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Slide-Base-Einrichtung in allen Pumpenbaureihen

Wo bei Instandsetzungen an Anlagen schwere Bauteile gelöst und entfernt werden müssen, drohen Unfallgefahren, wenn für die Lastaufnahme der Teile weder ein Hebezeug fest eingebaut wurde, noch eine sichere Anhängevorrichtung für den Montage-Flaschenzug der Servicetechniker vorhanden ist. Diesem Risiko hat die Svedala-Gruppe für die schweren Ausführungen ihrer Feststoff-Kreiselpumpen Rechnung getragen und zugleich einen schnelleren Ablauf der Instandsetzungsarbeiten erreicht.
Die Pumpen können von der Antriebsseite her geöffnet werden; nach dem Lösen der Gehäuseschrauben zieht man das Laufrad, mit Lagerkassette, Lagerbock und dem oberhalb der Pumpe angeordneten Antriebsmotor, nach hinten aus dem Gehäuse heraus. Verglichen mit der üblichen, nach vorn öffnenden Bauweise von Kreiselpumpen hat diese Konstruktion den erheblichen Vorteil, dass die Pumpe zu Wartungs- und Reparaturzwecken nicht aus der Rohrleitung herausgelöst werden muss.
Dabei stellte sich die Frage, auf welche Weise man das Gewicht der von der Pumpe getrennten Antriebsgruppe unfallsicher aufnehmen kann. Zunächst an der schweren Baureihe XR eingeführt, erwies sich die sogenannte Slide-Base-Einrichtung als praxisgerechte Servicehilfe. Sie wird daher jetzt auch an den beiden mittleren Baureihen HR/HM und MR/MM angewandt. Die Slide-Base-Einrichtung ergänzt die wartungsfreundliche Pumpenbauart durch die Verlagerung des komplett herausziehbaren Teiles der Pumpe auf einem Schlitten, der auf der Pumpengrundplatte gleitet. Als Werkzeug zum Abziehen genügt eine Brechstange. Sie wird zwischen den an Gleitplatte und Grundplatte seitlich angegossenen Nasen angesetzt, um die bewegliche Gruppe sicher geführt aus der Pumpe herauszuhebeln. Auf entsprechende Weise wird der bewegliche Teil wieder mit dem Pumpengehäuse vereint. Bei Gewichten der mit der Slide-Base-Einrichtung erhältlichen Pumpentypen zwischen rund 600 kg und mehr als 20 t bedeutet die Neuerung eine große Arbeitserleichterung, oft auch die "Einsparung des zweiten Mannes", außerdem verkürzte Pumpenausfallzeiten und erheblich gesteigerte Arbeitssicherheit.
Svedala-Feststoffpumpen sind für maximale Förderströme zwischen 8 und 10 000-m3/h erhältlich. Für die Förderung von stark abrasiven Medien vorgesehen, haben die Pumpen dickwandige Elastomerauskleidungen. Die Laufräder bestehen in der Standardversion gleichfalls aus Elastomermaterial, wahlweise kann auch Hartchromguß mit einer Härte von 600 HB eingesetzt werden.


Die Werkstattaufnahme zeigt, wie das Laufrad und die Antriebsgruppe von Feststoffpumpen mit "Slide-Base"-Einrichtung nach rechts aus dem Gehäuse heraus gehebelt werden
Die Werkstattaufnahme zeigt, wie das
Laufrad und die Antriebsgruppe von
Feststoffpumpen mit "Slide-Base"-
Einrichtung nach rechts aus dem Gehäuse
heraus gehebelt werden





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