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Spezialbaustoffe als Problemlöser - Berlins Zukunft mit Readymix gebaut

Readymix-Mitarbeiter Evelyn Metzner und Werner Merkel bei der Qualitätskontrolle einer Fertigteiltreppen-Lieferung An der Großbaustelle Berlin konnte der Transportbeton seine Vorteile als außergewöhnlich flexibler – und schneller – Baustoff deutlich herausspielen: allein im Bereich des Potsdamer Platzes sorgten unter anderem 500.000 m3 Beton für stabile Fundamente im sandigen Berliner Boden.
Auch Readymix war in der Hauptstadt an vielen prominenten Projekten beteiligt: Im Regierungsviertel etwa beim Bundesjustiz- und beim Bundesarbeitsministeriums; beim Bau des Auswärtigen Amtes wurden im Rahmen einer Liefergemeinschaft 45.000 m3 Transportbeton produziert und „just in time“ eingebaut. Der Bau der britischen Botschaft erforderte 8.000 m3. Das Beton-Fertigteilwerk Rüdersdorf der Readymix Baustoffgruppe lieferte Treppenelemente für das Bundeskanzleramt und mehrere Botschaften. Der Einbau von 20.000 m2 Elementdecken aus Rüdersdorf beschleunigte den Bauablauf bei der Errichtung des Wohnkomplexes Quartier 30 am Gendarmenmarkt. Und den für den Beton erforderlichen Zement produzierte das zur Baustoffgruppe gehörende Werk Rüdersdorf, eines der umweltfreundlichsten Zementwerke Europas.
Im Marktraum Berlin ist Readymix durch seine Regionalgesellschaft Berlin-Brandenburg vertreten, organisatorisch gliedert in die Markträume Berlin, Brandenburg, Sachsen und Saale. 1,1 Millionen Kubikmeter Transportbeton, 3,7 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe plus etwa drei Millionen Tonnen Handelsware sowie Betonbauteile werden hier pro Jahr vermarktet.
Zur Sicherung der zum Bauen notwendigen Rohstoffe verfügt Readymix im Osten über ausgedehnte Sand- und Kiesvorkommen. In der Readymix Kies Nord-Ost sind die Werke Rogätz, Parey und Gröningen zusammengefasst. Readymix Kies Süd-Ost besteht aus den Werken Nieska, Laußig, Hammerunterwiesenthal und Holschdubrau. Die ebenfalls zum Verbund gehörende Seyd & Heinrichs hat sich über die Grenzen der Bundeshauptstadt einen Namen als Logistikunternehmen und als Produzent von Qualitätswerksgemischen gemacht.
Mit den Spezialbaustoffen Stahlfaserbeton und Fließestrich bietet Readymix Lösungen für die immer spezifischer werdenden Problemstellungen auf der Baustelle an. Stahlfaserbeton, dem werkseitig Stahlfasern zugegeben werden, kommt hauptsächlich für Bodenplatten in Industrie und Wohnungsbau zum Einsatz, er wird aber auch bei Kellerwänden, Fundamenten, im Umweltschutz und beim Tunnelbau verwandt.
Fließestrich (FE) als fertig gemischtes Produkt und in gleichbleibender Qualität, kommt im Fahrmischer zur Baustelle, die Estrichpumpe fördert ihn zügig zur Einbaustelle. Er wird im aufrechten Gang eingebaut und durch leichtes Rakeln entlüftet. Die Tagesleistung einer Kolonne von drei nur Mann liegt bei bis 1.000 m2 und damit etwa zehnmal so hoch wie beim Einbau von steifem Zementestrich.
Ein prominentes Beispiel für seinen Einsatz ist das Berliner Hotel Adlon. Die mit den Estricharbeiten beauftragte Firma W. Burkhardt GmbH & Co KG hatte sich bei der Herstellung des Bodens im rund 1.100 m2 großen Ballsaal für den Einsatz von Readymix-Fließestrich entschieden. Der verarbeitungsfreundliche Baustoff und das damit verbundene logistische Konzept ermöglichten einer Kolonne mit drei Mann, die erforderlichen 52 m3 Estrich im Laufe eines Vormittags einzubauen. Bei der Bodenkonstruktion handelt es sich um einen sogenannten schwimmenden Estrich nach DIN 18560/2.
Readymix-Geschäftsführer Dr. Volker Schübel: „Mit unserem Beton entstanden wesentliche Bauten zur Verbesserung der Infrastruktur wie das S-Bahn Viadukt Ostbahnhof-Bahnhof Zoo. Auf der acht Kilometer langen Baustelle wurden von 1995 bis 1998 140.000 m3 Beton eingebaut. Der Neubau der Messe Berlin, das ZDF-Hauptstadtstudio, das jüdische Museum sowie Geschäftsbauten wie das Ku-Damm-Eck sind eindrucksvolle Zeugnisse von den Möglichkeiten des Betons.“


Bau des Auswärtigen Amtes (Berlin-Mitte)
Bau des Auswärtigen Amtes
(Berlin-Mitte)






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