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[Die Industrie der Steine + Erden]






Gigantischer Komatsu Bulldozer im Steinbruch

Selbst eingefleischte Baumaschinenprofis und erfolgreiche Steinbruchbetreiber geraten ins Schwärmen, wenn von dem Komatsu Bulldozer D475A-3 die Rede ist.
Schon die schiere Masse von 100 Tonnen Betriebsgewicht, der bullige 12 Zylinder Dieselmotor mit 641 kW / 860 PS Leistung und das riesige 34,4 m3 Schildvolumen sind an sich schon überzeugende Argumente.
Wenn dann noch - nachdem die Maschine sich im Dauereinsatz bewährt hat - das Kunden-Gesamturteil über den Giganten mit "gut" benotet wird, bekommt das Ganze ein wohlverdientes Prädikat.
So geschehen bei der Holcim-Tochtergesellschaft, der Alsen AG im Werk Höver in der Nähe von Hannover. Werksleiter Dr. Klaus Eichas ist sich mit seinem Produktionsleiter Dipl.-Ing. Dorko Roman einig: "Die Maschine kann sich mit einer Förderleistung von über 500 Tonnen Mergel pro Stunde mehr als sehen lassen." Die moderne und solide Raupentechnologie, die Benutzerfreundlichkeit sowie die Maschinenleistung tragen ein Übriges zur Begeisterung bei.
Als vor einigen Wochen der Bulldozer geliefert wurde, übernahm er in dem seit 1907 bestehenden Steinbruch seine Aufgaben im Mergelabbau als Reißraupe.
Warum dazu in diesem Bruch eine Reißraupe eingesetzt wird, erklärt eine Firmendruckschrift: "....Dieser Lagerstättenaufbau hat wesentlichen Einfluss auf die Verfahrenstechnik und bestimmt die Gewinnung an drei Stellen entweder durch Reißraupen oder durch Sprengung." Weiter heißt es: "Beim Sprengbetrieb sind für Wohngebäude die in einer DIN-Norm und im Genehmigungsbescheid des Landkreises Hannover angeführten Schwinggeschwindigkeiten einzuhalten." Bedingt durch diese Abbauvorgaben war die Gewinnung nur mit einer Reißraupe möglich.
Während d es Einsatzes lenkt der Fahrer die schwere Raupe entspannt mit joystickähnlichen Hebeln in das anstehende Material. Vom bärenstarken Motor wird die Leistung über das hydraulische Getriebe nahezu verlustfrei auf das Laufwerk übertragen. Mit dem gigantischen Heckaufreißer wird der Kalkmergel zunächst
aufgerissen und dann mit dem Schild zum Vorbrecher geschoben. Und das täglich, bei jedem Wetter. Auch wenn es sich um größte Gesteinsbrocken handelt und der Schlamm bis zu einem Meter hoch steht, ist die Maschinenbeweglichkeit absolut noch gegeben. Die Raupe einschließlich sämtlicher Komponenten ist auf wirkliche Schwerstarbeit ausgelegt. Durch das hohe Qualitätsniveau ist selbst noch nach Jahren der sichere Betrieb gewährleistet.
Dass die Kaufentscheidung zu Gunsten einer D475A-3 ausfiel, ist auf die positiven Erfahrungen schon früher angeschaffter Komatsu-Maschinen zurück zu führen.
Ausgeliefert wurde der Gigant vom Baumaschinen-Händler Berobau. Berobau ist als einer der großen deutschen Komatsu-Vertragspartner mit neun Standorten in ganz Nordwestdeutschland vertreten.
Kompetenz und professioneller Service kennzeichnen die seit langem bestehende enge Zusammenarbeit. Schnelle Betreuung vor Ort stellen den kontinuierlichen Maschineneinsatz auf Dauer zuverlässig sicher.

Die offizielle Übergabe der 100 Tonnen schweren Reißraupe an die Alsen AG durch den Komatsu-Vertragshändler Berobau erfolgte nach erfolgreichem Testeinsatz.


V.l.n.r.:, Berobau-Niederlassungsleiter Heinz-Otto Schacht, Berobau-Inhaber Christoph Stöckler, Alsen-Werksleiter Dr.-Ing. Klaus Eichas, Alsen-Produktionsleiter Dipl.-Ing. Dorko Roman
V.l.n.r.:, Berobau-Niederlassungsleiter Heinz-Otto Schacht,
Berobau-Inhaber Christoph Stöckler, Alsen-Werksleiter
Dr.-Ing. Klaus Eichas, Alsen-Produktionsleiter
Dipl.-Ing. Dorko Roman






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