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Witterungsverhältnisse werden häufig falsch eingeschätzt

Die Tücken der Wetterlage werden von Autofahrern falsch eingeschätzt. Die Risiken bei nasser Fahrbahn werden deutlich unterschätzt und andere Risiken überschätzt. Dies machte eine repräsentative Umfrage des Deutschen Verkehrssicherheitsrates deutlich. 75 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen Eisglätte im Straßenverkehr am meisten zu schaffen mache. An nächster Stelle folgt mit 46 Prozent Nebel und mit 39 Prozent Schnee. Nur 15 Prozent nannten Nässe als eine schwierige Wetterlage.
Die Unfallzahlen aber sprechen eine andere Sprache: Nässe bildet die gefährlichste Wetterlage. Die Zahl der Verkehrsunfälle steigt bei nassen Straßen innerorts im Schnitt um über 20 Prozent. Außerorts ist der Einfluss von Nässe nur unwesentlich geringer als innerorts. Die Zahl der Ausserortsunfälle ist bei nasser Straße um etwa 18 Prozent höher als bei trockener Straße. Bei nasser Fahrbahn ereigneten sich im Jahr 2000 insgesamt 114.068 Unfälle mit Personenschaden, dabei wurden 2.239 Menschen getötet. Bei winterglatter Fahrbahn ereigneten sich 10.077 Unfälle, wobei 269 Menschen getötet wurden. Bei Nässe wird zu schnell gefahren und die damit verbundene Gefahr des sogenannten Aquaplaning wird offenbar völlig unterschätzt, erinnert die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft. Beim DVR-Sicherheitstraining wird Nässe auf der Fahrbahn simuliert.
So kann man unter fachmännischer Anleitung erfahren, wie das eigene Auto reagiert.


Viele Autofahrer unterschätzen die Veränderung der Fahrbahneigenschaften durch Witterungseinflüsse
Viele Autofahrer unterschätzen die Veränderung
der Fahrbahneigenschaften durch Witterungseinflüsse






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