärke (je nach Typ) und von max. 1.000 kg Gewicht sicher festhält, ohne dabei die empfindliche Steinoberfläche zu beschädigen.
Das wird durch die Gummibeschichtung auf allen Seiten der Klemmbacken gewährleistet.
Herkömmlichen Greifern gegenüber bietet er wichtige Vorteile: Die einzigartig kompakte Bauweise macht es möglich, die Steinplatte zu greifen und anzuheben, ohne diese zur Nachbarplatte in einen gefährlichen Neigungswinkel zu bringen.
Außerdem wird die Gefahr des Verkratzens der Nachbarplatte dadurch stark gemindert.

Alligator Plattengreifer
Alligator Plattengreifer






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