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[Die Industrie der Steine + Erden]






Sehr gute Messebilanz

Viele Neuheiten gab es beim Einsatz mechatronischer Systeme in Bau- und Baustoffmaschinen – eine Verknüpfung von Mechanik, Hydraulik, Elektrik, Elektronik mit Steuerungssystemen.
Die Bauma 2001 setzte positive Zeichen, obwohl sich die schwierige Inlandskonjunktur – vor allem die Situation im Wohnungsbau der Bundesrepublik Deutschland, bei den Ausrüstern bestätigte. Nach sieben Messetagen ziehen die Hersteller von Bau- und Baustoffmaschinen, die sich auf der Weltleitmesse einem hochkarätigen internationalen Fachpublikum präsentierten, eine zwar unterschiedliche aber in vielen Bereichen positive Bilanz.
„Die Bauma kann die Konjunktur zwar nicht ankurbeln, aber Sie ist schon immer ein Konjunkturbarometer, eine Messlatte, für die Investitionsbereitschaft der Branche weltweit gewesen. Sie setzt außerdem als Innovationsplattform den Stand der Technik für die nächsten Jahre neu fest“ so der Geschäftsführer des Fachverbands Bau- und Baustoffmaschinen im VDMA Udo Köstlin.
In Zeiten der zunehmenden Globalisierung sind gute internationale Verbindungen von besonderer Bedeutung. In diesem Sinne wurde die Aktion „Partnerregion Lateinamerika“ bewertet, die erstmalig bei der Bauma durchgeführt wurde und die Beziehungen zwischen den Bauwirtschaften und Zulieferindustrien Europas und Lateinamerikas intensivieren soll. Delegationen aus Brasilien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Peru und Venezuela waren auf der Bauma 2001 vertreten. Bereits am zweiten Messetag wurden offizielle Kooperationsvereinbarungen des VDMA mit den Ländern Chile und Kolumbien unterzeichnet.
„Unsere Aussteller waren insbesondere mit der Qualität und Internationalität der Fachbesucher hochzufrieden. Die Messe München hat dafür im Vorfeld der Bauma mit zahlreichen Präsentationen im In- und Ausland auch viel getan. Wir setzten dabei vor allem auf die intensive Kontaktpflege zu Zukunftsmärkten wie Lateinamerika, Osteuropa und Asien“ so der Kommentar von Messechef Manfred Wutzlhofer.
Der Auslandsanteil der Bauma-Besucher stieg im Vergleich zur Vorgängerveranstaltung um vier Punkte auf insgesamt 28 Prozent. Zugenommen hat auch der Besucheranteil aus Nord- und Westdeutschland wie auch aus Ostdeutschland und zwar um jeweils drei Prozentpunkte auf 22 bzw. 9 Prozent des Inlandsbesuches.
Der Fachbeiratsvorsitzende Dr. Reinhold Festge zeigte sich sehr zufrieden mit der Bauma 2001. „Die Bauma fasziniert uns alle immer wieder aufs neue. Das umfassendste Angebot des Maschinenbaus für eine Woche komprimiert, übersichtlich und schnell erreichbar auf der riesigen Bauma-Fläche – das ist eine große Leistung. Dazu kommt eine Bandbreite an Symposien, Kongressen, Veranstaltungen und Pressekonferenzen, die weltweit ihresgleichen sucht.

Die Stimmung auf dem Freigelände und in den Hallen der Messe München war an allen Messetagen insgesamt sehr gut. Noch vor Messeschluss zogen auch die meisten Aussteller ein durchweg positives Resümee. Bei vielen lagen die Kundenzahlen auf der Bauma 2001 an allen Tagen höher als 1998 und 1995, wobei vor allem die Anwesenheit einkaufsentscheidender Personen hervorgehoben wurde. Weiterhin wurden teilweise bereits am Samstag die Verkaufszahlen von der Bauma 1998 sowohl was den Umsatz, als auch die Stückzahlen angeht übertroffen. Besonders positiv registriert wurde vor allem der hohe Anteil ausländischer Gäste und die Verteilung der Besucherströme über alle Messetage.

Sehr gute Noten für die Bauma 2001 gehen auch aus dem Ergebnis der Umfrage des Marktforschungsinstitutes Infratest Burke Industria hervor. Während die positive Gesamtbewertung der Besucher mit 98 Prozent auf höchstem Niveau blieb, nahm der Anteil „gut bis ausgezeichnet“ um nochmals zwei Punkte auf insgesamt 94 Prozent zu. Diese ausgezeichnete Bewertung begründeten die befragten Besucher mit der Vollständigkeit und Breite des Angebotes (97 Prozent), mit dem Leitmessecharakter der Bauma 2001 und der Präsenz der Marktführer (jeweils 91 Prozent), mit der Internationalität der Aussteller und den Innovationen (jeweils 89 Prozent), mit der Übersichtlichkeit und Branchengliederung (86 Prozent), mit der Qualität der Besucherinformation (83 Prozent) und mit den Fachtagungen und Symposien (81 Prozent).



Der 414 t schwere Großhydraulikbagger R 995 Litronic
Der 414 t schwere Großhydraulikbagger
R 995 Litronic





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