Neue Maschinen zur Herstellung von Betonerzeugnissen
Neuentwicklungen für die Betonstein-Industrie aus Ostfriesland ![]() Pavestone-Betonsteinmaschine der Ostfrieischen Maschinenbau AG Omag AG, Emden, verfolgt das Prinzip einer konsequenten Automation aller Vorgänge im Betonsteinwerk um hohe Flexibilität (schnelle Umrüstzeiten, Produktverwaltung) bei konsequenter Kos-tensenkung sowie optimalen Kundenservice mit online-gestütztem Stördienst zur Erhöhung der Produktivität zu gewährleisten. Ein Schwerpunkt der diesjährigen Exponate war die Betonsteinfertigungsmaschine OMAG Tronic 140 / 120. Auf ihr können sowohl Pflaster-, Bord-, Randsteine als auch Platten- und Hohlblocksteine sowie Voll-, Kamin- und Gartensteine in höchster Präzision und kürzesten Taktzeiten produziert werden. Dabei wird eine exakte Farbdosierung durch eine frequenzgeregelte Drehzahl der Dosierwalze gewährleistet. Zu den von Omag bekannten Standardausrüstungen gehören u. a.:
![]() „Robotec“ – ein Roboter für Betonwerke Fertigungssysteme von Rino Rino-Werke Maschinenbau GmbH, Heidelberg, präsentierten das Impacta Stampfsystem. Damit können Plattenstärken von 1,6 / 2,4 cm bis 22 cm stufenlos hergestellt werden. Neu ist neben der produktspezifischen Höheneinstellung vom Bedienpult aus eine vollautomatische Feinhöhen- und Neigungsjustierung jeder Platte, um z. B. bei geschliffenen Produkten auf die Kalibrierung weitgehend verzeichnet und Material einsparen zu können. Der Regelkreis wird ermöglicht durch ein optisches Videokamera-Messsystem mit eigenentwickelten Algorythmen zur exakten Höhenmessung und zur Beurteilung von Parellelitätsfehlern. Neue Produkte der Impacta sind die preisgünstige Bordsteinproduktion, der Einsatz preiswerter Stahl-Kunststoffmatrizen, die Spaltstein-„Naturstein"-Produktion, die effiziente Produktion von Tunnelsegmenten / Tübingen sowie ein Vorschlag zur Produktion bewehrter Multifunktionsplatten. Damit kann ein größeres Produktspektrum mit den Stampf-Vorteilen wie z. B. die hohe Festigkeit der Endprodukte, der um ca. 20 bis 30 % niedrigere Zementverbrauch, die Trockenreinigung, die niedrigen Unterhaltskosten und der geringe Handlingaufwand u. a. kombiniert werden. Die neue Betonsteinanlage Ecopac ist eine preisgünstige, interessante Variante für den Mittelstand. Die Maschine kann sehr gute Qualitäten aller gängigen Produkte / Formen und Materialien in einer vernünftigen Leistung produzieren. Zusätzlich ist die Anlage modular aufgebaut und startet mit einem sich selbst tragenden Paletten- oder Racksystems. Das Investitionsverhältnis liegt bei circa 1 : 2,5 bis 3,0, da auf eine Schiebebühne, Fundamentarbeiten, Regalsysteme, Palettenein- und ausschleustransporte, Lagendoppler, teure Formenadministration u. a. verzichtet wird. Die Maschine wurde als 2R-Variante mit zwei Rüttlern gezeigt; alternativ ist auch eine 4R-Variante lieferbar. Rino bietet auch komplette Veredelungsprogramme (Waschen, Strahlen, Strahlmaskenumläufe, Fasenschleifen, Schleifen, Listelli, Spalten) an; auf der Bauma wurde die patentierte Fasenschleifmaschine mit den Vorteilen einer exakten Fase, den variablen Plattenformen, der integrierten Seitenkalibrierung bei gleichzeitig sehr geringem Platzbedarf präsentiert. Neu war ebenso das vorgestellte Qualitätssystem zur automatischen Qualitätskontrolle der zweiten Wahl- bzw. Ausschussermittlung. ![]() Messe-Exponate der Rino-Werke, hinten rechts die Betonsteinanlage Ecopac Mit Tyrolit um ein „Eck“ billiger sägen Ausschnitte in armierten Beton waren bisher mit Überschnitten oder Eckbohrungen verbunden. Ein präziser Schnitt war nur durch die teurere Seilsägetechnik möglich. Tyrolit bringt jetzt die erste Komplett-Lösung für diese anspruchsvolle Betontrennaufgabe. Das völlig neu entwickelte und patentierte Werkzeug / Maschinensystem macht Eckensägen zur millimetergenauen und wirtschaftlichen einzig sinnvollen Lösung. Die Tyrolit unter der Marke Hydrostress entwickelte, patentierte Eckensäge wird auf einer Wandschiene aufgesetzt. Innerhalb von Minuten werden Ecken ausgeschnitten und dies bündig entlang von Wänden und Böden. Ermöglicht wird die enorme Schnitt- und vor allem Anschnittleistung durch die perfekte Abstimmung der Diamant-Technologie auf die Maschinensysteme. Sie setzt völlig neue Maßstäbe in der Zerspannleistung und Standzeit. Ergebnis sind geringere Kosten pro Meter Schnittlänge. Auch stark armierter Beton, bis zu 40 cm Schnitt-Tiefe, wird in Minutenschnelle präzise getrennt. ![]() Exakte Ecken schneiden ohne Überschnitt- oder Eckbohrungen Betonrohre und Schachtunterteile Baumgärtner GmbH Maschinenfabrik, Blaubeuren, präsentierte ihr umfangreiches Lieferprogramm für Maschinen, Anlagen und Formen zur Herstellung von Betonrohren und Schachtunterteilen. Im Mittelpunkt stand die Rohrfertigungsmaschine Souveraen 1225. Vier Systeme sorgen dafür, dass eine kontinuierlich hohe Qualität der Produktion bei hohem Ausstoß und hoher Flexibilität gewährleistet wird. Das Betonzuführungssystem S-Feed kontrolliert aktiv die Betonmenge, in dem die zuzuführende Betonmenge für jeden Zeitpunkt des Produktionsprozesses im voraus berechnet wird und dann zeitgenau dem Verdichtungsprozess mit Hilfe von frequenzgeregelter Antriebstechnik zur Verfügung steht. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige Verdichtung über die gesamte Rohrlänge. Mit dem Verdichtungssystem S-Compact werden mit Hilfe von vier Rollenebenen mit Überlappungszonen der Beton über eine lange Presszone mit unterschiedlichen Frequenzen gut verdichtet. Durch die unabhängig steuerbaren Drehzahlen der gegenläufigen Rollenebenen kann die Korbverwindung minimiert und die optimale Drehzahl für Verdichtung und Glättung der Oberfläche eingestellt werden. Mit Hilfe des S-Eco Antriebssystems wird die erforderliche Verdichtungsenergie ökonomisch bereitgestellt. 2 x 2 freqeuenzgeregelte Elektromotoren liefern exakte Drehzahlen und das erforderliche Drehmoment, um sehr gute Verdichtungsergebnisse zu ermöglichen. Eine besondere Maßnahme zur Qualitätssicherung ermöglicht das Umrüstsystem S-Flex. Durch dieses System werden Produktionsfehler die sich nach Umstellungsprozessen beim Nennweitenwechsel ergeben, vermieden. Alle verfahrenstechnisch wichtigen Parameter werden automatisch umgestellt sobald eine neue Nennweite produziert werden soll. Dies kommt nicht nur der Qualität zur Gute, sondern sorgt auch für äußerst kurze Umrüstzeiten und somit für eine hohe Flexibilität der Gesamtanlage. Darüber hinaus wurden von Baumgärtner Schachtunterteil-Fertigungssysteme der Baureihe Gonio sowie rationelle Verdichtungsstationen für unterschiedliche Anwendungsfälle vorgestellt. ![]() Die Rohrmaschine Souveraen 1225 Schalungsroboter für Schalungen mit integriertem Magnet- und Verspannsystem Von Sommer Anlagentechnik GmbH, Landshut, wurde ein Schalungsroboter für Schalungen mit integriertem Magnet- und Verspannsystem vorgestellt. Das neuentwickelte System unterscheidet sich von dem herkömmlichen Abschalungen, indem die Magnete nicht mehr vom Roboter alleine gesetzt werden, sondern mit den Schalungselementen fest verbunden sind. Die Magneteinheiten sind über ein mechanisches Verspannsystem in die Schalelemente eingebaut. Das Abschalprofil wird durch den Spannmechanismus auf den Schalboden gezogen, wodurch eine exakte Kantenausbildung des zu betonierenden Teils erreicht wird. Es wird ein Unterlaufen mit Betonschlemme verhindert. Die einfache und schnelle Handhabung erhöht zudem die Arbeitssicherheit. Mit Hilfe des passenden Ablösehebels lässt sich das System wieder leicht vom Schalboden lösen und entfernen. Durch die getrennte Anordnung von Spannmechanismus und Bedienknauf, sowie Spannmechanismus und Schalung, werden die beim Betonieren auf Schalung und Magnet eingeleiteten Kräfte absorbiert. Die eingebauten Vorspannelemente sind geschützt positioniert, wodurch das Schalsystem unempfindlich gegen Verschmutzung ist. Um die Stapelfähigkeit zu gewährleis-ten, sind entsprechende Aussparungen vorgesehen. Der Bedienknauf ist aus nicht magnetischem Material und ermöglicht damit ein Aufeinanderstapeln der Profile. ![]() Schalungsroboter während des Setzens der Abschalprofile ![]() Betätigungseinheit des Verspannsystems ![]() Inhaltsverzeichnis Ausgabe 3/01 | Zurück zu unserer Homepage |