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[Die Industrie der Steine + Erden]






Finanzen – ein komplexes Feld

StBG-Hauptverwaltung Langenhagen, dritter Stock, rechter Flur, ganz hinten – so weit weg vom ganzen Hin und Her im Gebäude sitzen nicht viele. Da sollte ein besonders störungsfreies Arbeiten möglich sein, ist der erste Gedanke, wenn man hier hoch kommt. „An manchen Tagen sehen wir auch keinen Menschen, außer in den Pausen“, bestätigen Rosemarie Wiegand und Edeltraud Reddersen aus der Buchhaltung diesen Eindruck. Der stärkste Publikumsverkehr herrscht noch bei Ilona Paartz und Ernst-Georg Bunke hinter der Tür mit der Aufschrift „Kasse“. Hierher kommen die Kolleginnen und Kollegen mit ihren Reisekosten- und sonstigen Rechnungsbelegen, um sich ihre Auslagen erstatten zu lassen.
Hier befindet sich also die Abteilung II, Finanzen, der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft. Wer allerdings aus dieser Platzierung Rückschlüsse auf eine geringe Präsenz des Fachbereiches zieht, schätzt die Gewichtung im Haus eindeutig falsch; die Aufgabengebiete benötigen nur nicht unbedingt den direkten Kontakt zur „Außenwelt“, zu Mitgliedern, Kunden oder Lieferanten. Mathias Renner und sein Team gestalten und lenken jedoch die komplette Finanz- und Vermögensverwaltung der BG. Ein verantwortungsvoller Job, denn es geht immerhin um die Gelder der Mitgliedsbetriebe, die kostenbewusst verwaltet und angelegt werden müssen.
Eine Maxime der Abteilung heißt daher: „Zeitnah buchen“. Das Bemühen um kurze Bearbeitungsdauer ermöglicht es unter anderem, die Skontofristen von Rechnungen zu nutzen. Wenn ein Vorgang, das heißt: ein Zahlungseingang oder -ausgang, erst einmal in der Finanzverwaltung ist, ist er am nächsten Tag auch bei der Bank. „Manchmal“, kommentiert Abteilungschef Renner mit leichter Ironie, „scheint es nur ein sehr weiter Weg zu sein, bis ein Rechnungsbeleg bei uns landet.“
Er und seine Stellvertreterin Susanne Steinbeck sind dafür verantwortlich, die Berufsgenossenschaft stets ausreichend liquide zu halten, andererseits aber das Geldvermögen auch renditebringend anzulegen. Den Kontakt zu den Banken hält die gelernte Bankkauffrau Susanne Steinbeck: „Bankgeschäfte müssen bis mittags erledigt sein. Wir rufen gleich morgens die Kontoauszüge online ab, um den Barbestand ‚lean’ halten und die Termingelder immer aktuell kalkulieren zu können.“
Zwischenbilanz: Finanzverwaltung scheint alles andere als eine „trockene Materie“ zu sein. „Das stimmt“, pflichtet Susanne Steinbeck bei, „und das Berufsfeld verändert sich ständig. Es kommen immer neue Aufgabenbereiche hinzu.“ – Zum Beispiel das „Facility Management“, denn nach dem Umzug in das neue Verwaltungsgebäude hat die Abteilung Finanzen auch die Hausverwaltung übernommen.
Das wiederum ist Sache von Claus-Peter Matzner und Stephan Jacob-Kaus. In ihren Händen liegt das „Facility Management“, finanz-technisch gesehen also die Auftragsvergabe und Rechnungsprüfung bei allen Arbeiten am und im Haus. Funktionell gesehen, fließen bei ihnen alle Hausdaten und Kontrollstränge zusammen – wie in der Geld- und Vermögensverwaltung bei Mathias Renner.
Die Abteilung Finanzen ist also, so wird deutlich, trotz ihrer „Randlage“ im Verwaltungsgebäude ein zentraler Knotenpunkt im Organismus der Steinbruchs-BG.


Susanne Steinbeck und Abteilungsleiter Mathias Renner Rosemarie Wiegand... ... und Edeltraud Reddersen buchen jeden Beleg
Susanne Steinbeck und
Abteilungsleiter Mathias Renner

Rosemarie Wiegand...

... und Edeltraud Reddersen
buchen jeden Beleg

Ilona Paartz und Ernst-Georg Bunke erledigen den gesamten Bargeldverkehr Hausverwalter Claus-Peter Matzner StBG  
Ilona Paartz und Ernst-Georg Bunke
erledigen den gesamten Bargeldverkehr
Hausverwalter
Claus-Peter Matzner
 






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