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Dyckerhoff AG: Auslandsumsatz erneut gewachsen

Das Geschäftsjahr 2001 war für Dyckerhoff "ein Jahr der Konsolidierung in einem erschwerten volks- und bauwirtschaftlichen Umfeld", so der Vorstandsvorsitzende Dr. Peter Rohde anlässlich der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz. Der Dyckerhoff Konzernumsatz lag im Geschäftsjahr 2001 mit 2,44 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahrs. Das erneut gestiegene Auslandsgeschäft konnte den konjunktur- und marktbedingten Umsatzrückgang in Deutschland nicht überkompensieren. Durch den Verkauf des Geschäftsbereichs Ausbauprodukte haben sich die Aktivitäten des Konzerns im Jahr 2002 maßgeblich verändert.
Vor dem Hintergrund der negativen Entwicklung der Bauindustrie in Deutschland und dem damit verbundenen deutlichen Nachfrageeinbruch auf den Zement- und Betonmärkten, hat der Dyckerhoff Konzern im vergangenen Jahr seine Strukturen gestrafft. Nach der Trennung vom Do-it-yourself-Eisenwarengeschäft (Suki) und dem Verkauf von Mehrheitsbeteiligungen an der ispo GmbH (Fassadentechnik) und an der Dyckerhoff Sopro GmbH (Feinmörtel) will sich das Wiesbadener Unternehmen künftig auf das Kerngeschäft Zement und Beton konzentrieren. Verändert hat sich auch der Kreis der Aktionäre. 2001 erwarb die italienische Buzzi Unicem S.p.A. 30,1 Prozent der Stammaktien und schloss mit der Gemeinschaft der Familienaktionäre der Dyckerhoff AG einen Schutzgemeinschaftsvertrag ab. Dadurch ist die Dyckerhoff AG ein von der Buzzi Unicem S.p.A. abhängiges Unternehmen geworden, da die Stimmrechte der Gemeinschaft der Familienaktionäre in Höhe von 34,0 Prozent der Buzzi Unicem zuzurechnen sind.
Fortgesetzt wurde im vergangenen Jahr die weitere Internationalisierung des Konzerns. Denn - so Dr. Peter Rohde - "die von Dyckerhoff in den letzten Jahren verfolgte Strategie der breiteren geographischen Basis zur Risikoabsicherung hat sich vor dem Hintergrund der Baukrise in Deutschland bewährt". So erzielt Dyckerhoff heute nur noch 38 Prozent des Umsatzes in Deutschland. Mitte der 90er Jahre lag dieser Anteil bei rund 80 Prozent. In den anderen Ländern Europas beträgt der Umsatzanteil heute 41 Prozent und in den USA 21 Prozent.

Besonderes Augenmerk galt im Jahr 2001 der Kostensenkung sowie der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Daher betrafen die Sachinvestitionen insbesondere die Rationalisierung und Umweltverbesserung. So wurden im vergangenen Jahr der Neubau der mit modernster Technik ausgestatteten Drehofenlinie 8 im Zementwerk Lengerich fertiggestellt sowie das Modernisierungs- und Restrukturierungsprogramm im polnischen Zementwerk Nowiny abgeschlossen. Die Finanzinvestitionen betrafen den Ausbau des Trockenmörtelgeschäfts, Anteilserwerbe an einem polnischen Mahlwerk und an einem Zementwerk in der Ukraine sowie den Erwerb der Fernhout-Gruppe in den Niederlanden. Insgesamt stiegen die Sach- und Finanzinvestitionen 2001 um knapp neun Prozent auf 334 Millionen Euro.

Für 2002 erwartet Dyckerhoff einen Umsatz in Deutschland der, bedingt durch Mengen- und Preisrückgänge, deutlich unter dem des Vorjahrs liegen wird. Dagegen geht das Unternehmen von einem erneuten Umsatzzuwachs in Europa außerhalb Deutschlands und in den USA aus und davon, dass diese Umsatzzuwächse den Rückgang in Deutschland ausgleichen können.


Dyckerhoff Bilanz-Pressekonferenz 2002 (von rechts): Gabriele Quadt-Bendiek (Leiterin Vorstandssekretariat / Öffentlichkeitsarbeit), Dr. Peter Rohde (Vorstandsvorsitzender), Wolfgang Bauer (Vorstand Finanzen), Dirk Resag (Leiter Investor  Relations)
Dyckerhoff Bilanz-Pressekonferenz 2002 (von rechts):
Gabriele Quadt-Bendiek (Leiterin Vorstandssekretariat /
Öffentlichkeitsarbeit), Dr. Peter Rohde (Vorstandsvorsitzender),
Wolfgang Bauer (Vorstand Finanzen), Dirk Resag (Leiter Investor Relations)






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