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16 Prozent steigen bei angetrunkenen Fahrern ein

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates ergab, dass 16 Prozent der befragten jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 24 Jahren schon mehrfach mit betrunkenen Autofahrern mitgefahren sind. 69 Prozent dieser jungen Beifahrer hatten dabei ein „mulmiges Gefühl“, taten es aber trotz besseren Wissens. Dagegen meinten 73 Prozent, noch nie mit einem alkoholisierten Fahrer mitgefahren zu sein. Eine Ursache der Bereitschaft, entgegen der eigenen Vernunft zu handeln, ist gerade bei jungen Leuten das Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Sie passen sich häufig dem Verhalten der Peer-Group, der Gleichaltrigen, an. Doch auch wenn eine junge Frau oder ein junger Mann dem Konformitätszwang standhält, verliert der Aspekt Sicherheit an Bedeutung, wenn die Infrastruktur schlecht ist. Denn oft sehen junge Menschen ohne Führerschein, eigenes Auto oder ohne genügend Geld für ein Taxi in einem alkoholisierten Fahrer die einzige Möglichkeit, nach Hause zu kommen.
Tatsache ist, dass im Jahre 1999 bei 7,2 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden Alkoholeinfluss im Spiel war; die Rate der Verkehrstoten, die in Deutschland an den Folgen eines Alkoholunfalls starben, lag sogar bei 14 Prozent – dies war rund jeder siebte Getötete. Die unterschiedlichen Anteile belegen die überdurchschnittliche Schwere der Alkoholunfälle.

Junge Beifahrer eines angetrunkenen Fahrers
Junge Beifahrer eines angetrunkenen Fahrers






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